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RKI-Chef warnt vor dramatischen Zuständen in Kliniken

Corona-Sperren wohl mindestens bis 20. April

Die wegen der Corona-Pandemie in Deutschland geltenden Einschränkungen bleiben laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mindestens bis zum 20. April bestehen. Erst nach Ostern werde feststehen, wie es danach weitergeht.

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Berlin.  Hunderttausende Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert. Europa gilt als Epizentrum der Pandemie. Alle aktuellen Entwicklungen.

  • Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt weiter an – in Deutschland und im Rest der Welt
  • In Deutschland gibt es derzeit mehr als 54.000 bestätigte Coronavirus-Infizierte, knapp 400 Menschen sind gestorben
  • RKI-Chef Wieler warnt vor dramatischen Zuständen in deutschen Kliniken
  • Die Bundeswehr zieht wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen Teil der Soldaten aus dem Irak ab
  • In Europa ist die Zahl der Todesfälle auf über 20.000 gestiegen: Rund die Hälfte der Menschen starb allein in Italien
  • Weltweit sind mehr als 660.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 31.000 Menschen starben bereits an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19
  • Nach dem Corona-Verdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten.
  • Dass die in Deutschland eingeleiteten Maßnahmen vor dem 20. April in Deutschland heruntergefahren werden, ist ausgeschlossen
  • Spanien beklagt 832 weitere Covid-19-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden
  • Mehrere deutsche Bundesländer haben Covid-19-Intensivpatienten aus Italien aufgenommen, um sie in Kliniken zu versorgen

Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. In vielen Ländern steht das öffentliche Leben in weiten Teilen still, Geschäfte haben geschlossen, es gibt Ausgangssperren und Kontaktverbote.

Nachdem das Coronavirus in China ausgebrochen war, hat es sich vor allem in Europa schnell verbreitet. Allein in Italien sind über 92.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-19 infiziert und mehr als 10.000 gestorben. Spanien ist mit mehr 73.000 Infizierten und rund 6000 Toten auf einem ähnlichem Weg. Bei der Zahl der Infektionen stehen derzeit die USA an der Spitze: Rund 125.000 wurden nachgewiesen, die Zahl der Toten ist auf fast 2200 gestiegen.

In Deutschland ist die Lage nicht so dramatisch – bleibt aber weiterhin angespannt. Bund und Länder haben zur Eindämmung des Virus eine Kontaktsperre und diverse andere Auflagen erlassen. Ob diese Maßnahmen reichen, wird sich erst in den nächsten Tagen erst zeigen. Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, dass sich an den geltenden Regeln frühestens am 20. April etwas ändern werde.

Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus gibt es in unserem Newsblog:

Sonntag, 29. März: Coronavirus-Pandemie fordert mehr als 20.000 Tote in Europa

12.34 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie zieht die Bundeswehr einen Teil der im Irak eingesetzten Soldaten zurück nach Deutschland ab. Es sei mit der Verlegung von deutschen Soldaten begonnen worden, die für den Grundbetrieb derzeit nicht zwingend erforderlich seien, teilte das Einsatzführungskommando am Sonntag den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die ersten Soldaten seien am Sonntag in Deutschland gelandet.

Der Kommandeur der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte angewiesen, die Ausbildung in dem arabischen Land auszusetzen. „Im Zuge dieser Weisung wurde ebenfalls festgelegt, dass, wo immer möglich, nicht benötigtes Personal temporär das Einsatzland zu verlassen hat“, hieß es in dem Schreiben an die Obleute, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

12.15 Uhr: Indiens Premierminister Narendra Modi hat sich bei den armen Menschen in der Bevölkerung entschuldigt, weil sie wegen der Ausgangssperre besondere Notlagen erleiden. „Ich entschuldige mich für diese harten Maßnahmen, die eure Leben erschweren, insbesondere bei den armen Menschen“, sagte Modi am Sonntag in einer Radioansprache. Im Kampf gegen das Coronavirus habe er keine andere Wahl gehabt.

Modi hatte am Dienstag die 1,3 Milliarden Einwohner Indiens angewiesen, drei Wochen lang zu Hause zu bleiben, damit die Pandemie eingedämmt werden kann. Damit verloren Tagelöhner nicht nur ihr Einkommen, sondern sie waren auch plötzlich gestrandet, weil aus den großen Städten keine Züge und Busse mehr in Richtung ihrer Dörfer fahren. Verzweifelt versuchten Tausende von ihnen am Wochenende, ihre Heimatorte zu erreichen.

Bisher hat das Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums 979 bestätigte Covid-19-Fälle. 25 Menschen starben daran.

Coronavirus breitet sich in Moskau rasant aus

11.26 Uhr: In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag mit. „Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmaß erreicht.“ Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1500 Fälle bekannt.

In Moskau sei das Virus bislang bei sechs gestorbenen Menschen nachgewiesen worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit. Um die Ausbreitung einzudämmen, sind seit Samstag Einkaufszentren, Restaurants, Bars und größere Parks geschlossen.

10.55 Uhr: Etwa 600 Bewohner eines Ankerzentrums im bayerischen Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte die Regierung von Unterfranken am Sonntag mit. Sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein externer Beschäftigter seien positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die infizierten Bewohner sollten in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

In dem Ankerzentrum im Landkreis Schweinfurt soll die Identität von Flüchtlingen festgestellt werden. Der Wortteil „Anker“ ist aus den Anfangsbuchstaben folgender Wörter gebildet: An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung). Das sind die Aufgaben, die diese Zentren gebündelt erfüllen.

Coronavirus: US-Automesse in Detroit abgesagt

10.46 Uhr: Auch die größte US-Automesse in Detroit fällt dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus. „Auch wenn wir enttäuscht sind, gibt es für uns nichts Wichtigeres, als die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlergehen der Bürger von Detroit und Michigan“, sagte Messe-Direktor Rod Alberts in einem Statement am Samstagabend in Detroit. „Und wir werden tun, was wir können, um den Kampf unserer Gemeinschaft gegen den Ausbruch des Coronavirus zu unterstützen.“ Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema will das Kongresszentrum in Detroit wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit als Feldkrankenhaus nutzen.

10.33 Uhr: In der Coronavirus-Pandemie verzeichnet Australien einen dramatischen Anstieg bei Fällen häuslicher Gewalt. Wie Premierminister Scott Morrison am Sonntag mitteilte, stiegen die Suchanfragen mutmaßlicher Opfer im Internetdienst Google seit der Verhängung umfassender Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus um 75 Prozent an. Auch Frauenrechtsorganisationen sprachen von höheren Fallzahlen. Morrison kündigte ein Maßnahmenpaket gegen häusliche Gewalt in Millionenhöhe an.

9.49 Uhr: Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. „Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, sagte Wieler der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde.

Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben.“ Dass die Coronavirus-Pandemie in Deutschland im internationalen Vergleich relativ glimpflich verlaufe, liege auch an den von der Virusinfektion betroffenen Patienten, betonte der RKI-Chef. „Zunächst waren in Deutschland vornehmlich Menschen betroffen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, denn viele Übertragungsketten standen in Verbindung zum Beispiel mit Skiurlauben. Wenn mehr Übertragungen in Altenheimen oder Krankenhäusern stattfinden, steht zu befürchten, dass der Anteil steigt.“

Eine rasche Rückkehr zur Normalität hält Wieler für den falschen Weg aus der Krise. „Aus medizinischer Sicht möchte ich, dass wir alle die räumliche Distanzierung möglichst lange durchhalten“, sagte er. Deutschland stehe „immer noch am Anfang der Welle“. Die Menschen müssten die Pandemie „sehr ernst nehmen“, mahnte der RKI-Chef.

9.05 Uhr: In der Corona-Krise dringt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf den Einsatz von Asylbewerbern in der Landwirtschaft, um den Ausfall von Saisonarbeitern auszugleichen. Asylbewerbern, die bisher ein Beschäftigungsverbot hätten, solle „kurzfristig eine Arbeitsaufnahme in der Landwirtschaft“ ermöglicht werden, sagte die CDU-Politikerin unserer Redaktion. „Viele kommen aus sicheren Herkunftsländern wie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien oder Montenegro und wollen mitanpacken, sich einbringen.“ Zahlreiche Helfer hätten sich bereits auf der Plattform www.daslandhilft.de gemeldet.

Coronavirus: Mehr als 20.000 Tote allein in Europa

7.30 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie hat Europa weiter fest im Griff: Europaweit sind nach offiziellen Zahlen inzwischen mehr als 20.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das sind zwei Drittel der weltweit gemeldeten Todesfälle, wobei Experten davon ausgehen, dass nicht alle Länder einen genauen Überblick haben – oder die tatsächlich erfassten Zahlen auch bekannt geben.

6.52 Uhr: Auf Bonus-Zahlungen für Arbeitnehmer sollen währen der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1500 Euro keine Steuern anfallen. „Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der „Bild am Sonntag“. Er werde am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis zur Obergrenze von 1500 Euro „komplett steuerfrei sein wird“.

Coronavirus: Südkorea meldet 105 Neuinfektionen

5.55 Uhr: Südkorea verzeichnet weiter einen starken Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den täglich neu erfassten Infektionen mit dem Coronavirus. Am Samstag seien 105 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Am Freitag hatte die Zahl bei 146 gelegen, nach 91 am Donnerstag. Bisher wurden in dem Land 9583 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um acht auf 152.

Die Behörden hatten die Bevölkerung im Zuge ihrer „Kampagne der sozialen Distanz“ aufgerufen, am Wochenende geschlossene Räume wie Kirchen, Fitnesszentren oder Nachtclubs zu meiden, in denen normalerweise zahlreiche Menschen zusammenkommen. In Südkorea gibt es keine landesweite Ausgangssperre wegen des Covid-19-Ausbruchs.

5.10 Uhr: Angesichts des akuten Engpasses bei Schutzmasken und -kitteln setzt die Bundesregierung in der Coronavirus-Krise auf eine beschleunigte Beschaffung des Materials. Das Gesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtete die „Welt am Sonntag“. Da bei dieser Vorgehensweise keine Verhandlungen stattfinden, können Geschäfte schneller abgewickelt werden. Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, müssen dem Bericht zufolge mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten.

