Weltklimakonferenz

Greta Thunberg bei Ankunft in Madrid von Hunderten belagert

GOLDENE KAMERA 2019: Greta Thunberg im Interview

Die junge Klima-Aktivistin Greta Thunberg erhält heute eine GOLDENE KAMERA.

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Berlin.  Greta Thunberg ist in Madrid angekommen. Damit endet eine mehrwöchige Reise aus den USA. Entspannen kann sie aber noch lange nicht.

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Greta Thunberg ist angekommen. Nachdem lange unklar war, ob sie es überhaupt zum UN-Klimagipfel in Madrid schaffen würde, ist die Klima-Aktivistin am Freitagmorgen endlich in Madrid angekommen. Am Abend wird sie zu einem großen Klimaprotest erwartet. Hunderttausende Demonstranten wollen in der spanischen Hauptstadt für mehr Klimaschutz protestieren und somit Druck auf die Teilnehmer der Klimakonferenz ausüben. Der Protestmarsch startet um 18.00 Uhr.

Greta Thunberg soll von einer Bühne sprechen. Bei ihrer Ankunft empfingen dutzende Medienvertreter die 16-Jährige am Freitagmorgen an Gleis 15 des Bahnhofs Chamartín im Norden der spanischen Hauptstadt. Wegen des hohen Andrangs musste Thunberg eine knappe Viertelstunde in dem Zug ausharren, ehe sie begleitet von spanischen Sicherheitskräften aussteigen konnte.

Kurz nach ihrer Ankunft in Madrid an einem Sit-in auf dem Gelände des Weltklimagipfels teilgenommen. Zusammen mit anderen jungen Aktivisten aus aller Welt verharrte die 16-Jährige dabei in Schweigen. Thunberg sei am Morgen vom Bahnhof Chamartín aus direkt zum Messegelände Ifema weitergefahren, wo die UN-Klimakonferenz seit Montag stattfindet, berichteten spanische Medien.

Unter einer schwarzen Jacke trug sie einen rosafarbenen Pulli, dessen Kapuze sie weit über den Kopf gezogen hatte. Unter dem Arm hatte die junge Schwedin wie immer ihr Protestschild mit der schwedischen Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ (Schulstreik fürs Klima).

Greta Thunberg reiste mit Zug nach Madrid

Den Rummel nahm sie gelassen und schrieb kurze Zeit später augenzwinkernd auf Twitter: „Ich habe es heute Morgen mit Erfolg geschafft, mich nach Madrid einzuschleichen! Keine Ahnung, ob mich irgendwer gesehen hat... Aber es ist toll, in Spanien zu sein!“

Dazu stellte sie ein Video, auf dem zu sehen ist, wie sie beim Ausstieg aus dem Zug von Menschen umringt wird. In Madrid werden am Freitagabend Hunderttausende Teilnehmer zu einer Protestkundgebung erwartet.

Greta war mit einem Nachtzug von Lissabon in die spanische Hauptstadt gereist. Vor der Demonstration werde die 16-Jährige noch eine Pressekonferenz geben, hieß es in Madrid. Der Klimamarsch soll am Freitag um 18 Uhr in der Nähe des Madrider Hauptbahnhofs Atocha starten und dann am weltberühmten Prado-Museum vorbei durch das Zentrum ziehen. Dadurch wird eine der wichtigsten Verkehrsadern Madrids quasi komplett lahmgelegt.

Zuvor hatte ein Angebot eines religiösen Nachbarschaftsvereins aus der spanischen Gemeinde Talavera de la Reina nahe Toledo für Aufregung gesorgt: Er wollte der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg einen Esel zur Weiterreise von Lissabon nach Madrid zur Verfügung stellen.

„Wir sind uns der Wichtigkeit bewusst, die Welt für die Situation der Umwelt zu sensibilisieren und schließen uns Thunbergs Kampf an“, hieß es am Mittwoch auf der Facebookseite des Vereins „Asociación Fray Hernando de Talavera“. „Unsere Vorfahren haben dieses Fortbewegungsmittel benutzt und es war das umweltfreundlichste überhaupt.“ Neben dem Post war ein Foto eines örtlich aufgezogenen Esels zu sehen.

War Gretas Reise über den Atlantik gar nicht klimaneutral?

Die 16-jährige Thunberg war am Dienstag nach dreiwöchiger Segelreise über den Atlantik in Portugal eingetroffen. Die Aktivistin vermeidet Flugzeuge, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Trotz ihres klimafreundlichen Transportmittels hagelte es Kritik – die Reise sei gar nicht wirklich klimaneutral.

Der Grund: Seglerin Nikki Henderson, die Greta auf ihrer Reise nach Europa begleitete, musste mit dem Flugzeug von Großbritannien in die Vereinigten Staaten fliegen. An Board war außerdem das australische Youtuber-Paar, das Greta ihr Boot zur Verfügung gestellt hatte.

Greta Thunberg äußert sich zu Kritik

Ähnliche Kritik musste die junge Klimaaktivistin schon bei ihrer Hinreise einstecken. Um das Segelboot „Malizia II“, mit dem Greta nach New York gesegelt war, wieder zurückzubringen, mussten fünf Personen mit dem Flugzeug nach New York fliegen. Auch der deutsche Segelprofi Boris Hermann, mit dem Greta hingesegelt war, nahm das Flugzeug zurück.

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Die 16-Jährige äußerte sich kürzlich zu den Vorwürfen: „Ich reise nicht so, weil ich möchte, dass alle das tun. Ich tue das, um eine Botschaft zu senden, dass es heute unmöglich ist, nachhaltig zu leben, und das muss sich ändern. Es muss viel einfacher werden.“

UN-Weltklimagipfel in Madrid

Thunberg ist nach Madrid gereist, um an der zweiwöchigen Weltklimakonferenz teilzunehmen. Begleitet wurde sie von mehreren portugiesischen Aktivisten, die genau wie die 16-Jährige an dem großen Klimamarsch im Zentrum Madrids teilnehmen wollen.

Greta Thunberg – Mehr zur Klima-Aktivistin

Im Vorfeld der reise gab es Unklarheiten, ob es die Klimaaktivistin überhaupt zur Konferenz schaffen würde. Sogar Eurowings bot Hilfe an – Greta hatte jedoch abgelehnt. (dpa/les)

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