Lego

Spaß mit den bunten Steinen

Frida umgeben von tausenden (Lego-) Steinen.

Frida umgeben von tausenden (Lego-) Steinen.

Foto: Ralf Rottmann

Duisburg.   Lego fasziniert bis heute nicht nur die Jüngsten. Interaktive Ausstellungen gibt es einige – zum Beispiel am Duisburger Innenhafen

„Woooaaah, ist das groooß“, ruft die kleine Frida und fläzt sich direkt ins Cockpit des Millennium Falcon. Ein strahlender Blick gen Kamera, ein „Klick“ – fertig ist das Erinnerungsfoto in einem der wohl legendärsten Raumschiffe der Filmhistorie. Da stört es auch nicht, dass Kapitän Han Solo weit und breit nicht zu sehen ist und die Konstruktion abzüglich der Ledersessel aus Lego-Steinen besteht.

Schließlich sorgt es bei den Gästen des Explorado-Kindermuseums am Duisburger Innenhafen durchweg für Erstaunen, wie detailverliebt man Raumschiffe, Charaktere und Schauplätze der „Star Wars“-Saga mit dem Kult-Spielzeug dänischer Herkunft nachbauen kann. Seit April lockt eine von mehreren in der Region laufenden Interaktiv-Ausstellungen namens „BRICKLIVE Force“ Menschen jedes Alters an: „Wir bekommen viele Anfragen von Erwachsenen, die sich sonst nie in ein Kindermuseum verirren“, erklärt Dirk Prußak (47) vom Explorado-Marketing.

An guten Tagen kommen mehrere Hundert Besucher aus allen Altersschichten, die nicht nur gucken, sondern auch anfassen. Das Museumserlebnis der galaktischen Art umfasst 15 Kreativzonen, rund eine halbe Million Steine geben die Möglichkeit zum Bauen eigener Kunstwerke. Mit nach Hause nehmen darf man diese leider nicht – auch die kleinsten Klötze haben nun mal ihren Preis –, das tut der Bastelwut aber keinen Abbruch. „Man kann bauen, was man will und in welcher Größe man will. Lego funktioniert seit Jahrzehnten so gut, weil es einfach die Fantasie anregt“, sagt Prußak.

Möge der Stein mit dir sein!

Was da so Imposantes bei herauskommen kann, sehen die Gäste bei „BRICKLIVE Force“ auf dem Boden, Regalen und an den Wänden. Von Fans gebaute Figuren von Obi-Wan über Boba Fett bis hin zu Küsten- und Gebirgstruppler sind ebenso exponiert wie die zwei mal vier Meter großen „Gemälde“ von Charakteren wie Chewbacca oder Prinzessin Leia.

Da Kinder das bloße Betrachten der Klötzchen-Van-Goghs auf Dauer vielleicht nicht ganz so erfüllend finden, geht’s flugs weiter zum Asteroidenfeld. Die aus weißen und grauen Steinchen gebauten Schlangenköpfe (Exogorth) eignen sich perfekt für eine Runde Ringewerfen. Ein Klassiker. Wenige Meter weiter wird das Laserschwert gezückt – der Griff aus Lego, LED-Technik erledigt den Rest. Zur Entspannung springt Frida zwischendurch in den „Waldmond-Steine­pool“, wo sie in bester Bällebad-Manier in eine riesige Masse aus grünen Steinchen abtaucht (siehe Foto oben).

Dirk Prußak wirft unterdessen einen Blick auf eine der vielen Kreativzonen. Verbaute, vor allem aber verstreute Steine, soweit das Auge reicht. „Hier sieht’s aus wie auf einem Schlachtfeld. Aber so sollte es ja auch sein“, kommentiert er im Vorbeigehen. Stimmt. Passt ja auch zu „Star Wars“.

>>> Info: BRICKLIVE Force, noch bis 1.9., Di-Do 9-18 Uhr, Fr+Sa 10-21 Uhr, So 10-19 Uhr, Explorado, Philosophenweg 23-25, Duisburg. Eintritt: 16,50 €, erm. 12,50 €. Mehr Infos: www.explorado-duisburg.de

Schon gewusst?

Riese. Das deutsche Pendant zum X-Wing-Starfighter, dem mit 5,3 Millionen Steinen größten Lego-Modell der Welt, steht im Legoland im bayerischen Günzburg. Der Nachbau der Münchner Allianz-Arena wiegt rund 1,5 Tonnen und besteht aus knapp einer Million Steine. Kurios: Die Lego-Variante wurde im Frühjahr 2005 zwei Wochen vor der tatsächlichen Arena fertiggestellt.

Lego-Liga. Seit 1999 gibt es die „First Lego League“, ein weltweiter Wettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren. In Gruppen sollen Lego-Roboter gebaut und programmiert werden, die dann vor einer Jury verschiedene Aufgaben bewältigen müssen. Die FLL benennt jedes Jahr ein neues Thema aus den Bereichen Wissenschaft, Umweltschutz und Technologie.

Umwelt. Wenn das nicht nachhaltig ist: Seit Mai 2017 deckt Lego den kompletten Energiebedarf (rund 360 Millionen Kilowattstunden pro Jahr) für seine Produktionen durch erneuerbare Energien.

Noch mehr Spaß

Ausstellungen und Spielzeugbörsen: Wo Lego-Fans finden, was sie brauchen

Nicht nur in Duisburg bietet die Firma BRICKLIVE zurzeit eine interaktive Ausstellung an: Noch bis zum 11. August warten zehn verschiedene Lego-Welten im Kölner Odysseum darauf, entdeckt zu werden. In der „Rennfahrer-Zone“ können selbst gebaute Rennautos an den Start gebracht werden, das „Minecraft“-Areal kombiniert die Faszination rund um das meistverkaufte Computerspiel aller Zeiten mit den zeitlosen Klötzchen – und in einem weiteren Abschnitt empfangen sogar Zentauren und Minotaurus die neugierigen Gäste. Karten für ein Besuchszeitfenster von jeweils vier Stunden kosten 20,90 € (Kinder 12,90 €), geöffnet ist täglich zwischen 10 und 18.30 Uhr.

Aktivierende Angebote findet man auch im Legoland Discovery Center in Oberhausen. Gegenüber vom Centro sorgen u.a. eine Steinfabrik, das Ninjago-Laserlabyrinth, eine Pirateninsel und das „Bau-Testcenter“ für Abwechslung. In den Ferien hat das Center täglich von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet, ein Ticket an der Tageskasse kostet 17,95 €. Und wer einfach seine Sammlung aufstocken will, hat bei Lego-Börsen Gelegenheit dazu. Die nächste in der Region findet ab 15.9. von 11 bis 16 Uhr im Oberhausen er Freizeithaus Waldhof statt, weitere folgen in der Duisburg er Glückaufhalle (23.11., 10-15 Uhr) und in der Hattinger Henrichshütte (15.12., 10-16 Uhr).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben