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World Club Dome verwandelt Arena in Düsseldorf in den größten Club der Welt

Martin Garrix gehörte zu den Stars des World Club Dome in Frankfurt. Foto: Niclas Ruehl

Martin Garrix gehörte zu den Stars des World Club Dome in Frankfurt. Foto: Niclas Ruehl

Düsseldorf.  Die Winter Edition des World Club Dome macht aus der Esprit-Arena in Düsseldorf für drei Tage den "größten Club der Welt". Im Interview verrät BigCityBeats-Chef Bernd Breiter seine Vision von dem gigantischen Elektro-Festival mit einem Line up aus Star-DJs.

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Der World Club Dome in Frankfurt gehört seit einigen Jahren zu den größten Festivals für Elektronische Musik in Deutschland. Dreimal machte der Veranstalter BigCityBeats mit einer Winter-Edition in Gelsenkirchen Station und präsentierte jeweils den beliebtesten DJ der Welt in einer Solo-Show. Jetzt wandert die Winter-Ausgabe in die Esprit-Arena in Düsseldorf und legt ordentlich zu: Geplant ist ein dreitägiges Festival mit über 100 Künstlern auf mehreren Bühnen.

Im Interview verrät BigCityBeats-Geschäftsführer Bernd Breiter, warum er von Gelsenkirchen nach Düsseldorf wechselt. was er mit dem World Club Dome in dem Stadion plant und deutet zwischen den Zeilen an, was das nächste "ganz große Ding" des Veranstalters werden könnte.

Was können die Besucher in Düsseldorf vom World Club Dome (WCD) erwarten?

Bernd Breiter: „Der World Club Dome ist mehr als ein reines Musik-Event. Trotz der Größe wollen wir den Club-Charakter beibehalten und die Esprit-Arena für drei Tage in den größten Club der Welt verwandeln. Dazu wird es 360-Grad-Effekte in Licht und Ton geben, damit wir die Besucher voll und ganz in den Club hineinziehen.

Sie haben 20 Floors angekündigt – wo werden die denn alle sein und wie sollten sich die Besucher wettertechnisch auf die Winter-Ausgabe einrichten?

Breiter: „Durch das verschließbare Dach werden die Besucher vor der Mainstage nicht im Regen stehen. Bis auf einen Floor werden alle Bühnenbereiche wetterfest sein. Das Düsseldorfer Stadion mit seinem wunderschönen Umlauf bietet neben dem Innenraum viele Möglichkeiten, die wir nutzen können. Zudem werden wir das Sommer-Konzept des World Club Dome in den Winter transformieren. Statt Pool wird es eine Eislaufbahn geben. Und aus dem Forest wird eine Iglu-Landschaft."

Warum fiel die Wahl für die Winter-Ausgabe des World Club Dome auf Düsseldorf statt auf Gelsenkirchen, wo BigCityBeats schon dreimal eine große DJ-Solo-Show veranstaltete?

Breiter: „Bei unserem Wunschtermin gab es bereits eine Länderspiel-Anfrage für das Stadion auf Schalke. Deshalb mussten wir zwangsläufig ausweichen. Da zudem einige Besucher über die Kälte in der Halle klagten, haben wir mit der beheizbaren Arena in Düsseldorf eine erstklassige Alternative gefunden.“

Warum verzichtet BigCityBeats auf die bisherige DJ-Solo-Show und setzt stattdessen auf eine erweiterte Winter Edition des WCD?

Breiter: „Wir hatten mit Hardwell, Dimitri Vegas & Like Mike sowie Martin Garrix jeweils den beliebtesten DJ der Welt in Gelsenkirchen gebucht. Jetzt hat Martin Garrix zum zweiten Mal in Folge die Leser-Wahl des DJ Mag gewonnen. Da mussten wir uns eh was einfallen lassen. Und die Idee einer Winterlandschaft für den World Club Dome hatte ich schon länger im Kopf.“

Wie sieht das Line up für den World Club Dome aus?

Breiter: „Mit den ersten vier Namen aus dem Line up starten wir eine Zeitmaschine. Hardwell und Dimitri Vegas & Like Mike bilden mit ihren DJ-Solo-Shows die Vergangenheit, Marshmello ist aktuell total angesagt und The Chainsmokers symbolisieren mit ihrem einzigen Festival-Auftritt in Deutschland die Zukunft. Wichtig ist zudem, dass wir kein reines EDM-Festival sind. Bei uns kommen genauso die Fans von House, Hardstyle oder Techno auf ihre Kosten. Insgesamt werden über 100 Künstler auftreten.“

Mit wie vielen Besucher rechnen Sie in Düsseldorf?

Breiter: „Es sind noch einige Monate hin und die Planungen in vollem Gange. Deshalb kann ich noch nichts zur endgültigen Kapazität sagen. Wir rechnen aber mit 30.000 bis 35.000 Gästen pro Tag.“

Das Sommer-Event des World Club Dome in Frankfurt ist vor wenigen Tagen erst zu Ende gegangen – wie war es?

Breiter: „Aus unserer Sicht war es ein voller Erfolg. Wir hatten eine tolle Show und die Hollywood-Ausgabe mit dem längsten roten Teppich der Welt kam richtig gut an. Heutzutage ist es wichtig, eine Story zu erzählen und diese muss authentisch sein. Dann wird sie von unserem Publikum aufgesaugt und gelebt.“

Es gab trotzdem auch einige Kritikpunkte - wie etwa lange Wartezeiten am Einlass des ersten Festival-Tags sowie das Fehlen von Toiletten im Innenraum des Stadions:

Breiter: „Wir arbeiten grundsätzlich an allen Kritikpunkten. Manchmal ist es aber auch eine subjektive Wahrnehmung. Sicherheit steht bei unseren Events an erster Stelle – da kann es auch mal zu Wartezeiten kommen, wenn zahlreiche Menschen schon vor dem offiziellen Start vor den drei Eingängen stehen. Und die Toiletten haben wir in den letzten Jahren sehr bewusst aus Sicherheitsgründen nach draußen gelegt, damit im Tanzbereich keine langen Warteschlangen entstehen oder sich sogar ein Pulk bildet.“

Sie haben mit BigCityBeats ein Stadion, einen Zug und ein Schiff in einen riesigen Club verwandelt und in einem Flugzeug den ersten Club in Schwerelosigkeit kreiert. Gibt es für Sie überhaupt Limits?

Breiter (lacht): „Nur im physikalischen Sinne – sonst nicht. Ich habe schon immer über den Tellerrand geschaut. Die Ideen, die in meinem Kopf entstehen, setzt meine Frau Carina um. Zusammen können wir sehr viel bewegen.“

Es gibt das Gerücht, dass Sie sogar einen Flugzeugträger als Partystätte ins Auge gefasst haben.

Breiter: „Für die nächsten Neuigkeiten brauchen wir noch etwas Zeit. Aber wir machen vor nichts Halt…“

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