Tanzpreis

Peinlicher Versprecher bei Tanzpreis in Essen: „Tina“ Bausch

Archivbíld. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen erntete bei der Verleihung des Essener Tanzpreises unfreiwillig Lacher.

Archivbíld. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen erntete bei der Verleihung des Essener Tanzpreises unfreiwillig Lacher.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Ehrensache, für Essens Oberbürgermeister, beim Deutschen Tanzpreis im Aalto Begrüßungsworte zu sprechen. Doch es gab einen Patzer.

Ein Raunen im Publikum - dazu nicht wenige Lacher: Die Begrüßungsworte des Essener Oberbürgermeisters sorgten am Samstag Abend bei der Verleihung des Essener Tanzpreises für Irritationen. Thomas Kufen hatte in seiner Ansprache, in der er die Stadt als idealen Standort für die Preisverleihung betonen wollte und schon jetzt das zehnjährige „Jubiläum“ als Kulturhauptstadt bewarb, auch auf die bedeutende Folkwang-Absolventin Pina Bausch hinweisen wollen.

In seiner Rede, bei der ihm Notizkarten zur Verfügung standen, sagte Kufen allerdings „Tina Bausch.“ Erst die Reaktion des Publikums schien ihn den Fehler bemerken zu lassen. „Habe ich etwas Falsches gesagt?“, fragte Kufen ins Parkett des Aalto-Theaters hinein, nachdem er die größtenteils amüsierte Reaktion offenbar registriert hatte.

Publikum regiert amüsiert, andere nennen es peinlich

Als „peinlich“, bewertete mancher im Pausengespräch den Schnitzer, mancher glaubte auch, bei der ersten Erwähnung des diesjährigen Preisträgers aus Kufens Mund „Gert Weigert“ gehört zu haben. Böswilliger lautete die im Foyer gemachte Aussage eines Jury-Mitglieds des Tanzpreises, diese Fehler seien schlicht eine Folge von Unkenntnis. Tatsächlich erhielt der große Tanzfotograf Gert Weigelt die Auszeichnung.

Der hochkarätig besetzte Abend im Aalto-Theater verlief insgesamt nicht ohne Pannen: Die Idee, die Gäste per Kopfhörer vor der Gala an einem Interview teilhaben zu lassen, scheiterte. In der eigentlichen Vorstellung gab es dann nicht wenige „Löcher“, bei denen auf der Bühne dann gar nichts passierte, hinter der Bühne hörbar laut gesprochen wurde - oder Menschen (eine wild gestikulierende Musikerin von der Seite der Bühne) sich unbeobachtet fühlten, aber von den Parkettseiten durchaus wahrgenommen werden konnten.

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