Konzert

Ein teures Vergnügen: Eagles verlangen horrende Kartenpreise

Vince Gill, Don Henley und Deacon Frey (v.li.) sind drei Fünftel des aktuellen Eagles-Line-Ups.

Vince Gill, Don Henley und Deacon Frey (v.li.) sind drei Fünftel des aktuellen Eagles-Line-Ups.

Foto: Kevin Mazur

Köln.   Die Country-Rocker kommen im Mai nach Köln. Karten für das Konzert sind kostspielig – unter 150 Euro kommt keiner mehr rein.

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Sie lösten sich 1980 auf, vereinigten sich 1994 wieder, 2016 gaben sie ihren endgültigen Ruhestand bekannt – und doch sind die Eagles in diesem Jahr auf Welt-Tournee. Dabei macht die Band, bekannt vor allem durch ihren Mega-Hit „Hotel California“, auch in Nordrhein-Westfalen Halt: In der Kölner Lanxess Arena spielen die Country-Rocker am 28. Mai ein Konzert.

Sechs Nummer-eins-Alben, fünf Nummer-eins-Hits: Mit weltweit mehr als 150 Millionen verkauften Tonträgern sind die Eagles eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Wer im Jahr 2019 in den Genuss eines Eagles-Konzerts kommen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Karten für Plätze in vorderen Reihen des ersten Blocks vor der Bühne kosten im Vorverkauf über 400 Euro – das dürfte der Grund sein, weshalb derzeit noch welche erhältlich sind. Für rund 150 Euro kann man das Konzert ebenfalls noch verfolgen – allerdings von einem Platz seitlich der Bühne, bei dem man mitunter Sichtbehinderungen in Kauf nehmen muss. Natürlich ging es auch günstiger: Zum Vorverkaufsstart gab es Karten für knapp 70 Euro – für Plätze in den hintersten Reihen des Oberrangs.

Veranstaltet wird das Konzert vom Kölner Unternehmen Dirk Becker Entertainment (DBE). „Kein Kommentar von unserer Seite“, so DBE auf die Frage der Redaktion, wie denn der hohe Preis zustande kommt.

Don Henley hält die Fahne hoch

Eine naheliegende Erklärung ist die Exklusivität der Band: Nur zwei Konzerte geben die Eagles in ganz Deutschland. Darüber hinaus stand die kalifornische Rock-Institution bereits seit Jahren in Europa nicht mehr auf der Bühne. Und ganz vielleicht ist es dieses Mal auch tatsächlich ihre letzte Tournee. Angekündigt hatten sie es ja zur Genüge. Es drängt sich auf, die teuren Tickets mit den klassischen Marktmechanismen zu erklären: Ein knappes Angebot treibt bei entsprechender Nachfrage die Preise hoch.

Wer sich das Konzert dennoch nicht entgehen lässt, erlebt von der Originalbesetzung der Eagles noch Don Henley in Aktion. Die Bandgeschichte ist von einigen Wechseln geprägt: Mit Gitarrist Bernie Leadon verließ ein Gründungsmitglied die Eagles bereits im Dezember 1975 und wurde durch Joe Walsh ersetzt. 1977 entschloss sich Bassist Randy Meisner nach einer Auseinandersetzung mit Glenn Frey zum Austritt. Und Frey, der als viertes und letztes Gründungsmitglied sowohl Gitarre als auch Klavier spielte, starb 2016 nach langer Krankheit.

Frey Junior folgt seinem Vater

Der Name Frey allerdings ist heute noch in der Band präsent, denn Glenn Freys Sohn Deacon steht inzwischen mit auf der Bühne und wahrt das Andenken an seinen Vater. Zur aktuellen Besetzung gehören außerdem Bassist Timothy B. Schmit sowie Gitarrist und Sänger Vince Gill.

Gemeinsam mit Multinstrumentalist und Sänger Henley spielen sie natürlich Klassiker wie „Hotel California“, „One Of These Nights“, „Life In The Fast Lane“ oder „Desperado“. Vielleicht stehen aber auch Stücke aus ihrem siebten und bislang letzten Album „Long Road Out Of Eden“ aus dem Jahr 2007 auf der Setlist. Von der Kritik durchaus wohlwollend aufgenommen, ist es das einzige Eagles-Werk, das nicht in den 70er-Jahren produziert worden ist.

>>> INFO: Eagles live:

28.5. Köln (Lanxess Arena). Karten ab ca. 150 € in unseren LeserLäden, unter 0201 /804 60 60 und online auf www.ruhrticket.de.

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