Praxis-Tipps

Cleveres Heizen leicht gemacht

Nicht nur Katzen brauchen Wärme, um sich wohlzufühlen.

Nicht nur Katzen brauchen Wärme, um sich wohlzufühlen.

Foto: Getty

Essen.  Mit steigenden Energiepreisen wächst das Bewusstsein für den sinnvollen Verbrauch von Wärme. So bringen Sie Ihre Wohnung sparsam auf angenehme Temperaturen.

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Ist es draußen frostig, ist eine warme Wohnung eine Wohltat. Doch der Gedanke an die nächste Heizkostenabrechnung verursacht bei manchem Verbraucher eine zusätzliche Gänsehaut. Mit fünf Tipps sorgen Sie für angenehme Wohnwärme und schlagen der Kostenexplosion ein Schnippchen.

Tipp 1: Laufzeiten einschalten

Wer den Großteil des Tages auf der Arbeit verbringt, muss nicht zwingend bis abends durchheizen. Eine Zeitschaltuhr am zentralen Temperaturregler signalisiert der Heizanlage, wann sie anspringen und wann sie dagegen auf Sparflamme arbeiten soll.

Tipp 2: Konstante Basiswärme

Ganz wichtig: In der gesamten Wohnung sollte stets eine niedrige Grundtemperatur herrschen, auch wenn die Bewohner nicht daheim sind. Andernfalls benötigt das Heizsystem zu viel Energie, um zuvor ausgekühlte Räume auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen.

Tipp 3: Nicht zu kühl und nicht zu warm

Welche Temperaturwerte für einen Raum optimal sind, richtet sich nach seiner Nutzung: In der Küche reichen 18 Grad aus, da die Betriebswärme von Herd, Spülmaschine oder Backofen den Raum mittemperiert. 18 Grad gelten auch im Schlafzimmer als ideal, da es sich so besser schläft. Im Wohnzimmer sollten es dagegen 20 bis 22 Grad sein, da die meisten Menschen in diesem Raum still sitzen.

Tipp 4: Gluckern verboten

Wenn die Heizkörper nicht richtig oder unterschiedlich warm werden und Gluckergeräusche zu hören sind, ist dies höchstwahrscheinlich ein Hinweis darauf, dass sich eventuell Luft im System befindet. So wird mehr Energie benötigt, um einen Raum zu heizen. Abhilfe dabei schafft die schnelle und einfache Entlüftung, nach der ein Heizkörper wieder komplett mit Wasser gefüllt ist. Mit einem Entlüfterschlüssel können Sie ganz einfach selbst die Luft aus dem heißen Heizkörper ablassen – zu bekommen ist der Schlüssel in jedem Baumarkt.

Tipp 5: Freie Sicht auf Heizkörper

Wenn Heizkörper hinter Vorhängen versteckt oder mit Möbeln zugestellt sind, können sie ihre Wärme nicht vollständig entfalten. Das Zimmer wird dann nicht so warm, wie es eigentlich möglich wäre. Die Heizenergie wird also nicht voll ausgenutzt. Um diesen Effekt zu vermeiden, sollten Sie Ihre Einrichtung entsprechend gestalten. Die einfache Regel lautet, dass jeder Heizkörper gut zu sehen sein sollte und die Raumluft ihn ungehindert umströmen kann. deim

>>> Dies sollte man wissen

Lüften gehört unbedingt zum sparsamen Heizen. Die wichtigste Regel dabei: Mehrfach täglich stoßlüften, nicht dauerhaft kipplüften. Das heißt, dass die Fenster immer nur für wenige Minuten, dafür aber möglichst komplett geöffnet werden.

So wird die Luft im Raum schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände innen auskühlen. Sind die Fenster wieder geschlossen, muss die Heizung danach nur die frische Luft erwärmen, nicht die massiven Bauteile. Das geht viel schneller und braucht deutlich weniger Energie.

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