Westfalen wunderschön

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Westfalen. Es ist ein Loblied auf Westfalen, das Gerhard Besler auf 250 Seiten anstimmt. Und es soll ein anderes Westfalen sein, als es in den Bildbänden vergangener Jahrzehnte besungen wird. Dafür sei es höchste Zeit, so Besler, Verleger und Chefredakteur des Westfalen-Magazins. Die letzten umfassenden Bücher über Westfalen, die er habe finden können, seien zwanzig, dreißig Jahre alt und bildeten eine Region ab, die es so nicht mehr gibt, meint Besler. Oder die es je nur in der klischeebeladenen Vorstellung von Nicht-Westfalen gab. „Westfalen ist nicht: Kühe im Nebel, Pfefferpotthast und ein alter Mann, der pfeiferauchend vor einem Fachwerkhaus sitzt,“ sagt Besler.

Bei ihm ist Westfalen vor allem eine attraktive Tourismusregion. Sein Westfalen ist geprägt von Städten und Städtchen, von denen er zwanzig detailliert in Text und Bild vorstellt. Er schreibt über große Feste, von der Montgolfiade in Warstein bis zur Extraschicht, der „Nacht der Industriekultur“, macht westfälische Ausflugsziele schmackhaft, vom Schmallenberger Land und Rothaarsteig über die imposanten Ruhrgebietshalden bis hin zur Burg Altena mit der ältesten Jugendherberge der Welt.

Kulinarisch hat bei Besler ebenso die Currywurstbude wie die Sterneküche Raum. Ergänzt werden seine Berichte durch ausgewählte Ausgehtipps und Rezepte – ein Zusammenspiel zwischen traditioneller Küche und dem, was aus regionaler Kost wird, wenn man moderne Köche zu Werke lässt.

Beslers Westfalen soll anstecken: Die Auswärtigen, die ein wahrhaftigeres Bild dieser Region bekommen sollen, genauso wie Menschen, die schon immer hier leben. Denn auch, wenn Besler sich eigentlich als Weltenbummler versteht, seit er als Redakteur und Verleger intensiv in Westfalen unterwegs ist, hat er den Landstrich neu entdeckt. „Uns zieht es zur freien Zeit nicht mit dem Billigflieger nach Teneriffa, sondern ins Sauerland“, sagt er.

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