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Traditionell ist die Adventszeit ist Lebkuchenzeit

Adventszeit: Was bedeutet Advent und was feiern wir genau?

Adventszeit ist traditionell Schlemmerzeit. Aber was bedeutet Advent eigentlich genau und was feiern wir dabei? Antworten gibt es im Video.

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Printen, Pfefferkuchen, Lebkuchen – Sie alle überzeugen mit einer würzigen Süße. Doch warum gibt es sie gerade zu Weihnachten?

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Backen, naschen, schlemmen: Die Vorweihnachtszeit ist jedes Jahr etwas Besonderes, gerade auch kulinarisch. Unsere Serie begleitet Sie durch einen genussvollen Advent.

Um den Zauber von Lebkuchen wusste schon die Hexe in Grimms Märchen. Weniger märchenhaft, aber ebenso bezaubernd lockt auch Andreas Klein auf Weihnachtsmärkten: mit Probierschalen seiner Aachener Printen. Die backt er bereits in vierter Generation, in der Printenbäckerei Klein. Kinder, die im Vorbeigehen ein Stück Gebäck erwischen, kommen oft strahlend mit ihren Eltern zurück, um nachzufüllen.

Zimt, Sternanis und Kardamom

Weihnachten und Lebkuchen gehören zusammen wie Ente und Rotkohl. Denn Lebkuchen enthält alles, was Weihnachten olfaktorisch vereint: Zimt, Fenchel, Sternanis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat. Und Zucker. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 82.000 Tonnen Lebkuchen produziert. Allerdings stammt nur ein ganz kleiner Teil von Traditionsbetrieben.

So einen Betrieb leitet Bärbel Systermann. In der Biobäckerei Kabouter in Duisburg wird noch von Hand gebacken. Die Rezeptur für ihre Lebkuchen hat die Bäckermeisterin selbst entwickelt. Ein Mix aus Dinkel- und Roggenvollkornmehl, Blütenhonig und Gewürzen. „Schon im Sommer setze ich den Teig an, damit er genügend Zeit hat, sich zu entwickeln und sein Aroma zu entfalten“, berichtet Systermann. Ihre Lebkuchen sind im Winter frisch, je nach Luftfeuchte weich oder hart und halten ein ganzes Jahr.

Schmeckt gut, tut gut

In Aachen werden an 365 Tagen Printen verkauft. „Das gehört zur Tradition, die bis auf das Jahr 1620 zurückreicht“, weiß Bäcker Klein. Die Aachener Printe ist im Vergleich zum Nürnberger Lebkuchen bissfest und knusprig, denn Fett, Nüsse und Mandeln fehlen gänzlich. Printen, Pfefferkuchen, Lebkuchen – so unterschiedlich sie auch sind, ihr Ursprung ist derselbe. Honiggebäck mit Gewürzen buken schon die alten Ägypter vor drei Jahrtausenden. Die Römer verzehrten „panis mellitus“, einen mit Honig bestrichenen Kuchen.

Nach Deutschland fand der Lebkuchen im Mittelalter. Zum Weihnachtskult wurde er, weil man den Gewürzen eine innere Reinigung zusprach, die besonders in der Adventszeit vonnöten war. Weil exotische Gewürze damals als Pfeffer bezeichnet wurden, kennt man das Gebäck auch als Pfefferkuchen. Die Gewürze sind der Grund, warum die Lebkuchenmetropolen an Handelsknotenpunkten zu finden sind.
Nächste Folge: Vom Eierpunsch bis zur Feuerzangenbowle.

Die Lebkuchen Familie

Oblatenlebkuchen werden ähnlich wie Makronen hergestellt, also ohne Fett, dafür mit Eiern und gemahlenen Nüssen. Die Masse wird auf Oblaten gespritzt und verziert. Die Königsklasse, der Elisenleb­kuchen, enthält mindestens 25 Prozent Nüsse. Und höchstens zehn Prozent Mehl, je weniger, desto besser!

Der Teig brauner Lebkuchen enthält Mehl, Honig und Gewürze, er wird ausgerollt und ausgestochen. Die Gebäckstücke werden mit Zuckerglasur überzogen und verziert. Sie werden schnell fest und erst bei Lagerung mit entsprechender Luftfeuchtigkeit weich.

sind eine Variante der brauchen Lebkuchen, sie sind rechteckig, flach und bissfest. Besonders bekannt sind die Aachener Printen.

Dominosteine sind Schichtpralinen und ein klassisches Weihnachtsgebäck. Sie bestehen aus einem Teil Lebkuchen, einem Teil Fruchtgelee und einem Teil Marzipan. Umhüllt wird das Gebäck von einem knusprigen Schokoladenmantel

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