Energie

Die Vorteile hybrider Heizsysteme

Zeitgemäße Heizsysteme lassen sich digital bedienen.

Zeitgemäße Heizsysteme lassen sich digital bedienen.

Foto: Getty

Die Vernetzung schreitet voran und ermöglicht ein Höchstmaß an Komfort.

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„Deiner Heizung geht es gut“ – die Anlage schickt ihrem Besitzer die Nachricht auf das Smartphone. Beruhigend, wenn man das Zuhause warm vorfinden möchte. Die digitale Steuerung der Heiztechnik geht noch viel weiter dank künstlicher Intelligenz. Moderne Heizungen lassen sich bereits so einstellen, dass sie nur laufen, wenn jemand zu Hause ist. Die Hersteller gehen inzwischen einen Schritt weiter: Heizungen werden unabhängiger und dadurch effizienter und kostensparender. Zu sehen war das Mitte März auf der ISH, der Weltleitmesse für Heiztechnik in Frankfurt am Main. Wichtige aktuelle Schlagwörter sind das Home Energy Management System (HEMS) und die Nutzung mehrerer Energiequellen im Haushalt, die so genannnten hybriden Systeme.

HEMS ist eine Weiterentwicklung der digital steuerbaren Heizung. Sie lässt sich etwa über das Smartphone oder Tablet bedienen. Ist sie an das Internet angeschlossen, geht das auch aus der Ferne. Man kann also die Temperatur zu Hause schon auf dem Heimweg hochdrehen. Und wenn mal etwas kaputt ist, schickt die Heizung automatisch eine Fehlermeldung. Im HEMS werden alle Energieströme im Haus wie etwa Gas, Öl, Solarthermie und Strom von einer künstlichen Intelligenz gesteuert, erklärt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Das Gebäude kann sich damit effizienter selbst versorgen. Denn die Technologie ermöglicht den dynamischen Wechsel von Energiequellen. Sie nutzt zum Beispiel Solarenergie, wenn die Sonne scheint, und springt auf die Wärmepumpe um, wenn Wolken aufziehen.

Das Ganze fußt auf einer Entwicklung der Beheizung hin zu einem sogenannten hybriden System. Hier wird nicht nur ein Energieträger, sondern ein Energiemix meist aus zwei Wärmeerzeugern verwendet. Davon wird mindestens einer auf Basis erneuerbarer Energien betrieben. Im Zentrum des Systems steht die Wärmepumpe. Sie ist quasi der neue Überflieger im hybriden Heizsystem. Grob gesagt funktioniert sie so: Die Pumpe zapft die natürliche Wärme des Erdreichs, des Grundwassers oder der Luft an und überträgt sie an den Heizkreislauf im Haus. Für den Betrieb braucht sie Strom, aber einen wesentlich kleineren Anteil als etwa strombetriebene Nachtspeicherheizungen. Laut Messe Frankfurt wird die Wärmepumpe im HEMS um eine Photovoltaikanlage zur Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien ergänzt.

>>> Gut zu wissen

HEMS ist ein Begriff, den man sich beim Thema Heizen merken muss. Es steht für Home Energy Management System, was so viel wie Steuersystem für die Heimenergie bedeutet. Dahinter steckt eine steuerbare Heizung, die sich über das Smartphone oder Tablet regeln lässt.

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