Feuerwehreinsatz

Mann pinkelt von Brücke: Vier Verletzte medizinisch versorgt

Ein Ausflugsschiff auf der Spree wurde von der Jannowitzbrücke in Berlin aus angepinkelt - es gab vier Verletzte. (Symbolbild)

Ein Ausflugsschiff auf der Spree wurde von der Jannowitzbrücke in Berlin aus angepinkelt - es gab vier Verletzte. (Symbolbild)

Foto: Rolf Zšllnervia / imago images / Rolf Zöllner

Eklige Pinkelattacke in Berlin: Ein Mann urinierte von einer Brücke direkt auf ein Ausflugsschiff. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus.

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Berlin Es war eine unbedachte Tat – mit schlimmen Folgen. Ein Wildpinkler hat sich die Berliner Jannowitzbrücke zur Erleichterung ausgesucht, als gerade ein Ausflugsdampfer unter ihr hindurchfuhr. Damit löste er ein gefährliche Reaktion aus – die dafür sorgte, dass vier Personen verletzt wurden.

Die Touristen wunderten sich Freitag unter blauem Himmel, warum es plötzlich zu regnen anfing. Ein Block nach oben offenbarte, woher die Feuchtigkeit kam, die sie auf dem dachlosen Spreefahrtschiff traf. Ein Mann stand dort und pinkelte seelenruhig auf die unter ihm fahrenden Personen.

Mann pinkelt von Berliner Jannowitzbrücke – das Wichtigste in Kürze

  • Vier Verletzte gab es am Freitag, weil ein Mann von der Berliner Jannowitzbrücke pinkelte
  • Die Polizei sprach von „abnormen“ Verhalten
  • Die Ausflügler stießen sich an der Brücke, mussten ins Krankenhaus
  • Ermittler suchen weiter nach dem Täter

Wer schon einmal auf einem der Spreeschiffe unterwegs war, kennt dabei die Gefahr, auf die ständig von den Kapitänen hingewiesen wird: Die Brücken, die auf dem Wasser passiert werden, sind in der Regel sehr niedrig. Mitreisenden sind deshalb angehalten, sich beim Unterqueren zu setzen. Damit sie sich nicht den Kopf stoßen.

Urindusche bei Spree-Rundfahrt: Sitzgebot missachtet und Kopf gestoßen

Diesen Hinweis hatten in ihrem Schrecken der Urindusche viele der Touristen allerdings sofort vergessen, sie sprangen entsetzt auf – und stießen dann gegen den Beton der Jannowitzbrücke. Vier Menschen wurden bei dem Vorfall am verletzt. Drei Frauen im Alter zwischen 38 und 48 Jahren sowie ein 54-Jähriger seien bei dem Vorfall verletzt worden.

Entsprechend hat die Polizei ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen den Mann eingeleitet. Problem: Bisher fehlt jede Spur, ermittelt wird derzeit noch gegen unbekannt. Am Montag gab es noch keine heiße Spur. Ein Behördensprecher zu unserer Redaktion: „Es wird schwer, den Mann zu finden, aber wir suchen weiter.“ Möglich wäre etwas, dass ein Passant Fotos des Vorfalls gemacht hat, die helfen können.

Wie eine Sprecherin der Polizei zum „Merkur“ sagte, hoffen die Ermittler darauf, den Mann zur Verantwortung ziehen zu können. „Es ist eine Körperverletzung, wir wollen ihn identifizieren.“ Und weiter: „Es gibt eine Beschreibung des Mannes, vielleicht auch Fotos. Wir schauen, was die Ermittlungen ergeben.

Die vier betroffenen Passagiere kamen mit Platzwunden ins Krankenhaus. Das konnten sie etwas später wieder verlassen, wie die Polizei mitteilte.

Mann pinkelt von Berliner Jannowitzbrücke – Vier Verletzte

Erste Meldung vom 21. Juni: Ein Mann in Berlin hat sich einen besonderen Ort gesucht, um sein Geschäft zu erledigen: Er pinkelte von einer Brücke – gerade, als darunter ein Ausflugsschiff durchfuhr. Die Polizei spricht von einem „abnormen“ Verhalten.

Die unerwartete Dusche erschreckte und ekelte einige der Ausflügler auf dem Oberdeck des Schiffes derart, dass sie am frühen Freitagabend aufsprangen und mit den Köpfen gegen die Jannowitzbrücke in der Nähe des Alexanderplatzes stießen. Vier Personen verletzten sich dabei.

Laut Polizeimeldung von Samstagvormittag wurden drei Frauen im Alter von 38, 39 und 48 Jahren und ein 54-jähriger Mann von dem Urin getroffen. „Durch das Aufspringen stießen die vier mit ihren Köpfen an die Brücke und verletzten sich“, heißt es in der Mitteilung. Die Verletzten kamen mit Platzwunden ins Krankenhaus und wurden dort ambulant behandelt.

„Es handelte sich um leichte Kopfverletzungen, die Personen konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen“, sagte ein Sprecher unserer Redaktion am Samstagmorgen.

Wer der Wildpinkler war, ist nicht bekannt. (sdo/dpa)

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