Bahn-Bilanz

Schnell reagieren in der Corona-Krise

Michael Minholz kommentiert.

Michael Minholz kommentiert.

Foto: NRZ

Die Rekordzahlen anno 2019 werden sich 2020 nicht wiederholen lassen – doch Corona ist für die Bahn eine Chance, Flexibilität zu zeigen.

Die österreichischen Bundesbahnen haben am Donnerstag Kurzarbeit für knapp ein Drittel ihrer Belegschaft angemeldet – man ahnt langsam, welche wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise auch auf die Verkehrsunternehmen hierzulande zurollen. Der Jubel der Bahn über Fahrgastrekorde dürfte daher kurz ausfallen. 2020 wird alles anders.

Schon der Druck, für den aktuellen Schwund der Fahrgäste Lösungen zu finden, ist enorm. Das Angebot wurde zurückgefahren. Leute wie der Chef der Lokführergewerkschaft, Claus Weselsky, haben jedoch Recht, wenn sie sagen: Es hat wenig Sinn, Geisterzüge durch die Gegend fahren zu lassen. In diesen Tagen reicht es, viele Fernzüge im Depot zu lassen. Das nutzt der Umwelt, sichert personelle Reserven.

Von Mobilität geprägte Region

Aber die Bahn muss auf Sicht fahren, hellwach bleiben, gerade in unserer von Mobilität geprägten Region. Jede Lockerung der Politik in Sachen Corona wird den Bedarf erhöhen. Dann muss die Bahn schnell das Angebot wieder hochfahren – und könnte den Makel der Schwerfälligkeit loswerden.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben