Verspätungen

Klagen: Geschieht den Fluggesellschaften recht

Bei den Gerichten stapeln sich mittlerweile die Klagen unzufriedener Fluggäste. Warum das den Fluggesellschaften ganz recht geschieht.

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„Mit dem Marktführer zur Entschädigung“, wirbt ein Anbieter, und „99 Prozent Erfolgsquote vor Gericht“ klingt so schlecht nicht. „Bis zu 600 Euro sofort ohne ungewisse Wartezeit“, verspricht ein Mitbewerber. Keine Frage: Wer so viele Flüge ausfallen lässt und derart unpünktlich startet, der düngt den Boden für eine Klage-Industrie, die dann im Internet marktschreierisch um aufgebrachte Kundschaft buhlt.

Die Luftfahrtbranche hat sich und ihren Fluggästen 2018 ein fürchterliches Jahr eingebrockt. Der Umbruch nach dem Aus für Air Berlin, und vor allem das Ringen um die freiwerdenden Start- und Landerechte hat die teils chaotischen Zustände am Boden heraufbeschworen. Maschinen und Personal waren so schnell nicht aufzutreiben, die Flüge aber wurden munter angeboten. Ein Aktionismus, den die Kunden ausbaden mussten. Die Airlines dürfen sich nicht beschweren, wenn sie mit tausenden Klagen überzogen werden. Es geschieht ihnen recht.

Tröstlich ist, dass sich die Wogen glätten, und die Gerichte in diesem Jahr wohl nicht mehr so viel zusätzlich aufarbeiten müssen. Schlecht für die Klage-Industrie, gut für die Passagiere: Die wollen fliegen und nicht Entschädigungen erzwingen.

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