Symphonic Floyd

Symphonic Floyd kommt in große Westfalenhalle und ISS Dome

Das Konzertereignis des Jahres: Symphonic Floyd mit der Band Green, den Hagener Philharmonikern und zwei Chören

Das Konzertereignis des Jahres: Symphonic Floyd mit der Band Green, den Hagener Philharmonikern und zwei Chören

Foto: Kai Kitschenberg / FunkeFotoServices

Dortmund/Hagen/Düsseldorf.  Die Musiker der All-Star-Band Green legen das gefeierte Konzertevent wieder auf. Über 100 Akteure stehen bei „Atom Heart Mother“ auf der Bühne.

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Das Plakat ist so groß wie eine Dreizimmerwohnung. Es hängt direkt über dem Haupteingang der Westfalenhalle 1 in Dortmund und wirbt für Symphonic Floyd, das Gänsehaut-Musikereignis von Green und dem Philharmonischen Orchester Hagen, das im Frühjahr 2019 Geschichte geschrieben hat. Nun wollen es die Hagener Musiklegenden Rolf Möller und Milla Kapolke noch einmal wissen und spielen dieses außergewöhnliche Programm, das viel mehr ist als eine Verbeugung vor Pink Floyd, erneut: Am 1. Mai 2020 im ISS Dome in Düsseldorf und am 15. Mai wieder in der großen Westfalenhalle.„Ich musste ein paarmal zu Boden gucken, weil mir sonst die Tränen aus den Augen gelaufen wären“, erinnert sich Extrabreit-Schlagzeuger Rolf Möller an den legendären 9. Februar 2019, als das Publikum in der ausverkauften Westfalenhalle mucksmäuschenstill verfolgte, was da dreieinhalb Stunden lang oben auf der Bühne passierte, mit der All-Star-Band Green, dem Philharmonischen Orchester Hagen, dem Opernchor und dem Kinderchor des Theaters Hagen. „Ich war sprachlos vor Ergriffenheit“, so Milla Kapolke.

Dark Side of the Moon

Im Mittelpunkt von Symphonic Floyd stehen „Atom Heart Mother“ und „Dark Side of the Moon“, lange, live fast nie zu hörende Stücke, weil die erforderliche Besetzung so groß ist. „,On the Run’ spielen selbst Pink Floyd vom Band ein, wir machen das live, mit zwei Synthesizern. Das macht sonst keiner“, bilanziert Milla Kapolke, Sänger und Bassist von Grobschnitt, stolz. „Ein so großer Klangkörper mit Orchester und zwei Chören, das hat noch keiner gewagt“, ergänzt Rolf Möller. Symphonic Floyd ist Breitwandformat, die Götterdämmerung unter den Rock-Konzerten und trotzdem ein Familienprojekt, bei dem der Funke sofort überspringt. Über 100 Akteure wirken mit. Die Band Green wurde 1978 von Milla Kapolke und Bubi Hönig (Extrabreit) gegründet, hier spielen die Extrabreit- und Grobschnitt-Profis aus Spaß zusammen Inzwischen genießen Bubi und Milla längst Großvaterfreuden und stehen gemeinsam mit ihren Kindern auf der Bühne, Vanessa Möller spielt Geige. „Das ist ein Familienunternehmen, das machen wir nicht nur, weil das unsere Kinder sind, sondern, weil sie gute Musiker sind.“

Zukunftsmusik

Mit zur Familie gehören die Hagener Philharmoniker, mit denen die Green-Musiker eine langjährige Freundschaft verbindet. „Symphonic Floyd“ ist acht Mal im Theater Hagen gelaufen, immer ausverkauft, bevor Konzertveranstalter Fred Handwerker aus Unna beschloss: „Da geht noch mehr.“

Künstlerisch ist Symphonic Floyd keine Reise rückwärts, sondern Zukunftsmusik. Das liegt vor allem an den Arrangements von Andres Reukauf. „Das Konzept ist musikalisch durch die Arrangements fast optimal ausgearbeitet. Das ist ja ein Risiko, man kann das auch zu süßlich machen, aber bei uns ist die Mischung aus Band und Orchester optimal“, sagt Milla Kapolke, und Kapellmeister Steffen Müller-Gabriel fügt hinzu: „Das ist die Originalmusik, keine verfälschte Adaption.“

Dirigieren als Gemeinschaftsarbeit

Steffen Müller-Gabriel muss den Riesenladen zusammenhalten, eine enorme Herausforderung, auch für „Green“-Taktgeber Rolf Möller. „Als Band arbeiten wir ja viel mit Feeling, und wenn dann Steffen mit seinen ganzen Noten kommt, ist das eine andere Nummer.“ Kleine Monitore sorgen dafür, dass sich die Musiker und Sänger jederzeit sehen und hören können. Steffen Müller-Gabriel: „Das Dirigieren ist Gemeinschaftsarbeit. Ich dirigiere das Orchester und kriege Impulse, wenn ich sie brauche, von Rolf.“ Möller ergänzt: „Das war für mich ein toller Lernprozess. Ich sehe Steffen immer auf dem Monitor und kann mich darauf richtig eingrooven.“

Die Rückmeldungen waren so außerordentlich positiv, dass sich Green und die Philharmoniker entschieden haben, das Konzert nun in zwei großen Hallen in NRW in Düsseldorf und Dortmund anzubieten, in beiden haben rund 5000 Besucher Platz. Wer die Show schon kennt, darf sich auf einige Überraschungen freuen. „Es geht nur jetzt. Wann, wenn nicht jetzt“, betont Rolf Möller. Milla Kapolke weiß: „Es wäre viel zu schade, diese Sache nur einmal zu spielen. Es ist ein einmaliges Konzept und eine einmalige Idee.“ Und dennoch denkt man bei Green schon weiter, denn es gibt noch soviel gute Musik zu entdecken. Rolf Möller: „Unsere Frauen sagen, wir sollten einmal im Jahr vor Weihnachten im Theater Hagen spielen.“

Termine: 1. 5. 2020: ISS Dome Düsseldorf; 15. 5. 2020: Westfalenhalle Dortmund

www.symphonic-floyd.de

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