Die Kritik an der Versorgungslage war in den vergangenen Tagen immer lauter geworden Zahlreiche Krankenhäuser warnten vor der Gefahr, wegen fehlender Ausrüstung selbst vorhandene Intensivbetten bald nicht mehr nutzen zu können. Klagen wegen des Mangels an Schutzkleidung kamen auch von niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten.

Corona-Pandemie: Entwicklungsminister fordert mehr Schutz für Flüchtlingsregionen

1.15 Uhr: Entwicklungsminister Gerd Müller hat eine Initiative zum Schutz von Flüchtlingsregionen vor der Corona-Pandemie angekündigt. „Es darf in der Corona-Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Wir erarbeiten ein umfassendes Programm für die notwendigen Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen in Entwicklungsländern, insbesondere in Flüchtlingsregionen wie dem Krisenbogen um Syrien.“ Das Entwicklungsministerium werde dazu auch seinen Etat umschichten.

„Die Corona-Krise trifft jetzt mit aller Härte die ärmsten Menschen in den Flüchtlings- und Krisenregionen“, betonte Müller. Rund um Syrien seien sieben Millionen Flüchtlinge ohne Schutz. Nach der gezielten Bombardierung von Krankenhäusern sei das syrische Gesundheitssystem kaum handlungsfähig.

Aus der umkämpften Stadt Idlib im Norden des Landes strömten Hundertausende in Richtung Türkei. „Und dem Libanon, wo etwa jeder fünfte Einwohner ein syrischer Flüchtling ist, droht ohnehin schon der Staatsbankrott“, so der Minister. „Ohne Zugang zu Wasser und medizinischer Versorgung wird der Corona-Virus dort katastrophale Konsequenzen haben.“ Die Unterstützung der Flüchtlinge und ihrer Aufnahmestaaten in der Region müsse daher ausgebaut werden.

Coronavirus-Kontaktsperre – Laschet: Jetzt Maßstäbe für Rückkehr ins soziale Leben entwickeln

0.14 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat gefordert, schon jetzt über eine Strategie für eine künftige Lockerung der Einschränkungen in der Corona-Krise nachzudenken. „Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch“, schrieb Laschet in einem Gastbeitrag in der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Jetzt ist die Zeit, Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln, damit auch diese Entscheidung anhand transparenter Kriterien erfolgt.“

Damit widersprach der CDU-Vize der Bundeskanzlerin: Angela Merkel hatte am Donnerstag gesagt, es sei im Augenblick „nicht der Zeitpunkt“, um über die Lockerung der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Maßnahmen zu sprechen. Laschet betonte am Samstagabend in der Sendung „ZDF spezial“, eines sei klar: „Man kann jetzt nicht über das Ende der Maßnahmen spekulieren.“ Ende April, nach Ostern sei der Zeitpunkt, wo das untersucht werden solle. „Und bis dahin muss sich jeder an die Regeln halten.“

Samstag, 28. März: Spanien schließt wegen Coronavirus zahlreiche Unternehmen

21.52 Uhr: Der Lebensgefährte von Klaus Wowereit ist an der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das erfuhr die „Berliner Morgenpost“. Zuerst hatte „Bild.de“ darüber berichtet. Jörn Kubicki verstarb demnach am Samstagvormittag in der Berliner Charité.

Jörn Kubicki, der fast 30 Jahre lang mit dem früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin liiert war, hatte an der Lungenerkrankung COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) gelitten, die das Leben des Neurochirurgen zuletzt stark eingeschränkt hatte. Kubicki wurde 54 Jahre alt.

21.23 Uhr: In Frankreich sind inzwischen mehr als 2300 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 319 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte die Regierung am Samstagabend mit. Insgesamt seien somit 2314 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Premierminister Edouard Philippe warnte, dass der Kampf gegen das Virus gerade erst begonnen habe. Die ersten beiden Aprilwochen würden härter als die beiden letzten Märzwochen, sagte er. In Frankreich gilt noch bis mindestens 15. April eine Ausgangssperre.

Gesundheitsminister Olivier Véran sagte bei der Pressekonferenz mit Philippe, die Regierung habe mehr als eine Milliarde Atemschutzmasken bestellt, die meisten davon in China. Frankreich selbst könne lediglich acht Millionen Masken pro Woche herstellen.

20.58 Uhr: Die mächtige US-Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. „Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen“, heißt es in der Klageschrift.

Der Sheriff von Los Angeles, Alex Villanueva, gegen den sich die Klage ebenfalls richtet, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Läden, die Waffen und Munition anbieten, nicht als lebensnotwendige Geschäfte gelten und im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus bis auf weiteres schließen müssten. Der Verkauf von Munition an Sicherheitsfirmen sei weiterhin möglich.

In den USA hatte die Ausbreitung des Coronavirus zu einem Ansturm auf Waffen und Munition geführt. Vertreter der Branche hatten vergangene Woche Zuwächse bei den Verkäufen vermeldet. Vor Waffenläden bildeten sich teils lange Schlangen.

20.17 Uhr: Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter allen Beteiligten, die daran „unfassbar hart“ gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: „Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten.“

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. „Wir machen weiter“, twitterte Maas.

Trotz der großangelegten Rückholaktion der Bundesregierung sitzen also immer noch Zehntausende deutsche Urlauber im Ausland fest. Das Zurückholen wird immer schwieriger – und immer öfter werden Deutsche in ihren Urlaubsregionen zum Ziel von Anfeindungen. Einen aktuellen Bericht zur Lage lesen Sie hier.

19.45 Uhr: Die Regierung in Spanien hat die vorübergehende Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen angeordnet. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zuhause bleiben, teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien. Die beiden Länder sind die weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder.

19.03 Uhr: Die Zahl der Toten in der Türkei ist auf über 100 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 16 weitere Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 108. 1704 Neuinfektionen wurden registriert. Insgesamt haben sich in der Türkei bislang 7402 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

19.01 Uhr: In Sri Lanka hat es den ersten Covid-19-Toten gegeben. Der 60-jährige Touristenführer habe an Diabetes gelitten und eine Nierentransplantation gehabt, teilte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Anil Jasinghe, am Samstag mit. Nach Angaben der Polizei war der Mann in ein Krankenhaus gebracht worden, nachdem er vor zwei Wochen mit deutschen Touristen gearbeitet habe. Ob er sich dabei ansteckte, blieb unklar. Auch zu den Deutschen gab es zunächst keine näheren Angaben.

Alle Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

18.55 Uhr: New York plant in der Corona-Krise vier weitere provisorische Notkliniken. Neben den bereits aufgebauten Krankenhäusern und einem am Montag erwarteten Lazarettschiff der US-Armee sollen Gebäude in den Stadtteilen Brooklyn, Queens, Staten Island und der Bronx umfunktioniert werden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Krisen-Pressekonferenz.

Zudem verkündete der 62-Jährige, dass die Zahl der Corona-Toten im Bundesstaat im Vergleich zum Vortag um 209 auf 728 gestiegen sei. Es gebe mehr als 52.000 nachgewiesene Infektionen. Das ist ein beträchtlicher Teil der von der Johns-Hopkins-Universität gezählten mehr als 1700 Toten in den gesamten USA. In den Vereinigten Staaten gibt es demnach mehr als 105.000 nachgewiesene Fälle – weltweit mit Abstand die meisten.

Der Ostküstenstaat New York hat sich dabei zum Zentrum der Pandemie in dem Land entwickelt. Lokalen Medien zufolge könnten die Kliniken in den kommenden Tagen punktuell erstmals an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen.

Corona-Krise: Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz
Corona-Krise- Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz

18.47 Uhr: Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Corona-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten. „Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die konkrete Ausgestaltung werde im Einzelfall besprochen.

Der CDU-Politiker verwies auf einen ersten Präzedenzfall. „Wir haben gerade einen Kredit für ein großes Unternehmen der Reisebranche beschlossen und sind entsprechend verfahren.“ Dabei handelt es sich um den Reisekonzern Tui, wie das Unternehmen am Freitag selbst mitgeteilt hatte. Demnach müssen Tui-Chef Friedrich Joussen und seine Vorstandskollegen finanzielle Einbußen hinnehmen.

Der Reiseveranstalter erhält 1,8 Milliarden Euro von der staatlichen Förderbank KfW. Ähnlich war die Bundesregierung schon in der Finanzkrise 2008 verfahren. Damals hatte der Rettungsschirm Soffin die Managergehälter bei Banken, die staatliche Hilfen in Anspruch nahmen, auf 500.000 Euro im Jahr gedeckelt.

Coronavirus fordert mehr als 10.000 Tote in Italien

18.21 Uhr: In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023.

18.20 Uhr: Die Zahl der Toten ist in Großbritannien am Samstag auf 1019 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, starben seit Freitag 260 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf rund 17.000.

18.12 Uhr: Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. „Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist“, sagte Trump am Samstag außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern. Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Einen aktuellen Bericht zur Lage in New York lesen Sie hier: „Die Lage ist apokalyptisch“

Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Connecticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. „Das wollen wir nicht“, sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: „Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es.“ Für den Fall, dass solche Maßnahmen ergriffen werden müssten, würden diese für kurze Zeit gelten. Trump sprach von zwei Wochen und stellte in Aussicht, dass bereits am Samstag eine Entscheidung darüber getroffen werden könnte.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, reagierte zurückhaltend auf Trumps Aussagen. „Ich habe nicht mit ihm über irgendeine Quarantäne gesprochen“, sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. „Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet.“ Er wisse auch nicht, wie eine solche Regelung rechtlich durchgesetzt werden solle.

17.23 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie schließt Russland seine Grenzen vollständig. Ab Mitternacht in der Nacht zum Montag werde der Verkehr an allen Grenzübergängen auf Straßen, Bahnverbindungen, Häfen und Fußgängerübergängen „vorübergehend beschränkt“, hieß es in einem am Samstag veröffentlichten Dekret. Ausgenommen sind nur russische Diplomaten und Lastwagenfahrer.

17.20 Uhr: Die Einreisebestimmungen in Italien werden weiter verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen außerdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden.

Auch Personen, die keine Symptome für eine mögliche Covid-19-Erkrankung zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.

17.03 Uhr: Ein Vorstoß von Ärztepräsident Klaus Reinhardt für eine Heimunterbringung älterer Menschen zum Schutz vor dem Coronavirus stößt auf Kritik. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, bezeichnete diesen Vorschlag am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP als „dumm“. Gerade Pflegeheime seien in der Pandemie „ein hochgefährlicher Ort für Pflegekräfte und alte Menschen“.

