Nachruf

Musikszene in Hagen trauert um die Sängerin Celeste Barrett

Celeste Barrett

Celeste Barrett

Foto: Privat

Hagen.   Die Sängerin Celeste Barrett starb mit nur 63 Jahren. Sie war die erste „Evita“ am Theater Hagen. Ein Nachruf.

Die Musikfreunde der Region trauern um die Sängerin Celeste Barrett, die in der Nacht zum Dienstag in ihrer Heimat Bartlesville in Oklahoma, USA, nach langer schwerer Krankheit mit nur 63 Jahren gestorben ist. Celeste Barrett war 18 Jahre lang am Theater Hagen engagiert. Die Mezzosopranistin begann im Opernchor, arbeitete sich aber schnell zu solistischen Rollen hoch, als Einspringerin, aber auch in großen Partien. So war sie die erste gefeierte Hagener „Evita“. Besonders bekannt wurde die Amerikanerin einem breiten Publikum durch ihre Mitwirkung in der Revue „Hörst Du mein heimliches Rufen“, die zehn Jahre lang in Hagen auf dem Spielplan stand.

Herausragende Musikpädagogin

Celeste Barrett kümmerte sich schon früh um den Kinderchor des Theaters Hagen, sie war eine herausragende Pianistin und trat auch bald als Musikpädagogin in Erscheinung. „Ganz viele junge Menschen haben bei ihr im Chor gesungen oder bei ihr Gesangsunterricht genommen“, erinnert sich Werner Hahn an eine Kollegin und Freundin, mit der er bereits vor Hagen in Zürich gemeinsam auf der Opernbühne stand.

Auch Edeltraud Kwiatkowski trauert um die langjährige Freundin, die bis zuletzt den Kontakt mit den Ensemblemitgliedern „ihres“ Theaters Hagen hielt: „Sie war ein sehr anerkanntes und wichtiges Mitglied des Ensembles, sehr vielseitig und sehr professionell.“ Im Jahr 2001 ging Celeste Barrett zurück in die USA, um an der Bartlesville First Church als Musikdirektorin zu arbeiten und an der Tulsa University sowie an der Oklahoma Wesleyan University als Gesangsprofessorin zu wirken. „Sie hat schon sehr viel bewirkt in Hagen“, würdigt Werner Hahn eine große Musikerin.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben