Unglück

Dachdeckeraufzug erschlägt Frau – Ermittlungen laufen

Durch die Wucht des Aufpralls bohrt sich der Auflieger in den Wagen der jungen Frau. Die 32-Jährige Schwerterin stirbt noch an der Unfallstelle.

Durch die Wucht des Aufpralls bohrt sich der Auflieger in den Wagen der jungen Frau. Die 32-Jährige Schwerterin stirbt noch an der Unfallstelle.

Foto: Tobias Schürmann

Halingen.   Beim Zusammenprall mit einem Dachdeckerauflieger in Menden stirbt eine junge Frau aus Schwerte. Sachverständiger muss Unglücksursache ermitteln.

Eine junge Frau aus Schwerte ist bei einem tragischen Unfall auf der Gruländer Straße umgekommen. Es ist der erste tödliche Unfall seit langer Zeit auf Mendener Straßen.

Aus bislang noch nicht geklärten Gründen hat sich am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr der Auflieger eines Dachdeckerfahrzeugs gelöst und war in den Gegenverkehr geraten. Eine 32-Jährige Schwerterin konnte dem Auflieger nicht mehr ausweichen – sie starb noch an der Unfallstelle, wie Feuerwehrsprecher Fabian Kreutz vor Ort erklärte.

Lkw-Fahrer steht nach tödlichem Unfall unter Schock

Der Lkw, der Einbauglasfenster geladen hatte, kam rund 100 Meter von der Unglücksstelle entfernt zum Stehen. Der Fahrer des Lkw war auf der B 233 von Unna in Richtung Halingen unterwegs, als das Unglück geschah. Der 59-jährige Lkw-Fahrer aus Kamen wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht.

Zum Zeitpunkt der Alarmierung war zunächst auch ein Rettungshubschrauber angefordert worden, der nach der Feststellung des Todes der Frau jedoch nicht zum Einsatz kam. Wie stark der Aufprall des Aufzuges war, wird daran deutlich, dass der Auflieger den Wagen der Frau regelrecht durchbohrt hatte. Um die Schwerterin aus ihrem Fahrzeug zu bergen, mussten die Mendener Einsatzkräfte mit einer hydraulische Schere zunächst die A- und B-Säule des Opels durchtrennen. Erst danach konnte der verkeilte Aufzug aus dem Wagen gezogen werden.

Gruländer Straße für mehrere Stunden gesperrt

„Aufgrund der Sperrung der Halinger Dorfstraße ist auch die Löschgruppe Langschede alarmiert worden“, erklärte Fabian Kreutz. Um auf eben solche Szenarien besser reagieren zu können, gilt dieses Prozedere seit der Sperrung. Zwischenzeitlich waren rund 60 Einsatzkräfte aus Menden und Langschede vor Ort.

An der Unglücksstelle entschied sich die Mendener Feuerwehr, zunächst die erfahrenen Kameraden für die Bergung einzusetzen. Die Gruländer Straße war für mehrere Stunden zwischen der Halinger Dorfstraße und dem Kreisverkehr an der Ruhrbrücke bei Langschede voll gesperrt.

Polizei ermittelt nun zur Unfallursache

Anders als bei einem Einsatz wenige Tage zuvor kam es zu keinen Zwischenfällen mit Passanten. Autofahrer reagierten verständnisvoll auf die Vollsperrung und mussten einen längeren Umweg in Kauf nehmen. So floss der Verkehr aus Iserlohn kommend größtenteils über die Halinger Dorfstraße, aus Unna kommend über Bösperde und die Fröndenberger Straße ab.

Die genaue Unfallursache soll unter anderem über ein Sachverständigengutachten ermittelt werden. „Es ist ein tragisches Ereignis, egal, ob es menschliches oder technisches Versagen war“, teilte die Polizeipressestelle mit.

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