Zirkus

Cirque Bouffon ab April mit neuer Show in der Region

Artist Azamat Tursunov wird auch in der Show „Lafolia“ zusehen sein.

Artist Azamat Tursunov wird auch in der Show „Lafolia“ zusehen sein.

Foto: Handout

Essen.   Mit der Show „Lafolia“ gastiert der Cirque Bouffon in Gelsenkirchen, Köln, Münster und Bielefeld. Die Artisten stehen wie zuvor im Mittelpunkt.

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Auf ein Leben im Wohnwagen hatte Frédéric Zipperlin keine Lust. Zirkusartist werden wollte er trotzdem schon seit Kindertagen. Nach absolvierter Schule und Auftritten als Straßenkünstler reiste der Franzose einige Jahre mit dem Cirque du Soleil um die Welt und zeigte sich dabei als Allzweckwaffe: Artistik, Jonglage, Trapez, Schlangenmensch-Performance – das aus Paris stammende Multitalent beherrscht alles. 1999 machte er sich gemeinsam mit seiner Frau Anja Krips, gelernte Schauspielerin und Tänzerin, selbstständig und gründete den Cirque Bouffon.

Von da an gestaltete das Ehepaar sein Leben nach Wunsch. Die bis heute insgesamt zwölf aufgeführten Programme wurden dem Publikum jeweils an einer Hand voll Orten über einige Wochen vorgestellt – sonst verbringen Zipperlin und Krips ihre Zeit am festen Wohnsitz in Köln. Da lässt es sich wohl angenehmer über Ideen für weitere Programme brüten als im Wohnwagen.

Die Programme im Cirque Bouffon unterscheiden sich deutlich von dem, was andere Zirkusshows anbieten. „Unsere Vorstellungen profitieren davon, dass wir sie in sehr intimem Rahmen spielen können“, sagt Zipperlin. So ist die „Manege“ in der Mitte des rund 400 Personen fassenden Zeltes platziert, das Publikum sitzt im 360-Grad-Modus komplett rundherum – ohne jede Absperrung zu den Künstlern. Tierdressuren gehören deswegen traditionell nicht zu Bouffon. Die Artistenvorführung bettet der künstlerische Leiter Zipperlin in eine Rahmenhandlung ein.

Zwölf aufgeführte Programme

So auch in der neuen Show „Lafolia“, die ab April in Gelsenkirchen, Köln, Münster und Bielefeld sowie in Saarbrücken zu sehen ist. Zu viel zur Story möchte der Chef des Hauses vor der Premiere am 3. April in Gelsenkirchen noch nicht verraten, aber eines steht fest: „Wir haben das Programm nicht umsonst ‘Lafolia’ genannt. ‘La folie’ ist französisch für ‘die Verrücktheit’ und auf viele verrückte Einlagen dürfen sich die Zuschauer freuen. Vor allem, wenn unsere Clowns Joel Baker und Olivia Weinstein loslegen“, sagt Zipperlin.

Live-Musik spielt eine wichtige Rolle

Die Einlagen der beiden US-Amerikaner wie auch die von u.a. Seiltänzerin Marie Le Corre, Jongleur Florent Lestage oder auch Trapezkünstlerin Roxana Küwen werden einmal mehr von Hauskomponist Sergej Sweschinski musikalisch unterlegt. Der Deutsch-Ukrainer arbeitet bereits seit 2006 für den Cirque Bouffon. „Für ‘Lafolia’ hat Sergej wieder eine Mischung aus balladesken und rockigen Stücken arrangiert. Zwei weitere Instrumentalistinnen unterstützen ihn an Geige, Cello und Piano“, verrät Zipperlin.

Er selbst, früher regelmäßig Teil der eigenen Shows, wird sich diesmal komplett im Hintergrund halten: „Ich habe mit der Regie genug zu tun. Und unser Ensemble ist sowieso herausragend genug – da brauche ich da nicht auch noch rumwirbeln.“

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