Brysch verwies auf Nachrichten über infizierte Pflegebedürftige und Pflegekräfte sowie von Menschen, die deswegen in Heimen gestorben seien. „Es fehlt an Atemschutzmasken, Brillen, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung. Doch nichts geschieht, um diese Misere schnell zu beseitigen“, sagte der Patientenschützer. Daher versuchten viele Angehörige, eine Heimunterbringung ihrer pflegebedürftigen Verwandten zu verhindern.

Reinhardt warb dagegen für auch vorübergehende Heimunterbringungen während der Corona-Krise. „In Einrichtungen ist es eigentlich gut möglich, die besonders Gefährdeten vor Covid-19 abzuschotten“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag. Er verwies auf die hohe Zahl von Toten in Spanien und Italien, wo ältere Menschen häufiger unter einem Dach mit ihren Kindern und Enkelkindern lebten.

16.49 Uhr: Nach dem Tod von zwölf Patienten eines Wolfsburger Pflegeheims werden dort mit dem Coronavirus Infizierte von negativ getesteten Bewohnern getrennt. Von etwa 165 Bewohnern seien derzeit 72 infiziert, sagte der Leiter des Wolfsburger Gesundheitsamts, Friedrich Habermann.

Die zwölf Bewohner waren innerhalb von nur wenigen Tagen gestorben. „Den ersten Toten hatten wir am Montag zu beklagen“, sagte Heimleiter Lothar Laubert. „Es sind schreckliche Nachrichten über eine hohe Zahl von Todesfällen in einem Pflegeheim, die uns aus Wolfsburg erreichen“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) zu der Situation. Sie sprach den Angehörigen, Freunden und Bekannten ihr Mitgefühl aus.

16.40 Uhr: In Großbritannien ist die Zahl der Toten in der Corona-Pandemie auf mehr als 1000 gestiegen. Das teilte die Regierung am Samstag mit Verweis auf den Stand am Freitagabend mit. Am Vortag lag die Zahl der Toten durch die durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 noch bei 759.

16.10 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat einen Fahrplan zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen gefordert. „Der jetzige Zustand darf keinen Tag länger dauern, als es medizinisch geboten ist“, sagte Lindner unserer Redaktion. „Wir müssen uns intensiv mit der Frage beschäftigen, was nach den Ausgangsbeschränkungen kommt. Der jetzige Zustand ist für jeden Einzelnen von uns und für unser wirtschaftliches Leben eine große Belastung. Je besser wir vorbereitet sind, desto schneller können wir das öffentliche Leben kontrolliert wieder hochfahren.“

So müssten Erfahrungen aus Südkorea ausgewertet werden, wo es keinen Shutdown gebe, verlangte Lindner. „Wir müssen schneller und öfter testen, um Infektionsketten wieder unterbrechen zu können.“

Saarland-Ministerpräsident Tobias Hans nannte es dagegen „unverantwortlich, zum jetzigen Zeitpunkt schon über eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen zu spekulieren“. Gelinge die Abflachung der Infektionskurve nicht, werde es zu einer Überforderung unseres Gesundheitssystems kommen, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. „Dann werden Menschen sterben, weil sie nicht mehr intensivmedizinisch betreut oder beatmet werden können. Das gilt es um jeden Preis zu verhindern.“ Irgendwann brauche es auch eine Exitstrategie, fügte Hans hinzu. Dabei komme es aber „nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf den richtigen Zeitpunkt“. Der Regierungschef warnte davor, überhastet zu handeln und eine neue Welle von Infektionen auszulösen.

16.05 Uhr: Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte.

Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt. Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hieß es.

15.47 Uhr: Nach wochenlangem Zögern rät nun auch die mexikanische Regierung den Bürgern, wegen der Corona-Krise soziale Kontakte zu vermeiden. „Wir wollen, dass sich jetzt alle zurückziehen, mit ihren Familien zu Hause sind, Distanz wahren und auf Hygiene achten“, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador in einer in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) veröffentlichten Videobotschaft. Nicht unbedingt benötigte Angestellte im öffentlichen Dienst müssten bis auf weiteres nicht zur Arbeit erscheinen.

In den vergangenen Wochen hatten Kritiker dem Staatschef immer wieder vorgeworfen, die Pandemie nicht ernst genug zu nehmen. López Obrador reiste weiter durchs Land, schüttelte Hände, umarmte Anhänger und küsste Kinder. Am vergangenen Wochenende sagte er noch, wer es sich leisten könne, sollte weiterhin seine Familie zum Essen ausführen. Erst in dieser Woche wurden die Schulen in Mexiko geschlossen und Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten.

UEFA-Präsident: Spielbetrieb in den nächsten Wochen wieder aufnehmen

15.39 Uhr: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin glaubt weiterhin an eine Fortsetzung des wegen der Coronakrise zum Erliegen gekommenen Fußballbetriebs. Dies müsse jedoch in den nächsten zwölf Wochen geschehen, um die Saison ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. „Wir könnten Mitte Mai, im Juni oder sogar im späten Juni beginnen“, sagte Ceferin der italienischen Zeitung La Repubblica. Danach aber sei die Saison „sehr wahrscheinlich verloren“.

Der Chef der Europäischen Fußball-Union stellte zudem klar, dass Gespräche mit den Ligen über eine Anpassung des Kalenders laufen würden. So könnte die laufende Saison „zum Beginn der kommenden“ beendet werden, dadurch würde die nächste Spielzeit „ein bisschen später“ beginnen. Eine finale Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden. Abgesehen von Weißrussland ruht überall in Europas Profiligen derzeit der Ball.

15.30 Uhr: Der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel vertritt in der Coronakrise die Meinung, auf absehbare Zeit wieder getestete Zuschauer bei Sportveranstaltungen im Stadion zuzulassen. „Man kann den Menschen nicht Sport, Musik und Kultur dauerhaft vorenthalten. Und deswegen muss man sagen, wenn Leute nach dem Massentest der Regierung wieder in die Arbeit dürfen, dann sollte man auch Stadionbesucher mit Antikörpern in kleinen Zahlen und mit dem dann möglichen Abstand zwischen den Menschen ins Stadion lassen“, sagte Sörgel.

.„Warum sollten Menschen mit durchgemachter Infektion und Antikörpern nicht in kleinerer Anzahl ins Stadion gehen können?“, fragte der 69-Jährige und benutzte das Beispiel „seines“ Klubs 1. FC Nürnberg: „In unser Max-Morlock-Stadion könnten zum Beispiel 5000 bis 6000 Besucher gehen, dann wäre auf jeden Fall eine Minimalkulisse vorhanden. Und dann könnte man beim nächsten Heimspiel 5000 bis 6000 andere Zuschauer mit positiven Antikörpertests zulassen, und dann hätte man nach vier Heimspielen schon rund 25.000 Fans zufriedengemacht.“

Coronavirus-Todesfälle jetzt in jedem Bundesland

Sörgel hatte zuvor in einem Interview mit der Bild-Zeitung eine gezielte Untersuchung von Besuchern des bislang letzten Bundesliga-Spieltags gefordert, mit der die Virus-Ausbreitung in Deutschland genauer untersucht werden könnte. „Die Lage ist sehr, sehr ernst, und uns läuft immer mehr die Zeit davon. Die Klubs haben massenhaft Daten ihrer Anhänger. Sie könnten die Fans per Email anschreiben und zu einem Anti-Körper-Test aufrufen“, sagte Sörgel der Bild.

15.23 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hält es wie Kanzleramtschef Helge Braun für verfrüht, schon jetzt über Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu reden. „Natürlich ist es wichtig für die Menschen, Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, sagte Günther. „Politik muss aber sorgsam darauf achten, nicht Hoffnungen zu wecken, die am Ende nicht erfüllt werden können.“

In den kommenden Wochen würden Zahlen vorliegen, aus denen abgelesen werden könne, ob die bisher ergriffenen Maßnahmen Wirkung erzielt hätten. „Auf dieser Grundlage werden wir zu beurteilen haben, in welcher Weise diese Maßnahmen über den 19. April hinaus fortgeführt werden müssen. Deshalb ist es jetzt verfrüht, über Lockerungen zu reden.“

15.20 Uhr: Inzwischen gibt es in jedem deutschen Bundesland Coronavirus-Todesfälle. Erstmals ist nämlich auch ein Mensch in Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium mit.

15.02 Uhr: Hunderte auf Bali gestrandete Touristen aus Europa sind aus dem Urlaubsparadies ausgeflogen worden. „Ich bin froh, nach Hause zu kommen“, sagte Marco Zeltner, einer von schätzungsweise mehreren tausend deutschen Touristen, die auf der indonesischen Urlaubsinsel festsitzen. Zwei Flüge seien zuvor gestrichen worden, weshalb er seit zwei Wochen warte. „Aber es ist okay, Bali ist schön, also hätte es schlimmer kommen können.“

Deutschland charterte seit Freitag sechs Flüge von Denpasar nach Frankfurt am Main. Die britischen Behörden buchten Sitze auf zwei Linienmaschinen nach London, und auch Frankreich organisierte Flüge für hunderte Staatsbürger nach Paris. Nach Angaben der französischen Botschaft saßen zeitweise rund 2000 französische Touristen in Indonesien fest.

Russland verschärft Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus

14.55 Uhr: Um Autofahrer in der Corona-Krise zu entlasten, bekommen sie für die Erneuerung der TÜV-Plakette nach den Worten von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorübergehend mehr Zeit. Die Frist für die Überziehung sei von zwei auf vier Monate verlängert worden, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung.

14.42 Uhr: Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und größeren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. So etwas gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr.

In Bussen, U-Bahnen und auf den Straßen waren weniger Menschen in der größten Stadt Europas unterwegs als sonst. Dennoch zog es bei frühlingshaftem Wetter viele Menschen an die frische Luft.

In Russland gibt es noch vergleichsweise wenige Corona-Fälle, doch deren Zahl steigt rasant: Am Samstag wurden mehr als 1264 Infizierte offiziell registriert. Gegen die Ausbreitung des Virus desinfizierten Spezialisten am Samstag viele Gehwege und Straßen Im Kampf gegen die hochansteckende Krankheit werden die Russen von Montag an in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Außerdem gibt es keine Flüge und Zugverbindungen mehr ins Ausland.

