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Apple Pay: Sparkassen-Kunden können noch 2019 damit starten

Bezahlen mit dem Smartphone: Auch die Sparkassen und Volksbanken machen es dank Apple Pay möglich.

Bezahlen mit dem Smartphone: Auch die Sparkassen und Volksbanken machen es dank Apple Pay möglich.

Foto: © MAXIM ZMEYEV / Reuters / Reuters

Berlin.  Apple Pay ist für Kunden zahlreicher Banken schon länger möglich. Nun ziehen auch die Sparkassen nach – jedoch mit Einschränkungen.

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Die deutschen Sparkassen und die Volksbanken und Raiffeisenbanken wollen ihren Kunden das Bezahlen mit Apple Pay ermöglichen. Der Dienst soll noch in diesem Jahr eingeführt werden.

„Zum Start werden Kreditkarten – Mastercard und VISA – unterstützt, die Girocard bereiten die Sparkassen für 2020 vor“, sagte Sparkassen-Sprecher Thomas Rienecker unserer Redaktion. Kunden könnten sich schon jetzt vorbereiten, um Apple Pay gleich vom ersten Tag an nutzen zu können. Wann genau dieser Tag ist, ist aber noch nicht bekannt.

Apple Pay bei der Sparkasse: Was schon möglich sein soll

Einige Kunden scheinen es jedenfalls kaum erwarten zu können, Apple Pay zu nutzen: Sie führen erste Tests durch, die zumindest in einem Punkt erfolgreich gewesen sein sollen.

So berichten Nutzer auf Twitter darüber, dass sie ihre Kreditkarten bereits in der Smartphone-App von Apple hinterlegen konnten. Das ist die Voraussetzung, um später direkt mit dem Handy zahlen zu können. Jedoch sind die meisten Kunden nur bis zu dem Punkt gelangt, an dem sich die Kartendaten eintragen lassen.

Eine Überprüfung der Kartendaten war demnach noch nicht möglich. Somit können die Sparkassen-Kunden auch noch nicht über Apple Pay zahlen.

Apple Pay einrichten – was Sie brauchen

Auf den Websites einiger Sparkassen wird bereits erklärt, wie man Apple Pay einrichtet. Um den Dienst zu nutzen, benötigt man:

  • Ein Apple Pay-fähiges Endgerät
  • Eine Apple-ID
  • Eine Freischaltung für das Online-Banking (mit Nutzung von ePostfach und pushTAN- oder chipTAN-Verfahren)
  • Die S-App (aktuellste Version)
  • Ein Sparkassen-Konto mit der Sparkassen-Kreditkarte oder Sparkassen-Karte Basis

Bei Apple Pay erstellen Kunden zunächst ein Profil, in dem Konto- bzw. Kartendaten hinterlegt werden. Wenn beim Bezahlen dann das Smartphone ans Kartenlesegerät gehalten wird, wird anschließend der fällige Betrag von der jeweiligen Karte abgebucht.

Die Volksbanken nannten im Juni zunächst keinen festen Termin, jedoch scheint auch eine Einführung ab 2020 realistisch. Hintergrund sei unter anderem, dass die Girocard der Volksbanken einige von Apple geforderten Sicherheitsmerkmale nicht erfüllt. Diese sollten laut BVR eigentlich ab Oktober 2019 unterstützt werden. Danach wäre dann auch eine Hinterlegung der Karten bei Apple Pay möglich. Bis jetzt ist die Bezahlfunktion über die Volksbanken noch nicht möglich.

Apple Pay bei der Sparkasse: Diese Banken werden in Deutschland unterstützt

  • Allianz
  • American Express
  • boon.
  • bunq
  • comdirect
  • Consors Bank
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • Deutsche Bank
  • Deutsche Kreditbank AG (Visa-Kreditkarten, Lufthansa Miles & More-Kreditkarte)
  • fidor BANK
  • Fleetmoney
  • Hanseatic Bank
  • HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG
  • ING
  • Klarna
  • Monese
  • N26
  • Netbank
  • o2 Banking
  • Revolut
  • Ticket Restaurant Edenred
  • Viabuy
  • VIMpay
  • Sparkassen (noch 2019)
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken (noch 2019)

Dazu werden zahlreiche Bezahldienste und Online-Banken unterstützt, darunter N26, O2 Banken oder Ticket Restaurant und Sodexo. Diese Banken und Geschäfte unterstützen bald Apple Pay.

Das bargeldlose Zahlen liegt bei den Deutschen zunehmend im Trend. So haben Deutsche 2018 erstmals öfter mit Karte als bar bezahlt. Auch in einer Umfrage gab die Mehrheit der Deutschen an, lieber bargeldlos zu zahlen. Doch es gibt auch noch eine deutliche Skepsis gegenüber dem bargeldlosen Zahlen.

Eine Schufa-Umfrage zeigte, dass diese Skepsis auch vor jüngeren Generationen keinen Halt macht. Schüler fordern mehr Finanz-Unterricht an Schulen, weil sie nach eigenen Aussagen Hintergründe zu Geldfragen nur von den Eltern erfahren. Somit wüssten Jugendliche und Kinder nicht genug über digitale Zahlmittel und stehen diesen ähnlich kritisch gegenüber wie ihre Elterngeneration.

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