Fankultur

Die zwei Seiten der Fußballfans

Fußballfans

Fußballfans

Foto: dpa

Bochum.  Ultras, die Bengalos zünden, randalieren, bereit sind zu gewalttätigen Ausschreitungen – das ist im Fußball nicht gewollt, aber leider allzu häufig Realität. Doch natürlich gibt es auch die anderen Fans, die Guten“, die einfach Spaß am friedlichen Fußball haben. Zeus-Reporter Jan hat sich die unterschiedlichen Fangruppen genauer angesehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Gewalt in deutschen Fußballstadien ist zum Teil zurückgegangen. Viele Fans verhalten sich ruhig und gelassen und haben Spaß am Spiel. So singen sie zum Beispiel Fanlieder oder hüpfen, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Häufig verlieren Fans jedoch bei unerwarteten Niederlagen die Kontrolle, wie beispielsweise die Fans des VfL Bochum letzte Saison gegen den damals Siebzehnten, Arminia Bielefeld.

Die schlechte Seite der Fans

Vor allem die Ultras – eine aggressive Fangemeinschaft – sind dann nicht mehr zu halten. Sie gehören zu den Fangemeinschaften in Deutschland, die häufig durch Proteste und Krawalle auffallen (vor allem bei Dynamo Dresden und Hansa Rostock oder bei Derbys). Sie werfen Böller auf das Spielfeld oder zünden Bengalos an. Bei der Niederlage gegen Bielefeld versuchten sie, den Platz zu stürmen. Sie brachen das Eingangstor zum Spielfeld auf und mussten von vielen Polizisten zurückgehalten werden. Aufgrund dieser Ausschreitungen müssen viele Vereine Strafen an den DFB zahlen.

Viele Fans schließen sich auch mit den Ultras (auch von anderen Vereinen) zusammen und protestieren so gegen andere Vereine – wie 1899 Hoffenheim oder RB Leipzig, die sie als Kommerz-Vereine bezeichnen, die nur durch das Geld ihrer Investoren zum Erfolg kommen. Besonders RB Leipzig wird in Deutschland von den Fans gehasst und als „Rattenball Leipzig“ oder als „das Produkt“ (wegen seines Sponsors Red Bull) bezeichnet.

Beim Spiel in Düsseldorf zogen sich beispielsweise viele Fans schwarze Tüten (gestellt von Fortuna Düsseldorf Ultras) an, um zu zeigen, dass RB Leipzig den deutschen Fußball zerstört. In vielen „Social Networks“ wie Facebook gibt es schon viele Hassgruppen gegen RB Leipzig.

Die gute Seite der Fans

Es gibt aber auch gute Seiten an Fangemeinschaften, nämlich die sogenannten Fanfreundschaften, wo sich Fans mit Fans von anderen Vereinen zusammenschließen. So gibt es Fanfreundschaften zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern, Borussia Dortmund und den SC Freiburg, Schalke und Nürnberg, Kaiserslautern und 1860 München.

Sie erstellen eine Woche vor dem Spiel schöne Choreographien, die dann beim Mannschaftseinlaufen präsentiert werden oder verkaufen an ihren Ständen vor dem Spiel Sticker.

Fußball ohne Fans ist langweilig

Nach meiner Meinung sind Fans für den Fußball sehr wichtig, da sie immer für Stimmung im Stadion sorgen und es ohne sie langweilig wäre. Die Fans organisieren auch noch Auswärtsfahrten für Auswärtsspiele und unterstützen ihre Mannschaften bei Auswärtsspielen.

Jan Winstermann, Louis-Baare-Berufskolleg, GYU2, Bochum

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben