Motocross

Red Bull Dirt Diggers: Große Sprünge in Dinslaken

Gute Aussicht: Luc Ackermann hat das Haldenareal bei einem Vorabbesuch bereits getestet.

Gute Aussicht: Luc Ackermann hat das Haldenareal bei einem Vorabbesuch bereits getestet.

Foto: Foto: Berlinieros

Dinslaken.  Freestyle Motocross im einstigen Kohlerevier: Auf der Halde Lohberg feiern Mitte September die „Red Bull Dirt Diggers“ Premiere.

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Es ist alles ein großer Kreislauf – im Leben, aber bisweilen auch im Sport: Einst bretterten die Fahrer beim Motocross über schmutzige Pisten und Sandhügel, dann ging es immer höher hinaus: Beim Freestyle Motocross (FMX) katapultierten sich die Fahrer über Sprungschanzen hoch in die Luft, um dort spektakulärere Tricks zu zeigen. Unter ihren Stollenreifen hatten sie dabei keinen Lehm mehr, sondern den Hallenboden großer Arenen und Rampen aus Stahl. Nun geht’s zurück in den Dreck: „Red Bull Dirt Diggers“ heißt das Event, bei dem die Extremsport-Abteilung des Energydrink-Produzenten zehn Motocross-Profis zum FMX- und Freeride-Spektakel auf natürliches Terrain bittet. Naja, fast. Entstanden ist die Halde Lohberg in Dinslaken natürlich durch Menschenhand – aber reichlich Schmutz und Geröll für grobe Stollenreifen hat sie dennoch zu bieten.

Gefordert sind die Fahrer bei „Red Bull Dirt Diggers“ gleich in drei Disziplinen: Der „Snake Run“ (Schlangenlauf) besteht aus zwei etwa 125 Meter langen, parallel verlaufenden Parcours. Hier geht es nicht um hohe oder weite Sprünge, sondern um eine möglichst fließende Fahrt mit technischen Finessen – klassische Freeride-Motocrosser dürften hier ihre Vorteile haben.

Red Bull Dirt Diggers: Luc Ackermann will den Sieg

Bei der Disziplin „Compound“, die neben dem „Snake Run“ mitten auf der Halde ausgetragen wird, werden wiederum Aspekte des Freeriding und des FMX vereint. Eine große Auswahl an Rampen und Dirtjumps bieten den Fahrern mannigfaltige Möglichkeiten für spektakuläre Sprünge und Tricks.

„The Big Dogs“ bezeichnet schließlich zwei große Hügel am Haldenrand, die den Fahrern Riesensätze bis zu 40 Metern ermöglichen. Gestaltet werden die drei Parcours im Vorfeld von den antretenden Fahrern gemeinsam mit den Streckenbauern.

Wer bei allen Disziplinen die beste Figur macht, geht am Ende als Gesamtsieger von der Halde. Drei Kampfrichter bewerten alle Sprünge und Aktionen – mit Jose Miralles, Fabian Bauersachs und Alexey Kolesnikov sind dies selbst drei der besten Sportler der FMX-Szene. Prämien gibt’s aber auch noch für den jeweiligen Sieger der einzelnen Disziplinen sowie für die besten Tricks.

Angeführt wird das Fahrerfeld von Deutschlands FMX-Superstar Luc Ackermann, der das Haldenareal im Vorfeld bereits getestet hat (Foto). Am 14. September trifft er hier auf seinen schärfsten Konkurrenten beim Kampf um die WM-Krone: Der Spanier Maikel Melero hatte sich in den vergangenen fünf Jahren den WM-Titel bei den „Nights of the Jumps“ geholt und geht nun auch auf der Halde Lohberg als Favorit an den Start.

Zu den weiteren „Dirt Diggers“ gehören u.a. Kai Haase aus Berlin, die US-Boys Colby Raha und Brody Wilson sowie der Australier Pat Bowden, der sich jüngst bei den „Nitro World Games“ in Utah Gold mit einem brandneuen Trick sicherte. Den „Christ Air Frontflip“ landete Bowden allerdings auf einer luftgepolsterten Rampe – in Dinslaken erwarten ihn nun rustikalere Bedingungen.

>>> Red Bull Dirt Diggers: 14.9. Dinslaken (Halde Lohberg). Beginn: 12.30 Uhr, Öffnung des Areals: 11 Uhr. Karten (ca. 29 €) und weitere Infos auf redbull.com/dirtdiggers.

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