Nachhaltigkeit

Umweltschonende Möbel mit Charakter

Nachhaltig produzierte Möbel sind eine Investition in die Zukunft.

Nachhaltig produzierte Möbel sind eine Investition in die Zukunft.

Foto: BIOMÖBEL GENSKE

Nachhaltigkeit ist auch bei Möbeln ein Trend. Die Möbelstücke bestehen hier überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen.

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In manchen Möbelhäusern werden Kunden schon beim Betreten des Ladens vom Geruch an der Tür erschlagen: Es riecht nach Lack oder Kunststoff. Am Arbeitsplatz von Elke Kauffmann ist das nicht so. Sie ist Geschäftsleiterin im Einrichtungshaus Biomöbel Genske in Köln. In dem wird auf über 1200 Quadratmetern Wert auf nachhaltiges Wohnen gelegt. „Nachhaltigkeit ist heute selbstverständlich“, sagt sie.

Das Verständnis von Umweltschutz etabliert sich bei vielen Menschen auch im Bereich Wohnen. Es wird Wert gelegt auf langlebige Möbelstücke. Gefertigt werden diese überwiegend aus Holz: Nussbaum, Eiche und andere hochwertige Massivholzmöbel können ganze Generationen überdauern. „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und erfüllt, bei guter Forstwirtschaft, den Nachhaltigkeitsanspruch“, erklärt Elke Kauffmann. Nachhaltige Holzmöbel werden zudem nicht mit Lacken, sondern mit Öl oder Ölwachs behandelt. So bleiben die Poren im Material offen. Das hat zwei Vorteile: Zum einen lassen sich kleine Schrammen oder Macken schnell mit einem einfachen Trick ausbessern – einfach ein feuchtes Tuch auf die betroffene Stelle legen und mit einem Bügeleisen kurz darüber fahren. „Die Holzfasern quellen und verschließen den Kratzer wieder.“ Zum anderen sorgen die offenen Poren für ein gutes Raumklima. Herrscht viel Luftfeuchtigkeit im Raum, nimmt das Möbelstück diese auf und gibt sie in trockenen Zeiten wieder ab. „Gerade im Schlafzimmer ist ein gutes Raumklima wichtig, da wir täglich mehrere Stunden beim Schlafen darin verbringen“, findet Elke Kauffmann.

Das Holz, das in den Möbeln verarbeitet wird, stammt zu 90 Prozent aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Viele der Möbel-Hersteller finden sich in Deutschland oder den Nachbarländern. „Es ist wichtig, dass die Möbel kurze Transportwege haben“, so Kaufffmann. Denn: „Eine Weltreise ist nicht nachhaltig.“ Bis das Möbelstück beim Kunden ankommt, kann es etwas dauern. Zehn bis zwölf Wochen sind drin, da die Stücke individuell auf Anfrage gefertigt werden. Neben Holz sind auch Filz und Naturlatex beliebte Materialen. Aus dem robusten Filz lassen sich allerlei Aufbewahrungsmöglichkeiten gestalten und Naturlatex sorgt dafür, dass es sich auf Matratzen gut schlafen lässt. Selbst aus Heu lässt sich etwas machen. Gepresst fungieren die trockenen Grashalme als Lampenschirm mit gewissem Charme. Gänseblümchen inklusive. „Es sind Mö- belstücke mit Charakter. Bei Biomöbeln denken viele an verstaubtes Design, doch das ist es nicht“, findet Elke Kauffmann. Das Design der nachhaltigen Möbel ist modern und eher schlicht. Die Hersteller verzichten meist auf gewagte Kreationen. „Die Möbel sollen nicht irgendwann wieder aus der Mode kommen.

Es wird darauf geachtet, dass es ein zeitloses Design ist, so dass die Kunden lange Freude daran haben.“

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