Dach

Ganz oben alles in Ordnung

Ein Dach muss regelmäßig kontrolliert werden, damit Schäden nicht größere Ausmaße annehmen.

Ein Dach muss regelmäßig kontrolliert werden, damit Schäden nicht größere Ausmaße annehmen.

Foto: GETTY

Essen.   So bleiben Dach und Dacheindeckung länger in Schuss.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Haupt des Hauses muss viel aushalten können. Deshalb braucht ein Dach regelmäßige Pflege. Ist es in die Jahre gekommen, steht womöglich eine Sanierung an. Manchmal reicht schon eine fachgerechte Reinigung oder die Neubeschichtung der Ziegel. Möglicherweise muss das Dach aber neu gedeckt oder gedämmt werden. Insgesamt gehört es zu den langlebigsten Bauteilen eines Hauses. Bis zu 50 Jahre lang kann es voll funktionsfähig bleiben. Wenn aber Teile der Dacheindeckung lose sind, Lecks festgestellt werden oder aber eine Dämmung vonnöten ist, steht eine Sanierung an. In seltenen Fällen müssen sogar Dachbalken erneuert werden.

Bei der Sanierung älterer Gebrauchsimmobilien kann es vorkommen, dass der gesamte Dachstuhl erneuert werden muss. Alle Sanierungsarbeiten gehören üblicherweise in die Hände von Fachunternehmen. Laien sollten sich aus Sicherheitsgründen nicht daran versuchen. Wird das Dach neu eingedeckt, sollten Eigentümer wissen, wie der Dachraum künftig genutzt werden soll. Soll der Spitzboden kurz- oder langfristig zu Wohnzwecken ausgebaut werden, muss das Dach die Kriterien der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen und gedämmt werden. Aber auch, wenn nicht ausgebaut werden soll, muss die oberste Geschossdecke, also üblicherweise der Fußboden des Dachraums, gedämmt werden. Es kann sinnvoll sein, die Gelegenheit zu nutzen und nicht nur das Dach neu zu decken, sondern es auch zu dämmen. In diesem Fall ist eine sogenannte Aufsparrendämmung möglich. Das heißt, dass die Dämmung auf den Dachbalken liegt.

Das hat verschiedene Vorteile: Sperrfolie und Dämmmaterial bedecken das Dach vollflächig und bei den Arbeiten bleibt der obligatorische Baustellenstaub draußen. Um ein Dach von innen zu dämmen, werden zumeist die Zwischenräume der Sparren, die schrägen Stützbalken des Daches genutzt. Hier wird der Dämmstoff dazwischen geklemmt. Der Vorteil dieser Art der Dämmung: Das Dach muss nicht neu eingedeckt werden. Auch wenn ein Dach nicht neu eingedeckt werden muss, dient es seiner Haltbarkeit, wenn der Eigentümer es reinigen und beschichten lässt. Ein Hochdruckreiniger führt zu guten Ergebnissen. Außerdem gibt es chemische und biologische Reinigungsmittel. Dabei werden beispielsweise Bakterien aufgesprüht, die organische Ablagerungen wie Moose, Algen und Flechten zersetzen. Etwas Geduld ist dabei jedoch gefragt: es kann Tage oder sogar Wochen dauern, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt. (blau)

>>>Aus der Praxis

Ist die Dachhaut stark angegriffen, sollten Bauherren über eine neue Beschichtung nachdenken. Dabei wird das Dach ebenfalls gründlich gereinigt. Danach wird eine Grundierung aufgesprüht und anschließend die Farb- und Deckschicht, meist Reinacrylat, aufgetragen. (blau)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben