Asbest-Belastung

Gebeutelte Mieter

Foto: Volker Hartmann / FUNKE Foto Services

In Millionen Wohnungen steckt noch Asbest, das unter anderem für Putzmaterial verwendet wurde.

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Die schlechten Nachrichten für Mieter reißen nicht ab. Seit Jahren steigen die Mieten an, und der Kreis derjenigen, die ihre Kosten fürs Wohnen kaum noch oder nicht mehr stemmen können, wächst beständig. Zugleich nimmt der Wohnungsmangel vor allem in beliebten Großstädten zu. Beides zusammen hat längst gesellschaftspolitisches Gewicht, weil hohe Mietzinsen und fehlender bezahlbarer Wohnraum die soziale Ungleichheit und die Armut in Deutschland verschärfen. Wohl dem also, der seine Miete zwar als finanzielle Belastung, nicht aber als Überforderung sieht.

Nun spült ein Thema nach oben, dass viele längst für erledigt hielten. Asbest, das war doch früher mal ein Problem in öffentlichen Gebäuden, die entweder für viel Geld saniert oder gleich abgerissen wurden. Wenn es nur so wäre. Denn verbaut wurden asbesthaltige Materialien über Jahrzehnte genauso in privaten Immobilien.

Deshalb schätzen Experten das potenzielle Risiko, in einer belasteten Wohnung zu leben, auch so hoch ein. Wer wissen will, ob er betroffen ist, muss einen Sachverständigen beauftragen oder seinen Vermieter darum bitten. Das kostet. Und fällt der Entschluss, ganz auf Nummer sicher zu gehen und zu sanieren, wird es richtig teuer. Gewöhnlich steigt in einem solchen Fall auch die Miete. Wieder einmal.

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