Umzug

Reibungslos umziehen

Nur in einer vollständig leergeräumten Wohnung lassen sich eventuelle Mängel oder Schäden sofort erkennen.

Nur in einer vollständig leergeräumten Wohnung lassen sich eventuelle Mängel oder Schäden sofort erkennen.

Foto: GETTY

Beim Auszug sollte der Zustand der Wohnung festgehalten werden zur Absicherung des Mieters und des Vermieters.

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Ob Bohrlöcher in den Fliesen oder Kratzer im Parkett: Bei einer Wohnungsübergabe kann es etliche Streitpunkte zwischen dem Mieter und dem Vermieter geben. Deshalb ist es wichtig, die relevanten Fakten in einem sogenannten Wohnungsübergabeprotokoll festzuhalten. Beim Auszug gehen Mieter und Vermieter dazu im komplett freigeräumten Mietobjekt Raum für Raum ab und vermerken den jeweiligen Zustand schriftlich.

Ein solches Protokoll ist für beide Seiten nützlich, doch ein Anrecht darauf haben weder Mieter noch Vermieter. Jedoch gewährt ein solches Dokument Rechtssicherheit: Beide Parteien können es bei späteren Meinungsverschiedenheiten als Beweismittel vor Gericht nutzen. Etwa, wenn der Vermieter einen Teil der Kaution als Reparaturkosten einbehalten will. Wurden nämlich im Übergabeprotokoll keine Abnutzungen oder Mängel beanstandet, kann der Vermieter solche später nicht geltend machen. Umgekehrt kann auch der Mieter in einem solchen Fall nicht einwenden, dass Mängel nicht bestanden hätten.

Genaue Formvorschriften existieren für Übergabeprotokolle nicht. Dennoch sollten zentrale Punkte wie Mängel an Wänden oder Schimmelbefall enthalten sein. In jedem Fall sollten Mieter die Übergabe der Mietsache gut vorbereiten. Dazu gehört, den Übergabetermin mit dem Vermieter frühzeitig abzustimmen. Vor der Besichtigung sollte die Wohnung restlos leergeräumt und besenrein sein. Wichtig: Beide Parteien müssen das Protokoll unterschreiben, damit es Gültigkeit erhält.

Verweigert eine Partei die Unterschrift, haben sowohl Mieter als auch Vermieter dennoch die Möglichkeit, eine Begehung mit einem sachkundigen und unparteiischen Zeugen durchzuführen. Unterschreibt dieser das Protokoll, erlangt es Beweiskraft. Auch wenn ein Übergabeprotokoll ein wenig Arbeit macht, ist es für Mieter ein geeignetes Mittel, um die gezahlte Mietkaution schnell zurückzuerhalten. Denn hat der Vermieter keine offenen Forderungen mehr, kann der Mieter alsbald die Rückzahlung der Kaution verlangen. Es ist zwar möglich, dass der Vermieter einen kleinen Betrag für noch ausstehende Betriebskosten zurückbehält, doch die Auszahlung der restlichen Summe kann der Mieter sofort verlangen. Die Kaution sollte innerhalb von drei bis sechs Wochen mit Zinsen auf das Konto des Mieters eingehen.

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