Flugverkehr

Drohne unterbricht Betrieb am Londoner Flughafen Heathrow

Eine Drohne steigt in den Himmel, im Hintergrund landet ein Flugzeug. (Symbolbild)

Eine Drohne steigt in den Himmel, im Hintergrund landet ein Flugzeug. (Symbolbild)

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

London  Am Londoner Flughafen Heathrow sind am Dienstag zwischenzeitlich keine Flugzeuge abgehoben. Grund war die Sichtung einer Drohne.

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Eine Drohne hat den Betrieb am Londoner Flughafens Heathrow am Dienstagabend zwischenzeitlich zum Erliegen gebracht. Nachdem das Fluggerät nahe des größten Airports Großbritanniens gesichtet worden war, waren alle Starts vorübergehend eingestellt worden. Gegen 19.30 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen.

Der Flughafenbetreiber sprach am Dienstagabend von einer Vorsichtsmaßnahme, man arbeite eng mit der Polizei zusammen.

Vor Weihnachten war bereits der Londoner Flughafen Gatwick wegen Drohnen zeitweise geschlossen worden. Mehr als 100 Zeugen – darunter Piloten und Polizisten – hatten die Drohnen dort gesichtet. Etwa 1000 Flüge waren aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet worden. Betroffen waren dabei etwa 140.000 Passagiere. Die Täter wurden bislang nicht gefasst.

Nach britischem Recht ist es verboten, im Umkreis von einem Kilometer um einen Flughafen eine Drohne aufsteigen zu lassen. Bei Verstößen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Drohnen-Besitzer sollen sich künftig registrieren

Aus dem Vorfall in Gatwick hatte die Regierung Konsequenzen gezogen. So sollen der Polizei mehr Befugnisse zur Landung, Beschlagnahmung und Suche von Drohnen übertragen werden, wie das Verkehrsministerium in London mitteilte.

Darüber hinaus werde die Regierung an einem erweiterten Einsatz von Technologien arbeiten, durch die Drohnen an Orten wie Flughäfen oder Gefängnissen entdeckt und abgewehrt werden können.

Zudem sollen die Sperrzonen um Airports, in denen das Fliegen von Drohnen verboten ist, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt werden.

Ab November 2019 sollen Drohnen-Besitzer zudem gesetzlich verpflichtet sein, sich zu registrieren. Polizisten dürften Anwesen durchsuchen und Drohnen beschlagnahmen - inklusive der elektronischen Daten, die in ihnen gespeichert sind.

(rtr/dpa/ba)

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