Musik

Schiller ist in der Region auf „Es werde Licht“-Tour

Schiller kommt in die Region und macht u.a. Halt in Oberhausen.

Schiller kommt in die Region und macht u.a. Halt in Oberhausen.

Foto: Annemone Taake

Essen.   Mit entspannender Musik zwischen Ambient und Elektropop begeistert Schiller seit 20 Jahren die Fans. Im Mai macht er u.a. Halt in Oberhausen

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„Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten“, reimte Friedrich Schiller anno 1795. Dem Hamburger Christopher von Deylen könnte man nun nachsagen, dass er sich nicht nur bei der Berufswahl, sondern auch bei der Findung eines Pseudonyms von eben jenem Zitat und dessen Urheber kräftig beeinflussen ließ.

Denn den 48-Jährigen kennen Musikfreunde unter dem Namen Schiller. Seit 20 Jahren fährt er mit seiner Mischung aus ruhigen Electronica-Klängen und Pop Erfolge über Erfolge ein. Stücke wie „Das Glockenspiel“, „Dream Of You“ und, was für ein passender Songtitel, „Ruhe“ etablierten das Projekt rund um die Jahrtausendwende in den Charts. Bis heute füllt Schiller große Hallen in Deutschland und Europa und kann auf Kollaborationen mit Weltstars wie Anna Netrebko, Lang Lang oder Mike Oldfield zurückblicken. Mit Stücken des zehnten, im März dieses Jahres veröffentlichten Studioalbums „Morgenstund“ und vielen Klassikern geht von Deylen nun auf „Es werde Licht“ -Tour.

Ein Hauch von Pink Floyd

Wer Schiller bereits live gesehen hat, weiß, dass dieser Tour-Titel mit Bedacht gewählt wurde. Denn die Konzerte bestechen traditionell nicht nur durch kristallklarem Surround-Sound, sondern verblüffen auch mit atmosphärischen Video- und Laserproduktionen. Wildes Stroboskop-Gewitter überlässt von Deylen aber lieber anderen: „Wir arbeiten zwar mit Visuals, so dass es viel zu sehen geben wird, aber man kann auch einfach nur die Augen schließen, den Surround-Sound auf sich wirken lassen und zwei Stunden lang den Alltag vergessen.“

Die „Es werde Licht“-Tournee ermöglicht dabei ein völlig anderes Konzerterlebnis als die vergangene „Klangwelten“-Konzertreise. Bei dieser stand von Deylen nur mit zwei Gastmusikern an Keyboards und E-Schlagzeug auf der Bühne, das Trio spielte reduzierte, teils instrumentale Versionen der Songs.

Nun wird es, so verspricht der kreative Kopf, wieder „Phasen geben, in denen es deutlich nach vorne geht.“ Dabei helfen ihm fünf weitere Musiker. Einer davon ist ein alter Bekannter und hat schon vor Besucherzahlen gespielt, die selbst für einen erfolgreichen Musiker wie Christopher von Deylen auf ewig unerreichbar bleiben dürften. Denn an den Drums sitzt – zum dritten Mal nach 2001 („Weltreise“-Tour) und 2004 („Leben“-Tour) – mit Gary Wallis ein Ex-Musiker von Pink Floyd. Zwischen 1987 und 1994 tourte und arbeitete der Londoner mit den Rock-Legenden. Er müsste also am besten wissen, wie man mit Liedern Menschen verzaubert ...

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