Tierisches

Landgericht verhandelt Fall zu gepfändeter Mops-Dame „Edda“

Mops-Dame „Edda“ lebt mittlerweile in Wülfrath. Ihre neue Besitzerin verklagt die Stadt Ahlen auf Schadenersatz.

Mops-Dame „Edda“ lebt mittlerweile in Wülfrath. Ihre neue Besitzerin verklagt die Stadt Ahlen auf Schadenersatz.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Münster/Ahlen/Wülfrath.  Die Stadt Ahlen pfändete einen Mops und verkaufte ihn bei Ebay: Weil das Tier nicht gesund war, klagt die neue Besitzerin nun auf Schadenersatz.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Streit um den gepfändeten und bei Ebay-Kleinanzeigen verkauften Mops „Edda“ beschäftigt am 25. September erstmals das Landgericht Münster. Der Güte- und Verhandlungstermin sei für 13 Uhr angesetzt worden, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Käuferin des Tieres hat die Stadt Ahlen unter anderem auf Schadenersatz von mehr als 20 000 Euro verklagt. Mops „Edda“ hatte Schlagzeilen gemacht, nachdem das Tier von der Stadt Ahlen bei einer Schuldnerin gepfändet und übers Internet für 690 Euro an eine Frau aus Wülfrath verkauft worden war. Die Käuferin fühlt sich getäuscht, da der Mops entgegen der Angaben in der Internet-Annonce nicht gesund gewesen sei. Sie will den Kaufpreis und Tierarztkosten erstattet bekommen.

Landgericht soll auch klären, ob Mops-Pfändung überhaupt zulässig war

Laut ihrem Anwalt hat die Frau bis heute rund 4000 Euro in die Gesundheit des Tieres investiert. Bei der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Mopses würden sich diese Kosten in den kommenden Jahren auf mehr als 20 000 Euro summieren.

Das Gericht in Münster soll nach dem Willen von Anwalt Wolfgang Kalla auch die Rechtsfrage klären, ob die Pfändung überhaupt zulässig war. Seine Mandantin werde - wie vom Gericht angeordnet - persönlich zu der Verhandlung erscheinen. Der Hund bleibe zu Hause: „Das ist das Beste für das Tier.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben