Kosten/Flüchtlinge

Schwarz-Weiß verbietet sich

Portraitaufnahmen von Mitarbeitern der Funke Medien Gruppe am 17.03.2016 in Essen. Im Bild Redakteur Marc-Andre Podgornik.
 Foto: Kai Kitschenberg/ FUNKE Foto Services

Portraitaufnahmen von Mitarbeitern der Funke Medien Gruppe am 17.03.2016 in Essen. Im Bild Redakteur Marc-Andre Podgornik. Foto: Kai Kitschenberg/ FUNKE Foto Services

Die Milliardenausgaben für Flüchtlinge entpuppen sich auf den zweiten Blick als riesiges Konjunkturpaket für Deutschland.

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Knapp 22 Milliarden Euro hat die Bundesregierung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise im Vorjahr ausgegeben. Was wie eine erhebliche Belastung der Staatskasse aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als das Gegenteil. Die Ausgaben haben ein riesiges Konjunkturpaket angeschoben.

Mehr als 90 Prozent der Milliarden dürften unmittelbar in unsere Wirtschaft geflossen sein, rechnen Experten vor. Die Begründung sollte auch AfD-Sympathisanten einleuchten. Die Flüchtlinge tragen ihr Taschengeld in deutsche Geschäfte. Das große Bauprogramm für Sozialwohnungen wird zum Großteil von deutschen Unternehmen umgesetzt. Tausende Jobs sind entstanden. Der Staat – also wir alle – kassiert über die Steuern mit, Sozial- und Rentenkassen werden gefüllt.

Bei allen Schwierigkeiten, die die Integration der Flüchtlinge in Gesellschaft und Arbeitsmarkt mit sich bringt, täte der Diskussion darüber deshalb ein wenig mehr Gelassenheit gut. Die Flüchtlingsthematik taugt zu vielem. Zu Schwarz-Weiß-Denken nicht.

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