Umwelt

Fridays for Future braucht Kraft und Ausdauer

Lutz Heuken

Lutz Heuken

Foto: Foto: Bernd Lauter / FFS

Die Umweltaktivisten haben die Gesellschaft aufgerüttelt wie einst die 68er-Bewegung. Nun brauchen sie Kraft und Ausdauer.

Es ist noch kein Jahr her, dass die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg das Startsignal gab: Am 20. August 2018 stellte sie sich zum ersten Mal mit ihrem inzwischen berühmt gewordenen Schild „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“) vor den Schwedischen Reichstag in Stockholm.

Was damals niemand ahnen konnte: Greta Thunberg hat mit ihrer zähen Ungeduld die europäischen Gesellschaften aufgerüttelt, hat politischen Einfluss genommen wie kaum ein Politiker in den letzten Jahrzehnten. Sie hat die Jugend zu einer Protestbewegung gegen das alte Establishment vereint, wie es seit der 68er-Bewegung nicht mehr gelungen war. Wie damals konnte das nur gelingen, weil die Zeit dafür reif war. Damals ging es darum, reaktionäre gesellschaftlichen Nachkriegs-Strukturen aufzubrechen. Heute geht es darum, endlich die umweltzerstörende Lebensweise zu ändern, die den Planeten zu zerstören droht.

Wie damals wird auch heute der Kampf um die Zukunft nicht im großen gesellschaftlichen Konsens erfolgen. Auch beim Thema Umwelt werden die herrschenden Politiker und die mächtigen Konzerne nicht kampflos ihre bisherigen Positionen aufgeben. Es ist zu hoffen, dass die junge globale Umweltbewegung Kraft und vor allem Ausdauer genug hat, sich den mächtigen Gegnern zu stellen. Denn: Die jungen Leute haben Recht.

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