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Parookaville 2019 - wichtige Tipps zu Camping und Anreise

Vor den Stadtmauern von Parookaville treffen sich die Bewohner des Campingplatzes bereits am Donnerstag zur ersten großen Pre-Party.

Vor den Stadtmauern von Parookaville treffen sich die Bewohner des Campingplatzes bereits am Donnerstag zur ersten großen Pre-Party.

Foto: Robin Böttcher/Veranstalter

Weeze.  Parookaville-Mitorganisator Bernd Dicks verrät, wie sich die Wartezeit am Campingplatz-Einlass verringern lässt und warum es weniger Camper gibt.

Einen Tag bevor die Festival-Stadt Parookaville ihre Pforten öffnet, beginnt die Belagerung der Stadtmauern. Zehntausende schlagen ihre Zelte auf und feiern am Donnerstag, 18. Juli, bereits die erste große (Pre-)Party. Nachdem es vor zwei Jahren lange Staus auf den Zufahrtsstraßen gegeben hatte, kam es bei der letzten Parookaville-Ausgabe zu mehrstündigen Wartezeiten beim Campingplatz-Einlass. Mit-Organisator Bernd Dicks gibt im Interview wertvolle Tipps zur Anreise für alle Camper:

Wieviele der 85.000 Bürger werden 2019 bei Parookaville campen?

Bernd Dicks: „Wir erwarten dieses Jahr 40.000 Camping-Gäste – das sind 10.000 weniger als 2018. Tagestickets sind wieder mehr gefragt – das ist international ein Trend auf vielen Festivals“

Woran liegt das?

Dicks: "Die Besucher werden älter. Der Altersdurchschnitt liegt jetzt in Parookaville bei 25/26 Jahren. Da fängt man an drüber nachzudenken, ob Campen und fünf Tage in einem Zelt zu hängen, eine gute Idee ist.“

Für mehr Tagesbesucher braucht es auch mehr Parkplätze - klappt das?

Dicks: „Das Angebot für mehr Tages-Tickets konnten wir realisieren, da es am Flughafen Weeze in diesem Sommer weniger Flüge gibt und wir so mehr Raum auf den Tagesbesucher-Parkplätzen haben.“

Parookaville 2019 - das sollte kein Besucher verpassen

Und wie nutzt Ihr den dadurch entstehenden Freiraum auf dem Campingplatz?

Dicks: „So können wir erstmals einen Caravan-Bereich anbieten – dort erwarten wir rund 100 Caravans.“

Wann sollte man am besten anreisen?

Dicks: "Am Donnerstagnachmittag! Wer zur Eröffnung des Campingplatzes um 10 Uhr vor den Toren steht, muss mit mehreren Stunden Wartezeit rechnen. Das ist, wenn die Sonne knallt, nicht gerade angenehm."

Im letzten Jahr gab es Kritik von einigen Campern wegen der langen Wartezeiten am Einlass...

Dicks: "2018 war die Hälfte der 50.000 Camper in den ersten drei Stunden angereist. Das zu bewältigen, dauert eine Weile. Aus Sicherheitsgründen müssen wir natürlich auch das Gepäck durchsuchen – speziell das Glasverbot ist total wichtig. Alle Details gibt es in den FAQ auf unserer Homepage."

Gibt es organisatorische Änderungen?

Dicks: „Wer viel Gepäck mitbringt, muss sich darauf einstellen, länger zu warten als die, die wenig dabeihaben. So wird es erstmals separate Eingänge für Camper mit Bollerwagen geben. Wir hoffen, dass die Leute deshalb diesmal weniger mitbringen. Alles Wichtige gibt’s in unserem Penny-Markt auf dem Campingplatz. Toiletten, Musik, Luft und Liebe sowie Kondome gibt es umsonst.“

Diesmal werden die Campsite-Bereiche nach und nach freigegeben, sobald eine geöffnete Parzelle ausreichend mit Zelten gefüllt ist. Was ist dabei zu beachten?

Dicks: „Wir rechnen mit über acht Quadratmetern pro Gast – in der Theorie ist das mehr als bei vielen anderen Festivals. Aber in der Praxis wird durch unsoziales Aufbauverhalten manchmal der Platz verschenkt. Bitte baut Eure Zelte so auf, dass genügend Raum für alle bleibt.“

Was hat Dir im letzten Jahr nicht gefallen und wird diesmal anders auf dem Festival Parookaville?

Dicks: „Die langen Wartezeiten für die Campinggäste und die Probleme mit der Wasserversorgung, weshalb in einer Nacht sogar nicht geduscht werden konnte. Die deshalb extra georderten Tanklastzüge mit Wasser waren extrem teuer, da musste eine andere Lösung her. Wir kriegen jetzt deutlich mehr Wasser über die Stadtwerke, und das Wasserwerk des Airports hat seine Kapazitäten erhöht – da mache ich mir keine Sorgen mehr.“

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