Corona-Prämie

Kommentar: Corona-Prämie ist ein notwendiges Signal

Stephanie Weltmann.

Stephanie Weltmann.

Foto: Michael Gottschalk / FUNKE Foto Services

Essen.  Klinikbeschäftigte sollen zum zweiten Mal eine Corona-Prämie erhalten. So folgerichtig das ist: An der Belastung ändert das nicht wenig.

Die zweite Corona-Welle hat viele Krankenhäuser und ihre Intensivstationen sehr viel härter getroffen als die erste. Es ist daher nur folgerichtig, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht nur eine zweite Corona-Prämie in Aussicht stellt, sondern diese auch verbessert.

Spahn stockt den Prämientopf im Vergleich zum ersten Bonus aus dem Gesundheitsfonds erheblich auf, er erweitert den Kreis der Berechtigten und hält die Anspruchskriterien für Kliniken vergleichsweise niedrig. Haben 2020 nur rund 430 Kliniken in ganz Deutschland Gelder für ihre Beschäftigten erhalten, sollen von diesem Bundes-Bonus Mitarbeiter an über 1000 Kliniken profitieren – ein notwendiges Signal.

An den Arbeitsbedingungen in den Kliniken ändert das indes nichts. Schon vor der Pandemie brauchte es dazu vor allem mehr Personal auf den Stationen, weil sich eine einzelne Pflegekraft all zu oft um zu viele Patienten kümmern musste. Abhilfe schaffen sollten mit diesem Monat bundesweit einheitliche Personalschlüssel, die für neue Klinikbereiche in Kraft getreten sind. Wegen der Pandemie gelten sie allerdings vorerst nur auf dem Papier – Entlastung bringt das noch keine.

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