Rückholaktion für Nicht-Infizierte auf deutschem Kreuzfahrtschiff

14.33 Uhr: Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen: „Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien.“ Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der „MS Artania“ gewesen und hätten weitere Proben genommen. Das Ergebnis sei nicht vor morgen zu erwarten, sagte Krumpen. Alle Gäste seien in ihren Kabinen und würden dann am nächsten Tag mit einem Transfer zum Flughafen gebracht. „Es ist sicher, dass die dann hier 14 Tage in häusliche Quarantäne kommen“, sagte Krumpen.

14.26 Uhr: Patrick Larscheid, Amtsarzt in Berlin-Reinickendorf, hält die aktuellen Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt für unterschätzt. „Der Fallzahlanstieg kann ja nur so groß sein wie die Testkapazität ist“, sagte er. „Das ist der Knackpunkt. Die Tests in Berlin sind weiter auf 2000 am Tag limitiert. Der Bedarf geht aber darüber hinaus.“

Für eine Abschätzung, ob Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen wirkten, ist es nach Larscheids Meinung allein wegen dieser unsicheren Datenlage noch viel zu früh. In Berlin waren mit Stand von Freitagabend offiziell 2152 bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert, darunter acht Todesfälle. 261 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 53 Menschen auf einer Intensivstation. 645 Erkrankte seien wieder genesen.

14.10 Uhr: Eine Ladung mit 400.000 Atemschutzmasken aus China ist in Braunschweig angekommen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und der VW-Personalvorstand Gunnar Kilian nahmen die im Einsatz gegen das Coronavirus dringend benötigte Fracht in Empfang.

Volkswagen hatte diese erste Ladung bestellt und will nach eigenen Angaben insgesamt Medizingüter für 40 Millionen Euro beschaffen und spenden. 240.000 Atemschutzmasken sollen an medizinische Einrichtungen im Bund gehen, 160.000 Masken an Kliniken und Ärzte in Niedersachsen. Die Verteilung werde durch öffentliche Stellen organisiert, teilte VW mit. Außer Masken sind auch Handschuhe, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer, Schutzbrillen und Schutzanzüge bestellt.

Bundeswehr fliegt Erkrankte von Italien nach Deutschland

13.50 Uhr: Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614.884.

Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

13.30 Uhr: Südafrikanische Polizisten haben mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten. Ein AFP-Fotograf beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen.

Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den wegen des Coronavirus vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein. Daraufhin fuhren zehn Streifenwagen der Polizei vor, die Beamten schossen mit Gummimunition in Richtung der Menschen. In der Menge brach Durcheinander aus, flüchtende Menschen rannten einander um, eine Frau mit Baby auf dem Rücken stürzte zu Boden.

In Südafrika gilt seit Freitag eine dreiwöchige Ausgangssperre, deren Einhaltung von Polizei und Militär überwacht wird. Viele Bewohner, vor allem in armen Vierteln, verstoßen jedoch gegen die Auflagen.

Nach offiziellen Zahlen infizierten sich in Südafrika bislang mehr als 1000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, zwei Menschen starben.

13.20 Uhr: Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser bringt die deutsche Luftwaffe Patienten von dort zur Behandlung in die Bundesrepublik. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, startete am Samstagmittag in Bergamo mit sechs schwer erkrankten Italienern an Bord.

Die Maschine sei nun auf dem Weg zurück nach Köln, sagte ein Luftwaffen-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Patienten werden auf mehrere Intensivstationen verteilt.„In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. „Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.“

13.01 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel.“

Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage. Es gelte weiterhin: „Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen. Falls sie tatsächlich infolge der Krise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann ihnen lediglich für einen begrenzten Zeitraum nicht gekündigt werden.“

Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wegen der angeordneten Ladenschließungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und H&M sowie Markenhersteller wie Adidas.

12.36 Uhr: Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat vor einer Zunahme häuslicher und sexueller Gewalt gegen Kinder während der Corona-Krise gewarnt. „Jeder, der sich im Kinderschutz engagiert und für das Kindeswohl kämpft, der ist im Moment in größter Sorge“, sagte Rörig dem RBB-Inforadio. Ohnehin bestehende Gefahren würden durch häusliche Isolation verstärkt.

Durch den Druck, der jetzt wegen der Kontaktsperren und der Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens aufgrund der Corona-Krise wirke, sei das Kindeswohl durch die eigenen Familienmitglieder erheblich gefährdet, sagte Rörig weiter. „Kinder, die sexueller Gewalt sowieso in der Familie ausgesetzt sind durch ihre Väter, Brüder oder auch durch die Mütter, deren Lage verschärft sich jetzt nochmal enorm, weil natürlich Schule und Freizeit als Fluchtmöglichkeit fehlt.“

Spanien: 800 Tote innerhalb eines Tages

12.20 Uhr: Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde.

12.19 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 48.582 angegeben - ein Plus von 6294 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 53.340 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 325 Todesfälle, die JHU 395 Tote.

Nach einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt, sind in Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen. Mehr als 316 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

12.14 Uhr: An Bord des vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs besteht bei mindestens 46 Menschen Verdacht auf das Coronavirus. Es handele sich um 30 Passagiere und 16 Crewmitglieder, sagte der Regierungschef des Bundesstaats von Westaustralien, Mark McGowan und sprach von einer „dringenden Situation“.

Auf dem Schiff sei ein „Krisenpunkt“ erreicht worden, als zahlreiche Passagiere am Freitag über Corona-Symptome geklagt hätten. Sie wurden daraufhin an Bord von Ärzten untersucht. Die Testergebnisse zur Bestätigung des Virus, standen zunächst aus. Das deutsche Kreuzfahrtschiff befindet sich seit Donnerstag in Freemantle südlich von Perth. Die meisten der 832 Passagiere sind Deutsche. An Bord sind mehr als 230 Besatzungsmitglieder.

FDP-Gesundheitspolitiker warnt vor einseitiger Hilfe

12.06 Uhr: Der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann hat vor einseitiger deutscher Hilfeleistung in der Corona-Krise gewarnt. „Solange wir freie Kapazitäten haben, können und müssen wir unsere Nachbarn unterstützen. Das gilt bei den Krankenhauskapazitäten wie auch bei Personal, Schutzausrüstung und Technik“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Mediziner unserer Redaktion. „Das darf aber keine Einbahnstraße sein.“

Kliniken in mehreren Bundesländern haben in den vergangenen Tagen schwer erkrankte Corona-Patienten aus europäischen Nachbarstaaten aufgenommen. Gleichzeitig gab es Berichte, wonach erste Krankenhäuser in Deutschland an Kapazitätsgrenzen gelangt sind. Ullmann rief die Bundesregierung dazu auf, die Kapazitäten dringend aufzustocken. „Sie muss dabei auch auf die Unterstützung der Wirtschaft zählen“, forderte der FDP-Politiker. „Produktionsabläufe müssen angepasst und erweitert werden.“

11.42 Uhr: Ein 67-Jähriger deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) . Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben.

11.37 Uhr: Handwerk, Reisebranche und Familienunternehmen beklagen in der Corona-Krise mangelnde Unterstützung und eine Förderlücke. „In dieser Extremlage brauchen neben den kleinen Betrieben auch solche mit mehr als zehn Mitarbeitern Soforthilfen“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. Weite Teile des Mittelstandes fielen durch das Raster von direkten Zuschüssen.

Ähnlich äußerte sich auch der Deutsche Reiseverband (DRV). „Die Bundesregierung muss dringend Maßnahmen für mittelständische Unternehmen bewilligen“, forderte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Ein Großteil der Unternehmen in der Reisewirtschaft falle unter die Größenordnung zwischen 10 und 250 Mitarbeitern - für diese Gruppe aber wird aus Sicht des Reiseverbands zu wenig gemacht.

Mehr als 50.000 Infizierte in Deutschland

10.54 Uhr: In Deutschland gibt es derzeit mehr als 50.000 bestätigte Coronavirus-Infizierte. 343 Menschen sind an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.

10.53 Uhr: Mit einer persönlichen Nachricht hat Kanzlerin Angela Merkel sich aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei „nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder“, sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem Wochenend-Podcast. Lesen Sie hier, wie Merkel ihre Arbeit von zu Hause betreibt.

10.45 Uhr: Innerhalb der nächsten 100 Tage sollen nach Worten von US-Präsident Donald Trump durch Ankauf oder zusätzliche Produktion amerikanischer Firmen zusätzlich 100.000 Beatmungsgeräte beschafft werden. Das entspreche der dreifachen US-Produktion eines normalen Jahres, sagte Trump im Weißen Haus.

Es sei gut möglich, dass die USA nicht so viele Geräte brauchten, sagte Trump. In diesem Fall könnten die Maschinen etwa an Großbritannien und Italien weitergeben werden, sagte Trump. Es war zunächst nicht klar, ob eine derartige Ausweitung der Produktion tatsächlich so kurzfristig möglich sein wird.

Maßnahmen in Deutschland bleiben bis mindestens nach Ostern

10.24 Uhr: EU-Katastrophenschutzkommissar Janez Lenarcic hat vor einer Lockerung der Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus aus wirtschaftlichen Erwägungen gewarnt. Gesundheit und Menschenleben sollten „unsere wichtigste Priorität sein“, sagte Lenarcic der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe).

„Die wirtschaftlichen Folgen sollten wir nicht dadurch mildern, dass wir bei den Schutzmaßnahmen laxer werden, sondern durch wirtschaftliche Gegenmaßnahmen – und wirtschaftliche und finanzielle Solidarität zwischen den Staaten“, forderte der EU-Kommissar aus Slowenien.

Lenarcic beklagte, dass in den ersten Wochen der Pandemie „ein greifbarer Mangel an Solidarität zwischen den Staaten“ geherrscht habe. Das habe sich etwa an Exportbeschränkungen für Medizinprodukte gezeigt. Jetzt gebe es aber mehr Hilfe untereinander, sagte der Kommissar.

9.45 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel“. „Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.“

Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. „Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt“, sagte Braun. Hintergrund: Welche Corona-Regeln jetzt für Deutschland gelten.

Als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen sieht Braun die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. „Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. „Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht.“

Er habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte. „Und deshalb bin ich überzeugt, dass wir in einigen Tagen ihren Erfolg sehen werden“, betonte Braun.

