Pandemie

Corona: So bekommt man einen Termin für eine Impfung

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Deutschland: Wer wird zuerst geimpft?

Bund und Länder bereiten Massenimpfungen vor, doch wer wird zuerst geimpft? Die Unterteilung nach Risikogruppen finden Sie hier.

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Berlin.  Seit Ende Dezember werden Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Doch wie kommt man an einen Termin für die Spritze?

  • Seit dem 27. Dezember werden Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft
  • Nach aktuellem Stand wurden hierzulande bisher über 2.300.000 Impfdosen verabreicht
  • Eine Reihenfolge des Gesundheitsministeriums bestimmt, wer als Erstes geimpft wird
  • Doch wie komme ich an einen Termin? Wir klären alle Fragen, wie Sie einen Impftermin in Deutschland vereinbaren

Sie wird immer wieder als Licht am Ende des Tunnels bezeichnet: die lang ersehnte Impfung gegen das Coronavirus. Seit dem 27. Dezember wird in Deutschland mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer geimpft. Zudem sind Dosen des US-Impfstoffherstellers Moderna verteilt worden und . Dem RKI zufolge wurden bundesweit bisher 2.317.158 Menschen geimpft (Stand: 30. Januar.) - davon haben 461.701 bereits den vollen Impfschutz.

Da die Anzahl an Impfdosen in Deutschland noch begrenzt ist, wird die Verteilung streng durch eine Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums geregelt. Zuerst sind besonders gefährdete Menschen an der Reihe. Noch werden lediglich Menschen über 80 sowie Bewohnerinnen und Bewohner und Personal von Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko geimpft.

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Wie viele Termine braucht man für die Corona-Impfung?

Für alle derzeit am weitesten fortgeschrittenen Impfstoff-Kandidaten sind zwei Impfungen im ungefähren Zeitraum von drei Wochen notwendig – so auch bei dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer, der bereits in Deutschland verimpft wird. Erst sieben Tage nach der zweiten Spritze besteht der erstrebte Immunschutz, heißt es in einem Informationsschreiben des Robert Koch-Instituts (RKI).

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Um sicherzugehen, dass die Impfung ordnungsgemäß erfolgt, ist es sinnvoll, direkt beide Termine zu vereinbaren.

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Termin für die Corona-Impfung: Wie kriegt man ihn in welchem Bundesland?

Wie man die zwei für die Impfung nötigen Termine bekommt, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Der Überblick:

