Allergie

Milder Winter, starke Blüte

Sind die Juckreiz auslösenden Pollen erst in der Wohnung, kommen Allergiker dort nicht zur Ruhe.

Sind die Juckreiz auslösenden Pollen erst in der Wohnung, kommen Allergiker dort nicht zur Ruhe.

Foto: dpa

Heuschnupfen plagt Betroffene oft schon ganz früh im Jahr. Was Pollenallergikern jetzt hilft

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Tabletten, Nasenspray, Augentropfen und Taschentücher: Für viele Pollenallergiker fühlte sich der Jahresanfang teilweise schon wie ein April oder Mai an.

Zweistellige Temperaturen im Februar, – die Konzentration einiger Pollen wie etwa der Erle stieg an manchen Orten in Deutschland bereits auf hohe Werte. Auch wenn es derzeit wieder kühl und nass ist, gilt:„Für Allergiker war es nicht der Traumwinter“, bilanziert der Leiter des Allergie-Centrums an der Berliner Charité, Torsten Zuberbier, mit Blick auf die weitgehend milde Witterung in den meisten Regionen Deutschlands. „Schon zu Weihnachten waren Haselpollen-Allergiker geplagt, außer vielleicht im Hochgebirge.“ Der seit etwa 20 Jahren beobachtete Trend hin zu einer immer kürzeren wirklich pollenfreien Zeit im Winter setze sich damit fort, betont Zuberbier.

Der klassische Heuschnupfen, der durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern hervorgerufen wird, betrifft rund 16 Prozent der Bundesbürger, berichtet der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. Zumindest die heimischen Wohn- und Schlafräume sollten daher nach Möglichkeit als pollenfreie Zone gestaltet werden. Je weniger man also mit den Allergieauslösern in Kontakt kommt, umso besser lassen sich Symptome beherrschen. Regelmäßig duschen und die Haare waschen, die Kleidung beim nach Hause kommen direkt wechseln und Textilien, die draußen getragen wurden, nicht offen liegenlassen schon mit kleinen Tricks lässt sich die Belastung daheim reduzieren. Zusätzlich empfiehlt es sich, Fenster und Türen mit einem Pollenschutz zu versehen, etwa von Herstellern wie Neher oder Windhager. So kann man jederzeit lüften, ohne dass die Allergene ins Haus eindringen. Wichtig ist dabei, die Öffnungen rundum und lückenlos mit einem Schutzgewebe zu versehen.

Der örtliche Fachhandel berät zu den Möglichkeiten und kann etwa aus dem Gewebe maß- geschneiderte Rahmen für Fenster und Türen anfertigen. Eine spezielle Beschichtung des Polltec-Gewebes von Neher etwa soll dafür sorgen, dass die Allergene buchstäblich hängen bleiben. Dauertests haben die Wirksamkeit bestätigt: Das Siegel der Ecarf-Stiftung (European Centre for Allergy Research Foundation mit Sitz an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité Berlin) bestätigt, dass Birken- und Gräserpollen zu mehr als 90 Prozent zurückgehalten werden. Frische Luft und Tageslicht hingegen können ungehindert in die Wohnung strö- men. Einen weiteren wertvollen Nutzen hat der Pollenschutz: Er hält auch Insekten wie etwa Mücken, Fliegen und Falter aus den Wohnräumen fern. Denn wenn die Schutzvorrichtung für Fenster oder die Terrassen- und Balkontür maßgeschneidert wird, lassen sich selbst die kleinsten Schlupflöcher für die ungebetenen summenden und surrenden Untermieter schließen.

Spezialgewebe schützen

Ein weiterer Vorteil: Endlich kann man wieder gründlich lüften und für ein gesundes Raumklima sorgen, ohne eine Mückeninvasion im Haus befürchten zu müssen. Die Fenster können auch nachts geöffnet bleiben: Frische Luft strömt ins Haus, ungebetene Nervensägen und Pollen hingegen werden ausgesperrt.

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