Verfassungsschutz

Bundespresseamt: Mitarbeiter unter Spionageverdacht

Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, und Innenminister Horst Seehofer (CSU, r) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2019.

Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, und Innenminister Horst Seehofer (CSU, r) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2019.

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Berlin.  Ein Beschäftigter des Presse- und Informationsamtes steht in Verdacht, jahrelang für den ägyptischen Geheimdienst gearbeitet zu haben.

Hat ein Beschäftigter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung über Jahre hinweg für einen ägyptischen Geheimdienst gearbeitet? Der Verdacht ist im Verfassungsschutzbericht, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, veröffentlicht worden.

Das Bundeskriminalamt habe im Dezember 2019 im Auftrag des Generalbundesanwaltes „Exekutivmaßnahmen“ gegen den Mann durchgeführt. Das Ermittlungsverfahren dauere noch an. Der „Bild“ hatte der Generalbundesanwalt bestätigt, dass gegen den Mann wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit ermittelt werde.

Hat der ägyptischer Geheimdienst die Bundesregierung infiltriert?

Nach Informationen der Zeitung handelt es sich um einen Mitarbeiter des Besucherdienstes, dessen Räumlichkeiten durchsucht wurden. Der Mann soll im mittleren Dienst tätig gewesen sein. Lesen Sie auch: BND und CIA – Weltweite Abhöroperation aufgeflogen

Schwerpunkt der Aktivitäten des ägyptischen Geheimdienstes in Deutschland sei es, Erkenntnisse über in Deutschland lebende Oppositionelle zu gewinnen, stellt das Bundesamt für Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht 2019 fest. Der Fokus liegt dabei den Angaben zufolge vor allem auf Angehörige der Muslimbruderschaft. (dpa)

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