Corona-Sperren wohl mindestens bis 20. April
Corona-Sperren wohl mindestens bis 20. April

Coronavirus: Datenschützer warnt vor Grundrechtseinschnitten

9.18 Uhr: Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung warnt davor, wegen der Corona-Krise weitere Grundrechte leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

9.09 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat zugesagt, die Situation von Lkw-Fahrern in der Corona-Krise zu verbessern. ‚Ich akzeptiere nicht, dass die Brummi-Fahrer schlecht behandelt werden. Sie müssen immer die Möglichkeit haben, sich die Hände zu waschen’, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. Daher habe er gemeinsam mit der Logistikwirtschaft eine Initiative gestartet. ‚Wir wollen Wasch- und WC-Container da aufstellen, wo sie besonders benötigt werden, aber zurzeit keine Waschgelegenheiten vorhanden sind.‘

Scheuer appellierte an die Lkw-Fahrer, die bereits mit Streik drohen: ‚Haltet durch! Wir kümmern uns um Euch und sagen Danke für Euren tollen Einsatz!‘ An der Initiative beteiligt seien der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und die Logistics Alliance Germany (LAG), ein Partnerschaftsprojekt des Verkehrsministeriums und der Logistikwirtschaft. Mehrere Speditionen hätten schon Spenden zugesagt.

Lkw-Fahrer seien ‚echte Helden des Alltags‘, sagte Scheuer. ‚Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen, sorgen für eine stabile Versorgung. Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren.‘

Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

8.08 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Für die Impfstoffforschung gelte: „Wir wollen so schnell wie möglich laufen - aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.“

Karliczek sagte weiter: „Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern.“

Coronavirus: Agentur für Arbeit sieht sich für Kurzarbeiter-Ansturm gut gerüstet

8.00 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält sich in der Corona-Krise für finanziell ausreichend gewappnet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen. Es sei absehbar, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

Damals waren in der Spitze in Deutschland 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. Die Bundesregierung legte vor einigen Tagen die Schätzung von 2,15 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise vor. Ob diese Schätzung richtig sei, könne derzeit niemand sagen, betonte Scheele. „Wir gehen davon aus, dass es deutlich mehr werden als zur Finanzkrise.“ Allein in der vergangenen Woche waren bei der Bundesagentur mehr als 76 000 Anzeigen von Betrieben für Kurzarbeit eingegangen.

7.00 Uhr: Die Isolation der Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, das Ausreiseverbot gilt aber noch bis zum 8. April. Der U-Bahn- und Fernverkehr wurde wiederaufgenommen, Einkaufszentren dürfen kommende Woche ihre Pforten öffnen.

Zahlreiche Fernzüge, die am Samstag erstmals wieder in Wuhan ankamen, waren bereits im Vorfeld ausgebucht. Im Ankunftsbereich am zentralen Bahnhof der Stadt bildeten sich lange Schlangen, wie AFP-Reporter beobachteten. Viele Menschen kehrten mit großen Koffern in ihre Heimatstadt zurück.

Eine 36-Jährige, die bereits am Freitag mit ihrer Tochter nach Wuhan zurückgekehrt war, sprach von einem emotionalen Moment der Ankunft. Zehn Wochen sei sie von ihrem Mann getrennt gewesen, sagte die Frau der AFP.

Wuhan erwacht aus dem Corona-Koma
Wuhan erwacht aus dem Corona-Koma

2.44 Uhr: Die Richtlinien von US-Präsident Donald Trump zur Bekämpfung des Coronavirus sehen vor, dass Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Am Freitag (Ortszeit) hielt sich Trump nicht an seine eigenen Vorgaben.

Insgesamt 15 Kabinettsmitglieder, Berater, Kongressmitglieder und Senatoren umringten den Präsidenten dicht gedrängt im Oval Office, als Trump im Weißen Haus ein Gesetz unterzeichnet, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die kriselnde US-Wirtschaft gepumpt werden sollen.

Den von der US-Gesundheitsbehörde CDC vorgeschlagenen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen hielt bei der Zeremonie keiner der Anwesenden ein. Der CNN-Journalist Jim Acosta - der als Trump-Kritiker bekannt ist - spottete anschließend auf Twitter: „Soziale Distanzierung? Nicht bei der Unterzeichnung des Konjunkturgesetzes im Oval Office.“

Freitag, 27. März 2020: Coronavirus – Merkel hält Lockerung der Maßnahmen für zu früh

22.31 Uhr: Trotz Corona-Krise und Kontaktverbot haben sich in Bremen am Freitag 50 Menschen zu einer Kundgebung vor einer Flüchtlingsunterkunft verabredet. Die Einsatzkräfte ermitteln nun wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Trotz mehrfacher Aufforderung seien die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht eingehalten worden. Die Menschen protestierten demnach für die Schließung der Unterkunft.

Kurz vorher hat sich in Bremen bereits eine ähnlich große Gruppe vor einer Unterkunft versammelt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bundesweit sind am Sonntag Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten worden. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben.

Vier Passagiere auf Kreuzfahrtschiff vor Panama gestorben

21.56 Uhr: Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es weiter. 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff „Zaandam“ vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollten bis auf weiteres in ihren Zimmern bleiben, hieß es. Sie und die Crew hätten alle Schutzmasken erhalten.

Die „Zaandam“ hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord. Sie war am 7. März von Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, die eigentlich am 21. März im chilenischen San Antonio enden sollte. Wegen der Corona-Pandemie hatte Chile allerdings inzwischen alle seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.

21.20 Uhr: Das Gesetzespaket mit den Milliardenhilfen für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise ist am Freitagabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Am Vormittag hatte der Bundesrat das Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger einstimmig beschlossen.

Am Nachmittag war es von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet worden. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

Coronavirus: Simbabwe verhängt Ausgangssperre

21.00 Uhr: Seit 18 Uhr läuft eines der größten Wohnzimmerkonzerte Deutschlands, das von der Wohltätigkeitsorganisation „Water is Right” (WIR) organisiert wurde. Die Funke Mediengruppe, zu der auch unsere Redaktion gehört, ist Partner der Aktion mit dem Motto „WIR sagen DANKE!”.

Unter anderem werden Laith Al-Deen, Mousse T. und Pur zu sehen und zu hören sein. Den Live-Stream können Sie oben im Aufmacherbereich verfolgen – weitere Infos gibt es hier.

20.56 Uhr: Der britische Premier Boris Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das verkündete er am Freitag in einem Video auf Twitter. Zuvor hatte Johnson das Virus lange verharmlost, Krankenhäuser in London warnen vor einem „Tsunami“ an Patienten mit schweren Verläufen. Lesen Sie hier, welche politischen Forderungen an Johnson gestellt werden.

20.48 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Banken im Euroraum empfohlen, während der Pandemie keine Dividenden an Aktionäre zu zahlen. Dies gelte bis mindestens zum 1. Oktober und betreffe Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020. Die Kreditinstitute sollen in dieser Periode auch keine eigenen Aktionen zurückkaufen.

20.20 Uhr: Die Regierung in Simbabwe hat eine Ausgangssperre für das Land verhängt. Sie gelte ab Montag für 21 Tage, so Präsident Emmerson Mnangagwa. In dem Land mit rund 14 Millionen Einwohnern wurden bisher fünf Infizierungen mit dem Coronavirus gemeldet, eine Person ist gestorben.

Auch in Namibia soll noch am Freitag eine Ausgangssperre in einigen Landesteilen beginnen, die „später“ auf das ganze Land ausgeweitet werden soll, erklärte Staatschef Hage Geingob. Im Nachbarland Südafrika hatte bereits am Donnerstag eine landesweite Ausgangssperre begonnen.

Coronavirus – Merkel und Trump: Telefongespräch über Corona-Pandemie

19.49 Uhr: Nach Frankreich verlängert auch Belgien seine wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre – bis mindestens nach den Osterferien. „Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert“, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès am Freitag in Brüssel.

Die Vorgaben blieben dieselben, allerdings habe nun die Polizei das Recht, bei Verstößen auf der Stelle Bußgelder zu verhängen, so Wilmès.

19.42 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend. Einer der Schwerpunkte des Gesprächs sei der Austausch über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen gewesen.

Merkel und Trump sollen vereinbart haben, deswegen in engem Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen.

19.09 Uhr: Die Bundeswehr soll nicht dazu eingesetzt werden, um Ausgehverbote während der Corona-Pandemie in Deutschland durchzusetzen. Das erklärte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der Samstagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Sie sehe dies nicht als Auftrag der Bundeswehr, die Rechtslage lasse dies außerdem nicht zu.

18.33 Uhr: Viele Fachkliniken für Psychiatrie in Deutschland müssen in der Corona-Krise Patienten nach Hause schicken, um Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen. Lesen Sie hier, was das für die Patienten bedeutet - und was führende Psychiater nun von der Regierung erwarten.

Coronavirus – WHO-Chef: Fehlende Schutzkleidung wird immer mehr zum Problem

18.27 Uhr: Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnte am Freitag vor dem Einsatz von Medikamenten gegen das Coronavirus, deren Wirksamkeit bisher nicht nachgewiesen ist. „Die Geschichte der Medizin ist voller Beispiele von Mitteln, die auf dem Papier und im Reagenzglas funktionierten, aber nicht im Menschen, oder die sogar schädlich waren“, erklärte Ghebreyesus in Genf.

Unkontrollierte Versuche könnten zudem Engpässe bei Medikamenten schaffen, die andere Patienten dringend benötigten. Zuvor hatte unter anderem US-Präsident Donald Trump getwittert, die Einnahme eines Malariamittels könne vielleicht bahnbrechende Ergebnisse bringen.

Der WHO-Chef betonte außerdem, dass der Mangel an Schutzkleidung für das medizinische Personal immer mehr zu einem Problem werde: „Der chronische globale Mangel an Schutzkleidung ist inzwischen eine der größten Herausforderungen in unserer kollektiven Anstrengung, Leben zu retten.“ Diese Notlage könne nur in „internationaler Kooperation und Solidarität gelöst werden“.

Die WHO sendete bereits knapp zwei Millionen Schutzbekleidungen in 74 Länder, 60 weitere sollen noch folgen.

18.18 Uhr: In Belgien wurde eine Katze positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte ein Behördensprecher am Freitag in Brüssel mit. Wissenschaftler der Universität Lüttich hätten das Haustier eines Corona-Infizierten untersucht. Eine Übertragung von Menschen auf Tiere sei allerdings extrem selten, so der Behördensprecher.

