Macht der Senioren bei Wahlen

Die Balance wahren

Bei der anstehenden Bundestagswahl stellen die über 60-Jährigen erstmals die größte Wählergruppe. Senioren werden Wahlen immer mehr beeinflussen.

Kinder an die Macht, forderte Herbert Grönemeyer 1986 in seinem Lied. 30 Jahre später ist Deutschland davon weiter entfernt denn je. Bei der anstehenden Bundestagswahl stellen die über 60-Jährigen erstmals die größte Wählergruppe – und daran dürfte sich in Zukunft wenig ändern. Die Deutschen werden immer älter, die Zahl der Geburten stagniert. Mit dem Durchschnittsalter ändert sich auch die Politik, denn die Senioren werden die Wahlen immer stärker beeinflussen.

Die Parteien haben das längst erkannt und locken mit Mütterrente und anderen Zückerchen bei der Altersversorgung. Dagegen ist zunächst nichts zu sagen. Die Senioren haben sich eine gute Rente in der Regel durch harte Arbeit verdient. Die Jungen hingegen sollten in Zukunft nicht müde werden zu betonen, dass auch sie einmal ein Ruhegeld bekommen wollen, das diesen Namen auch verdient. Sie müssen die Politik an jedem Versuch der Verschwendung hindern. Von den Senioren dürften sie dabei sogar Unterstützung bekommen. Die sind nämlich als Großeltern oft fest in das Leben der jungen Familien eingebunden – und können so gut einschätzen, wie es um deren Absicherung bestellt ist.

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