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  • Baden-Württemberg: Termine für Zentrale Impfzentren (ZIZ) können über die Impftermin-Servicehotline des Landes vereinbart werden, die über die Rufnummer 116 117 erreichbar ist. Anmeldungen sind auch über die Webseite www.116117.de und eine gleichnamige App möglich. Laut Landesregierung sollen Impf-Interessenten vorher mit ihren Hausärzten abklären, ob sie zur Risikogruppe gehören, die zuerst geimpft wird.
  • Bayern: Der Großteil der Impfungen wird über mobile Teams durchgeführt. Unter www.stmgp.bayern.de können Interessenten nach Eingabe ihrer Postleitzahl auch nach dem zuständigen Impfzentrum suchen - über die Telefonnummer können Impftermine ausmacht werden. Seit 20. Januar ist auch eine Online-Buchung möglich.
  • Berlin: In der Hauptstadt kann ein Termin vereinbart werden, nachdem man eine schriftliche Einladung per Brief durch den Berliner Senat bzw. durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung bekommen hat. Darin befinden sich alle Informationen zum weiteren Vorgehen. Eine Terminvergabe erfolgt hier explizit nicht über die Wahl der Nummer 116 117.
  • Brandenburg: Termine für eine Impfung in einem Impfzentrum werden in Brandenburg ausschließlich unter der Rufnummer 116117 vergeben. Impfwillige Bewohner müssen entweder ihr Bundesland oder die Postleitzahl ihres Wohnortes in Brandenburg angeben und werden daraufhin an das Callcenter für den Impfterminservice im Land Brandenburg weitergeleitet. Über das Corona-Telefon der Landesregierung ist keine Terminvereinbarung möglich.
  • Bremen: In Bremen erhalten Personen, die eine Impfung erhalten dürfen, eine Einladung zur Terminvereinbarung per Post.
  • Hamburg: Nach dem Einsatz von mobilen Impfteams werden die Impfungen seit 5. Januar im Corona-Impfzentrum Messehallen verabreicht. Impfberechtigte erhalten Post von der Stadt mit der Aufforderung, sich online oder telefonisch zwei Impftermine zu besorgen.
  • Hessen: Aktuell sind alle 60.000 Corona-Impftermine in den sechs regionalen Zentren ausgebucht. Sobald weitere Impfdosen zur Verfügung stehen, können diese über die Telefonnummer 0611 505 92 888 oder die Webseite impfterminservice.hessen.de gebucht werden. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden von mobilen Teams versorgt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Berechtigte erhalten einen Brief von den Behörden, die eine Telefonnummer einer Hotline enthält. Über deren Callcenter können Impftermine vereinbart werden. In Zukunft soll außerdem eine Webseite zur Terminbuchung eingerichtet werden.
  • Niedersachsen: In Niedersachsen können Termine für die Corona-Impfung in 50 Impfzentren über die Rufnummer 0800 9988665 vereinbart werden. Auch über die Webseite www.impfportal-niedersachsen.de sind Termine buchbar. Die Impfzentren nehmen im Laufe des Februars ihren Betrieb auf.
  • Nordrhein-Westfalen: Ab dem 8. Februar sind 53 Zentren einsatzbereit. Eine Terminvergabe für die Corona-Schutzimpfung in Impfzentren kann über www.116117.de erfolgen sowie der Rufnummer 116 117, sobald der Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht.
  • Rheinland-Pfalz: Die Terminvergabe kann entweder telefonisch über die Nummer 0800 57 58 100 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de. erfolgen. Dort werden zwei Impftermine in einem Impfzentrum in der Nähe vereinbart.
  • Saarland: Im Saarland können Termine für die Corona-Impfung in einem Impfzentrum über die telefonische Hotline 0681 5014422 und über www.impfen.saarland.de vergeben.
  • Sachsen: Die Terminvergabe für die Corona-Schutzimpfung erfolgt online unter www.sachsen.impfterminvergabe.de. Bald soll auch die Hotline 0800 0899 089 freigeschaltet werden.
  • Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt können Termine können unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 sowie online unter www.impfterminservice.de gebucht werden. Bewohner Magdeburgs können direkt unter www.magdeburg.de/Impfen einen Termin ausmachen.
  • Schleswig-Holstein: Im hohen Norden gibt es zwei Wege, um einen Termin für die Corona-Schutzimpfung zu vereinbaren: Entweder online über die Webseite www.impfen-sh.de oder telefonisch über die Nummer 0800 455 655 0. Über 80-Jährige bekommen ein Schreiben mit einer Telefonnummer und einem persönlichen Pin-Code zugeschickt, mit dem sie telefonisch einen Termin ausmachen können.
  • Thüringen: Über www.impfen-thueringen.de können Termine und Folgetermine ausgemacht werden. Außerdem ist die Terminvergabe über die Telefonnummer 03643-4950490 möglich - vorerst allerdings nur für Menschen, die zur Risikogruppe zählen.

Corona-Impfung ohne Termin – geht das?

Nein, man braucht für die Corona-Impfung aktuell einen Termin. Einfach zum Impfzentrum zu gehen und darauf zu hoffen, an die Reihe zu kommen, ist deshalb sinnlos. Ein konkreter Termin, an dem es für breite Teile der Bevölkerung möglich sein wird, sich impfen zu lassen, steht noch nicht fest. (raer/day)

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