18.14 Uhr: Tui soll wegen der Corona-Pandemie Hilfskredite über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Der Reisekonzern habe einen entsprechenden Antrag gestellte und nun eine Zusage der Bundesregierung erhalten. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW, es müssten aber noch weitere Banken zustimmen.

18.09 Uhr: Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bereits 12 Senioren nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, wird nicht evakuiert. Das erklärten der Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag. Ihnen zufolge sei die Isolation der infizierten Personen innerhalb der Einrichtung die sinnvollste Lösung.

In den beiden Einrichtungen des Seniorenheimes wohnen derzeit 161 Menschen.

18.00 Uhr: Die Wohltätigkeitsorganisation „Water is Right” (WIR) hat eines der größten Wohnzimmerkonzerte Deutschlands organisiert. Die Funke Mediengruppe, zu der auch unsere Redaktion gehört, ist Partner der Aktion mit dem Motto „WIR sagen DANKE!”.

Unter anderem werden Glasperlenspiel und Pur zu sehen und zu hören sein. Den Live-Stream können Sie oben im Aufmacherbereich verfolgen.

17.53 Uhr: Italien hat fast 1000 Tote innerhalb von 24 Stunden gemeldet – so viele wie an keinem Tag zuvor. Wie der Zivilschutz mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um 969 Fälle auf 9134. Darin seien auch 50 Fälle vom Vortag enthalten, die noch nicht berechnet worden waren.

17.46 Uhr: Die Weltwirtschaft befindet sich nach einer Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits in einer von der Corona-Pandemie ausgelösten Rezension. Das sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Freitag. Die Wirtschaft in den USA und anderen reichen Ländern schrumpfe bereits, im kommenden Jahr werde sie Georgiewa zufolge aber wieder wachsen.

Der IWF hatte bereits am Montag gewarnt, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr eine Rezession erleben werde, die mindestens so schlimm sein werde wie jene infolge der globalen Finanzkrise 2008/09.

Coronavirus – Zahl der Toten in New York steigt auf 519

17.41 Uhr: Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist in New York erneut stark angestiegen: Von Donnerstag auf Freitag starben in dem besonders stark betroffenen US-Staat 134 Personen, insgesamt gibt es dort nun 519 Todesopfer. Das verkündete der Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag.

Den Höhepunkt der Infektionswelle prognostiziert die New Yorker Regierung für in drei Wochen. Cuomo sagte erneut, der Staat sei trotz aller Maßnahmen nicht ausreichend vorbereitet. So fehlten zum Beispiel noch 30.000 Beatmungsgeräte.

17:30 Uhr: Die Schwesterunternehmen Aldi Süd und Aldi Nord wollen ihren Mitarbeitern für deren Einsatz in der Corona-Krise Boni in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro zahlen. Die Prämien sollen aus steuerlichen Gründen in Form von Warengutscheinen ausgeschüttet werden – je nach Tätigkeit zwischen 100 und 250 Euro pro Person. Zuvor hatten Rewe, Lidl, Kaufland und Real ebenfalls Bonuszahlungen angekündigt.

Faktencheck: Das sind die Zahlen der Corona-Hamsterkäufe
Faktencheck- Das sind die Zahlen der Corona-Hamsterkäufe

17.24 Uhr: Argentinien hat seine Grenzen komplett geschlossen. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in das Land einreisen, teilte die Regierung in Buenos Aires am Freitag mit. 10.000 Argentinier sollen derzeit noch im Ausland gestrandet sein. Vor zwei Wochen waren die Grenzen bereits für Ausländer geschlossen worden.

Bislang infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, 14 starben.

17.14 Uhr: Die Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 15. April verlängert. Das kündigte der Premierminister Edouard Philippe in Paris an: „Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle.“ Sollte diese anhalten, könne die Sperre Philippe zufolge auch noch weiter verlängert werden. Ursprünglich war sie bis zum 31. März befristet.

Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU.

16.54 Uhr: Die Rückholaktion der Bundesregierung für im Ausland festsitzende Deutsche wird noch mindestens zwei Wochen lang dauern, erklärte Frank Hartmann, Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amts. So lange werde man noch „sehr intensiv“ mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein. Außerdem gebe es schwer zu lösende Einzelfälle.

Das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts befasst sich derzeit mit 50 Ländern, in denen Deutsche gestrandet sind. 200.000 telefonische Anfragen sind seit Beginn der Rückholaktion Anfang vergangener Woche gestellt worden.

Coronavirus – Impfstoff laut Virologin frühestens in zweiter Jahreshälfte

16.44 Uhr: Einem Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ zufolge hat Galeria Kaufhof Staatshilfen beantragt. Damit wolle das Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abfedern. Wegen der angeordneten Schließung der Warenhäuser sei ein Großteil der Beschäftigten in Kurzarbeit null, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Insider. Ein Unternehmenssprecher habe dies nicht kommentieren wollen.

16.18 Uhr: Die Hamburger Virologin Marylyn Addo rechnet frühestens in der zweiten Jahreshälfte mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus. „Es sind sehr viele verschiedene Impfstoffansätze in der Entwicklung“, sagte die Leiterin der Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf am Freitag in Hamburg. Die schnellsten Impfstoffentwicklungen seien bereits an Menschen getestet worden. Es müsse zunächst dafür gesorgt werden, dass diese sicher seien, so Addo.

15.50 Uhr: Die Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken hat seit der Corona-Krise stark zugenommen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Auswertung des Marktforschungsunternehmens Kantar hervor, die auf Befragungen aus 30 Staaten basiert. Mit 40 Prozent Benutzungsplus verzeichnet WhatsApp der Analyse zufolge den stärksten Anstieg.

15.28 Uhr: Pro Asyl fordert einen generellen Abschiebestopp wegen der Ausbreitung des Coronavirus’. Der Organisation zufolge sollen Menschen davor geschützt werden, in Länder mit schlechten Gesundheitssystemen abgeschoben zu werden. Konkret bezog sich Pro Asyl in einer Mitteilung am Freitag auf eine bevorstehende Abschiebung von zwei Frauen in den Iran.

Das Bundesinnenministerium hatte Anfang der Woche erklärt, es werde wegen der Corona-Pandemie keinen generellen Abschiebestopp geben. Ausgesetzt sind derzeit allerdings die Dublin-Rücküberstellungen in die für den Asylantrag zuständigen EU-Länder.

15.24 Uhr: Die Hinzuverdienstgrenze für Rentner ist angesichts der Corona-Krise deutlich angehoben worden. Für das Jahr 2020 steigt sie von 6300 Euro auf 44.590 Euro. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen nicht zu einer Kürzung der vorgezogenen Altersrente. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland am Freitag mit. Ab dem Jahr 2021 soll wieder die alte Grenze gelten.

15.19 Uhr: Jedes fünfte Unternehmen sieht sich akut von der Insolvenz bedroht. Das ergab eine Befragung von 15.000 Betrieben durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). In der am Freitag veröffentlichten Umfrage gab jeder vierte der befragten Betriebe an, derzeit mit Umsatzrückgängen von mindestens 50 Prozent für das Gesamtjahr zu rechnen.

Coronavirus – EU-Kommission will 75 Millionen Euro aus ihrem Haushalt umsteuern

15.13 Uhr: Die EU-Kommission will wegen der Corona-Pandemie 75 Millionen Euro in ihrem Haushalt umschichten. Das Geld würde dazu verwendet werden, EU-Bürger aus dem EU-Ausland zurückzuholen und einen Vorrat an medizinischer Ausrüstung anzulegen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten im Rat müssen dem Vorschlag allerdings noch zustimmen.

Die zur Umsteuerung vorgesehen Mittel waren für 2020 teilweise ohnehin vorgesehen. Es sollen aber auch zusätzliche Ausgaben hinzukommen – etwa 350 Millionen Euro für Griechenland, um Migranten zu helfen, und 100 Millionen für die Erdbebenhilfe in Albanien.

Sorge vor Corona-Katastrophe in Flüchtlingslagern in Syrien
Sorge vor Corona-Katastrophe in Flüchtlingslagern in Syrien

15 Uhr: Zum ersten Mal in der Corona-Pandemie kommt in Spanien Hoffnung auf: Am Freitag stieg die Zahl der Infektionen um 8000 auf rund 64.000 Fälle, es soll sich mit 14 Prozent aber um den niedrigsten Anstieg der vergangenen Tage handeln. Das sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón, am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Er sprach von „vielversprechenden Daten, die uns etwas Hoffnung machen“.

Die Zahl der Todesopfer stieg auf 4900. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas.

14.44 Uhr: Neue Regelungen für Psychotherapien: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen einigten sich darauf, dass Videosprechstunden anders als vorher unbegrenzt möglich sind. Normalerweise dürfen Ärzte und Psychotherapeuten pro Quartal maximal jeden fünften Patienten per Video behandeln.

Wer bereits in psychotherapeutischer Behandlung ist, kann diese fortführen – auch vor Ort, denn sie fällt in der Corona-Krise unter notwendige medizinische Versorgung. Auch Personen ohne Therapieplatz können weiterhin eine solche beginnen: Seit dem 23. März gilt eine bis Ende Juni begrenzte Regelung, wonach Sprechstunden und probatorische Sitzungen während der Pandemie in Einzelfällen per Video erfolgen dürfen.

14.24 Uhr: Die Bundeswehr hat ihren Einsatzplan für die Corona-Krise fertiggestellt. 15.000 Soldaten sollen zur Unterstützung von Ländern und Kommunen eingesetzt werden, dazu soll es vier regionale Führungsstäbe geben. Das sagte Generalleutnant Martin Schelleis am Freitag. Er koordiniert und führt den Unterstützungseinsatz.

Coronavirus – Ärzteteam aus Thüringen soll in Norditalien helfen

14.20 Uhr: Serbien geht hart gegen Quarantäne-Sünder vor: Ein Gericht in der ostserbischen Stadt Dimitrovgrad verurteilte am Freitag einen Mann zu einer Haftstrafe von drei Jahren, weil er gegen seine Quarantäne-Auflagen in der Corona-Pandemie verstoßen hatte. Das berichtete das staatliche serbische Fernsehen unter Berufung auf das Justizministerium.

