Pflanzen

Jetzt wird Gartenluft geschnuppert

Jetzt kann allles gesetzt werden, was uns mit seinen frischen Farben und Formen erfreut.

Jetzt kann allles gesetzt werden, was uns mit seinen frischen Farben und Formen erfreut.

Foto: Matthias Graben

Die Eisheiligen sind vorbei und das bedeutet für Gartenfreunde: Es darf wieder gebuddelt, gesetzt und geschnitten werden.

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Egal, ob Lupinen, Hortensien oder Rhododendron – mit den allmählich milderen Temperaturen fängt es im ganzen Land zu blühen an. Die erwachende Natur lässt nicht allein die Laune steigen, sondern treibt auch Hobbygärtner wieder hinaus ins Freie. Schließlich gilt es schon jetzt dafür zu sorgen, dass der Sommer in der grünen Oase paradiesisch wird.

Radikal an den Rasen

Die allererste Maßnahme im Frühjahr: das Vertikutieren des Rasens. Damit beseitigen Sie Moos und Rasenfilz. Die Gräserwurzeln bekommen mehr Sauerstoff, der Rasen wird dichter und strapazierfähiger. Ob vertikutiert werden muss, können Sie ganz einfach erkennen: Ziehen Sie eine kleine Metallharke locker durch die Grasnarbe und schauen Sie, ob alte Mährückstände und Moospolster an den Zinken hängen bleiben. Auch ein starker Unkrautwuchs ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Rasengräser in ihrem Wachstum gehemmt sind. Nach der rabiaten Kur sieht der Rasen zunächst ramponiert aus. Er erholt sich jedoch schnell wieder. Dafür sorgt auch die Düngung, die er anschließend erhalten sollte.

Die Böden: schön locker

Die Böden der Beete sollten aufgelockert werden, sofern der Frost im Winter das noch nicht erledigt hat: Wenn es friert, brechen durch die kältebedingte Ausdehnung des Wassers dicke Erdklumpen zu Krümeln auf. Der Gärtner spricht von Frostgare. Wenn es danach wieder etwas wärmer wird, sollte eine Schicht Kompost in den Boden kommen. Dieser enthält wertvolle Nährstoffe, die langsam von den Pflanzen aufgenommen werden.

Ab in die Erde

Sommerblumen wie Geranien, Fuchsien oder Dahlien dürfen ab der zweiten Maihälfte im Freien gepflanzt werden. Auch im Gemüsebeet kann es mit dem Säen und Pflanzen losgehen. Mangold, Senf, Spinat, Knollensellerie und Lauch vertragen ohnehin auch niedrige Temperaturen. Aber auch für Endivie, Kapuzinerkresse, Kartoffeln, Radieschen oder Petersilie ist die Zeit reif.

Unterkünfte für Vögel

Viele Gartenbesitzer erfreuen sich nicht nur an Blumen und Pflanzen, sondern auch am Zwitschern heimischer Vögel. Wenn Sie den Piepmätzen etwas Gutes tun mögen, hängen Sie in Ihrem Garten Nistkästen auf. Die Brutzeit dauert bei den meisten Arten bis Juni oder Juli, der Zaunkönig brütet sogar bis in den August hinein. Nisthilfen sollten in zwei bis fünf Metern Höhe stabil an einem Baum befestigt werden. Ihre Öffnung zeigt idealerweise nach Südosten, um das Gelege vor Wind und Regen zu schützen.

Luft und Licht

Nachdem Spät- und Nachtfröste nun nicht mehr zu erwarten sind, dürfen auch die über Winter eingelagerten Kübelpflanzen langfristig ins Freie ziehen. Temperaturen von mehr als 20 Grad sollten sie jedoch vorerst noch nicht ausgesetzt werden. Nach der langen Ruhezeit in Kälte und Dunkelheit, müssen sich Gewächse erst wieder an die gestiegenen Temperaturen und an das helle Sonnenlicht gewöhnen.

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