Es ist das erste Urteil dieser Art, nachdem Serbien am 16. März den Ausnahmezustand verhängt und das Strafrecht verschärft hatte. Der Prozess fand über eine Video-Schaltung statt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

14.08 Uhr: Auch wenn der Terminplan für das Jahr ihres Tour-Comebacks wahrscheinlich gerade mächtig ins Wanken geraten ist, lassen sich Die Ärzte nicht davon abbringen, ihren Fans wieder mehr neue Musik zu liefern als in den vergangenen Jahren - und sei es mit einem Corona-Song. Die Berliner, die sich gerne ganz bescheiden „die beste Band der Welt“ nennen, sind in einem Video mit einem neuen Lied zur Pandemie zu hören, das Bela B., Rodrigo Gonzalez und Farin Urlaub offenbar in heimischer Umgebung zeigt. Hier können Sie den ganzen Song im Video hören - wie auch andere kuriose musikalische Beiträge, die durch die Corona-Krise inspiriert waren.

Im vergangenen Jahr hatten Die Ärzte angekündigt, ab November 202 0 nach sechs Jahren Pause wieder auf Tournee zu gehen. Karten für die knapp zwei Dutzend „In the Ä Tonight“-Gigs waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

13.50 Uhr: Ein Team aus Thüringer Ärzten und Pflegekräften soll im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Norditalien helfen. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, dass ein Team der Universitätsklinik Jena in die Lombardei entsandt werde. Auch vier Beatmungsgeräte aus Thüringen sollen in Italien eingesetzt werden.

13.46 Uhr: Im Iran steigt die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus auf insgesamt 2378. Das teilte ein Sprecher des dortigen Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Binnen 24 Stunden seien 144 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Nach Behördenangaben sind mindestens 32.332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, über 11.000 wurden als geheilt erklärt. Der Iran gilt als besonders stark von der Pandemie betroffen.

Coronavirus – 16-Jährige in Frankreich gestorben: Bisher jüngstes Todesopfer

13.42 Uhr: Nach Adidas und Deichmann hat nun auch H&M angekündigt, die Mietzahlungen für die 460 geschlossenen Geschäfte in Deutschland vorläufig auszusetzen. Das habe die Modekette dem Vermieter bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag.

13.08 Uhr: Angesichts der Corona-Epidemie wird es in diesem Frühling erstmals seit Jahrzehnten keine Ostermärsche der Friedensbewegung geben. Die Organisatoren teilten am Freitag mit, die Auflagen machten eine Durchführung „unmöglich“. Man wolle aber nicht, dass die Menschen keine Möglichkeit hätten, „ihre pazifistischen und antimilitaristischen Anschauungen in die Öffentlichkeit zu tragen“.

Viele Basisinitiativen riefen dazu auf, über Ostern zum Beispiel Friedenszeichen, Banner, Fahnen und Symbole aus den Fenstern zu hängen oder an Kleidung oder Fahrrädern und Autos zu befestigen.

13.06 Uhr: In Frankreich ist in der Nacht zu Mittwoch erstmals eine 16-Jährige an den Folgen von Covid-19 gestorben. Wie das Gesundheitsministerium in Paris am Donnerstagabend bekannt gab, ist Julie damit das bisher jüngste Opfer der Coronavirus-Pandemie in dem Land.

Nach Angaben ihrer Familie sei das Mädchen aus dem Süden von Paris vor der Infizierung gesund gewesen. „Wir werden niemals eine Antwort bekommen“, sagt ihre Mutter der Nachrichtenagentur AFP.

13.04 Uhr: Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Tierärzte offiziell als systemrelevant eingestuft. Die für den Nutztierbereich und die Versorgung von Heimtieren tätigen Tierärzte, tiermedizinischen Fachangestellten und Tierpfleger sollen auch während der Corona-Krise weiter arbeiten, erklärte der Bundesverband der Praktizierenden Tierärzte am Freitag. Das Ministerium kam mit der Entscheidung einer Forderung des Verbands nach.

Coronavirus – Britischer Premier Boris Johnson positiv getestet

12.49 Uhr: EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat den EU-Mitgliedstaaten Verantwortungslosigkeit im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorgeworfen. „Ich hätte von den Staats- und Regierungschefs eine stärkere Übernahme von Verantwortung erwartet“, erklärte Sassoli. Einige Regierungen hätten bei der Debatte um Finanzhilfen für finanziell schwächere Länder „Kurzsichtigkeit“ und „Egoismus“ an den Tag gelegt.

12.22 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Regierungschef habe am Donnerstag „leichte Symptome“ entwickelt und sich daraufhin testen lassen, sagte ein Sprecher in London. „Das Ergebnis ist positiv.“

12.05 Uhr: Haushalte in Corona-Quarantäne sollten nur gut verpackten Abfall in die Mülltonnen geben. Darauf hat das Bundesumweltministerium in Berlin hingewiesen. Für alle Privathaushalte, in denen ein Infizierter oder ein Verdachtsfall lebe, gilt demnach, dass sie ihren kompletter Abfall in stabile und möglichst reißfeste Säcke verpacken und anschließend zubinden oder zuknoten sollen.

Diese Haushalte sind demnach vorübergehend auch von der Pflicht zur Abfalltrennung befreit. Sie sollen Altpapier, Biomüll und die sonst für den sogenannten gelben Sack vorgesehenen Verpackungen ausnahmsweise ebenfalls in ihrem ganz normalen Hausmüll entsorgen.

11.59 Uhr: Menschen, die in Corona-Zeiten in systemrelevanten Berufen arbeiten, verdienen oft wenig Gehalt. Aus der vierteljährigen Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts geht hervor, wie viel Altenpfleger, Fahrer und Beschäftigte im Einzelhandel verdienen – das ist teils deutlich weniger als Fachkräfte in der Gesamtwirtschaft. Hier mehr dazu: Vergleichsweise wenig Gehalt in systemrelevanten Berufen

11.56 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat wegen der Coronavirus-Pandemie zweiwöchige Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Die landesweiten Bewegungseinschränkungen treten am Samstag in Kraft und gelten bis zum 11. April, wie Orban im ungarischen Rundfunk sagte. Verstöße sollen mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 500.000 Forint (1400 Euro) geahndet werden.

11.52 Uhr: Die Volkswagen-Tochter Skoda verlängert die vorübergehende Schließung ihrer Werke in Tschechien bis zum 14. April. Das geht aus einem Schreiben des Autobauers an die Mitarbeiter hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Man reagiere damit einerseits auf die behördlichen Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie, hieß es. Andererseits sei die Nachfrage aufgrund der angeordneten Schließung der Autohäuser in Tschechien und anderen EU-Mitgliedstaaten „sehr niedrig“. Die Beschäftigten erhielten in der Zeit vom 30. März bis zum 14. April 75 Prozent ihres Durchschnittsverdiensts.

11.23 Uhr: Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Hierfür will die Regierung Milliarden ausgeben.

Experten warnen vor Anstieg von psychischen Krankheiten in Corona-Krise

11.01 Uhr: Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

10.57 Uhr: Eine Großteil der philippinischen Regierung geht wegen der Coronavirus-Infektion eines ranghohen Militärs zwei Wochen in Quarantäne. Hintergrund ist, dass der Stabschef der Streitkräfte, Felimon Santos, positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurde, wie Regierungsmitglieder mitteilten.

10.48 Uhr: Experten haben vor einem Anstieg bei psychischen Krankheiten und Suiziden in der Corona-Krise gewarnt. „Die Versorgungsqualität geht gerade in den Keller“, sagte der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, der „Rheinischen Post“ vom Freitag. Demnach bezog er sich auf das eingeschränkte Angebot in psychiatrischen Kliniken sowie auf Praxen, die planbare Behandlungen verschieben und Termine reduzieren.

„Das könnte Leben kosten“, warnte Hegerl weiter. Depressionen seien jährlich die Ursache für die meisten Suizide. „Durch die krankheitsbedingte Interesse- und Antriebslosigkeit fällt es sehr schwer, den Tag zu strukturieren.“ Eine mögliche Folge sei, dass die Betroffenen auch tagsüber grübelnd im Bett lägen. Lesen Sie hier, wie Sie trotz Corona-Isolation psychisch stabil bleiben.

Coronavirus: Mehr als 45.000 Infektionen in Deutschland

10.20 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5780 Coronavirus-Infektionen mehr als am Vortag. Insgesamt gibt es laut dem RKI 42.288 bestätigte Fälle in Deutschland. 253 Menschen sind demnach nach einer Infektion gestorben.

Unseren Recherchen zufolge gibt es aktuell 45.023 gemeldete Infektions- und 274 Todesfälle infolge einer Coronavirus-Infizierung in Deutschland. Wir beziehen die Fallzahlen der deutschen Bundesländer direkt von den offiziellen Pressemitteilungen und Meldungen der Landesgesundheitsämter, die sie entweder auf Ihren Webseiten veröffentlichen oder per Mail an ihre Presseverteiler schicken.

Das RKI zählt mittlerweile lediglich die elektronisch übermittelten Fälle, was zu starken Abweichungen zwischen den von den Ländern und dem RKI veröffentlichten Fallzahlen führt. Die weltweiten Daten beziehen wir von der Johns Hopkins Universität, die (mit etwas Zeitverzug) unsere Daten für Deutschland übernimmt.

9.56 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht die besondere Isolation von Risikogruppen und flächendeckende Tests auf das Coronavirus als Aspekte einer möglichen Strategie raus aus dem derzeitigen Ausnahmezustand.

Vieles deute darauf hin, dass auch das „Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen“ dabei helfen könne, „gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben“, sagte sie der „Welt“.

9.53 Uhr: Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen werden verschoben. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in Düsseldorf mit.

Experten: Norditalien in Coronavirus-Pandemie noch nicht über den Berg

9.46 Uhr: Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes „gutes Signal“, dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe.

9.35 Uhr: An Bord des Kreuzfahrtschiffes MS „Artania“ sind mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Australien will das Kreuzfahrtschiff deshalb nicht anlanden lassen. Mehr dazu hier: Coronavirus: Die Irrfahrt des Kreuzfahrtschiffes „Artania“

9.27 Uhr: Führt das Kontaktverbot wegen des Coronavirus auch zu weniger Autoverkehr und damit auch zu weniger Unfällen auf den Straßen? Erste Beobachtungen der Versicherer und der Polizei bestätigen das: „Wir haben ganz offensichtlich deutlich weniger Autoverkehr“, sagt etwa der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin überzeugt davon, dass wir in diesem Frühjahr einen deutlichen Rückgang der Unfälle insgesamt, aber auch der Unfälle mit Personenschaden, sehen werden.“

Der Versicherer HUK-Coburg registriert bereits jetzt weniger Unfallmeldungen, wie eine Sprecherin sagt. Dass vielerorts weniger Verkehr auf Deutschlands Straßen herrscht, zeigen zudem Daten des Navi-Anbieters TomTom. Demnach schrumpfte das Verkehrsaufkommen im Verlauf der vergangenen Woche in Köln, München, Hamburg und Frankfurt drastisch im Vergleich zum Vorjahr.

9.22 Uhr: Südafrika hat die ersten beiden Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf über 1000, erklärte Gesundheitsminister Zweli Mkhize. Die beiden Todesfälle wurden den Angaben zufolge aus der Provinz Westkap gemeldet. Seit Mitternacht (Ortszeit) gilt für die 57 Millionen Südafrikaner eine dreiwöchige landesweite Ausgangssperre. Allerdings missachteten am Freitagmorgen viele Menschen die Anordnung und gingen wie gewohnt ihren Geschäften nach.

USA: Weltweit die meisten bekannten Coronavirus-Infektionen

9.20 Uhr: Die USA haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. In den Vereinigten Staaten gab es bis Freitagfrüh mehr als 85.900 bekannte Infektionen, in China mehr als 81.700 und in Italien mehr als 80.500, wie aus einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität in den USA hervorgeht.

US-Präsident Donald Trump telefonierte nach eigenen Angaben mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und hob die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervor. „China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!“, schrieb Trump auf Twitter.

8.53 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen in Russland ab Samstag alle Cafés und Restaurants für gut eine Woche schließen. Die russischen Regionen seien angewiesen worden, den Gastronomiebetrieb bis zum 5. April einzustellen, ausgenommen seien Lieferdienste, hieß es in einem Dekret von Ministerpräsident Michail Mischustin. Die Regionalbehörden wurden zudem angewiesen, den Bürgern zu empfehlen, Reisen einzuschränken.

8.47 Uhr: Die staatliche Förderbank KfW stellt sich auf einen Ansturm auf die Corona-Kredite ein. Er rechne mit bis zu 100.000 Anträgen, sagte Vorstandschef Günther Bräunig dem „Handelsblatt“. Welches Kreditvolumen die Unternehmen dabei insgesamt abrufen, wagt er nicht zu prognostizieren: „Es gibt einfach keinen Präzedenzfall.“ Die Corona-Krise könnte laut Bräunig für die deutsche Wirtschaft schlimmere Folgen haben als die Finanzkrise 2008. „Die Corona-Pandemie stellt alles in den Schatten, was wir bislang erlebt haben“, sagte der KfW-Chef dem Blatt.

8.05 Uhr: Fast 400 Menschen sind in New York an Covid-19 gestorben. Die Leichenhallen sind bald überfüllt. Die Stadt ist wegen des Coronavirus Ausnahmezustand. Lesen Sie hier: Coronavirus in New York: „Die Lage ist apokalyptisch“

8.01 Uhr: Das Leben steht wegen des Coronavirus still, es gibt Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren. Noch ist unklar, wie lange das so weitergehen soll. Bis Ostern sind es noch zwei Wochen. Spätestens in den Tagen danach müssen Bund und Länder entscheiden, wie es weitergehen soll mit der Bekämpfung des Coronavirus: Wann werden die Corona-Regeln gelockert?

Coronavirus: Bund und Länder sollen Ausweitung der Tests fordern

7.55 Uhr: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise vorerst keine Situation wie in Italien droht. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden“, sagte Gerald Gaß dem ZDF-„Morgenmagazin“.

7.54 Uhr: VW-Konzernchef Herbert Diess hat vor möglicherweise noch länger anhaltenden Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Autobauer gewarnt. „Wir gehen aus einer starken Position in diese Krise“, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. „Aber unsere Verkäufe weltweit stehen. Wir machen keinen Absatz, wir machen keinen Umsatz außerhalb Chinas.“ Derzeit werde der Hersteller in sämtlichen anderen Märkten „praktisch keine“ Autos mehr los, weil die Nachfrage am Boden liege. Mehr dazu hier: Heil bei Lanz: Wir hoffen auf eine Verbesserung nach Ostern

7.47 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus setzen Bund und Länder laut Medienberichten inzwischen auf eine massive Ausweitung der Tests als vorrangige Maßnahme. Die „Bild“-Zeitung zitiert in ihrer Freitagsausgabe einen entsprechenden Beschluss aus einem internen Protokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder.

Darin heiße es: „Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen.“ Auch in einem vertraulichen Strategiepapier des Bundesinnenministeriums wird nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“ („SZ“), NDR und WDR hervorgehoben, dass die größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland „überfällig“ sei.

Vorbild sei dabei Südkorea, berichtet die „SZ“. Den dortigen Behörden war es mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten gelungen, die Ausbreitung des neuartigen Erregers stark zu verlangsamen, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen. Die bei weitem wichtigste Maßnahme gegen das Virus sei den Experten zufolge „das Testen und Isolieren der infizierten Personen“, berichtete die „SZ“. Getestet werden sollten „sowohl Personen mit Eigenverdacht als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen“.

6.53 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Neuseeland stark gestiegen. Das Land meldete am Freitag 85 neue Fälle, der bisher stärkste Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. Insgesamt gibt es in Neuseeland jetzt 368 Erkrankungen, wie der Generaldirektor für das Gesundheitswesen, Ashley Bloomfield, bei einer Pressekonferenz mitteilte. 37 Patienten seien von Covid-19 genesen, ein Patient sei auf der Intensivstation.

Zahl der „importieren Fälle“ von Coronavirus-Infektionen in China erneut gestiegen

6.30 Uhr: Die kanadische Regierung hat sich entschieden gegen die Stationierung von US-Truppen an der gemeinsamen Grenze zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus ausgesprochen. „Dies ist ein völlig unnötiger Schritt, den wir als schädlich für unserer Beziehungen ansehen würden“, sagte die stellvertretende Premierministerin Chrystia Freeland am Donnerstagabend (Ortszeit) in Ottawa.

5.25 Uhr: In China ist die Zahl „importierter Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits knapp 600 solcher Fälle.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Bereits ausgestellte Visa seien vorübergehend nicht mehr gültig. Wie lange der Einreisestopp gelten soll, wurde nicht mitgeteilt. Der Schritt sei erforderlich, weil sich das Virus im Rest der Welt rasant ausbreite, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

5.12 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden in dem Land 9332 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Es wurden 139 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gebracht.

4.32 Uhr: Der Bundesrat will am Freitag (11 Uhr) das Maßnahmenpaket der Regierung zur Corona-Krise beschließen. Für Unterstützungsleistungen an Gesundheitswesen, Unternehmen und Arbeitnehmer soll der Bund neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen können. Es wird mit breiter Zustimmung zu den am Mittwoch vom Bundestag beschlossenen Vorhaben gerechnet.

4.16 Uhr: Die Rückholaktion der Bundesregierung für die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen wird mindestens noch zwei Wochen dauern. So lange werde man noch „sehr intensiv“ mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Und dann werden Einzelfälle bleiben, die schwer zu lösen sind.“

Großbritannien will Hunde trainieren, das Coronavirus zu erschnüffeln

3.11 Uhr: Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) befürwortet den Einsatz einer sogenannten Tracking-App im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Eine solche Software auf Smartphones sei „sinnvoll, um das Virus zielgerichtet einzudämmen“, sagte Bär dem „Handelsblatt“. In der Bundesregierung gebe es entsprechende Überlegungen. Datenschutzrechtlich spreche nichts gegen eine solche App, da der Nutzer mit deren Herunterladen der Datennutzung zustimme, betonte sie.

2.44 Uhr: In Großbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn möglicherweise Infektionen mit dem Coronavirus zu erschnüffeln. Die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs (etwa: Hunde in der medizinischen Diagnose) ging für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein, wie sie mitteilte.

1.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vermisst in ihrer häuslichen Quarantäne den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen. Sie sei zwar durch Videokonferenzen und Telefonschalten „sehr, sehr gut beschäftigt“, sagte Merkel am Donnerstagabend in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. „Trotzdem fehlt mir so ein bisschen, dass ich bei den Kabinettssitzungen jetzt nicht persönlich dabei sein kann, dass ich die Leute da nicht sehe.

1.03 Uhr: Die EU-Staaten haben eine zentrale Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise vertagt. Dieser Kompromiss eines Krisengipfels der Staats- und Regierungschefs vom Donnerstagabend stieß im Europaparlament auf Enttäuschung und Kritik. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Teilnehmer des Videogipfels hatten die Finanzminister der Eurogruppe beauftragt, binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen gemeinsamen Rettungsschirm auszuarbeiten.

0.15 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle „sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen“, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, „in Richtung von zehn Tagen“. Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Donnerstag, 26. März 2020: Merkel wirbt in Corona-Krise für ESM-Rettungsschirm

23.59 Uhr: Alle älteren Nachrichten zum Thema Coronavirus finden Sie in unserem alten Newsblog.

23.33 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Forderung verschiedener EU-Mitgliedsländer nach Einführung sogenannter gemeinschaftlicher Corona-Bonds eine klare Absage erteilt. „Ich glaube, dass wir mit dem ESM ein Kriseninstrument haben, was uns viele Möglichkeiten eröffnet, die nicht sozusagen die Grundprinzipien unseres gemeinsamen, aber dann auch wieder jeweils verantwortlichen Handelns in Frage stellt“, sagte Merkel nach einem G20-Videogipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte und einem anschließenden Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs im gleichen Format. Die EU-Staaten wollen nun binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen gemeinsamen Rettungsschirm ausarbeiten.


Das Coronavirus war im Dezember 2019 in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen und hatte sich von dort aus in der ganzen Welt verbreitet. Besonders in Europa hat das Virus viele Menschen infiziert – die meisten Fälle gibt es in Italien und Spanien. In Italien ist besonders der Norden des Landes betroffen, allerdings steigt nun auch die Sorge vor einer ähnlichen Situation im Süden. Auch in Spanien wird die Lage immer ernster – gerade in der Hauptstadt Madrid gibt es viele Infizierte.

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