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Neue RTL-Serie „Freundinnen“ erinnert an „Sex and the City“

Foto: RTL / Stefan Behrens

Grevenbroich  RTL dreht eine neue Vorabendserie: „Freundinnen – Jetzt erst recht“ im niederrheinischen Grevenbroich. Lohnt sich das? Ein Setbesuch.

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Einmal nicht aufgepasst, in den falschen Aufzug gestiegen – und schon ist es passiert. Als sich die Türen in der zweiten Etage öffnen, ist man nicht auf dem Parkdeck der Grevenbroicher ­Coens Galerie, sondern in den Geschäftsräumen der „Gufa-Bank“. Wo man aber weder ein Konto eröffnen noch einen Kredit aufnehmen kann. Genauso wie man im Café „Dolce Vita“ ein Stockwerk tiefer als normaler Besucher nichts zu trinken bekommt.

Oder im Nagelstudio „Fingerspitzengefühl“ gleich nebenan keinen Termin für die Maniküre. Weil das alles nur Kulissen sind für die neue werktägliche Serie „Freundinnen – Jetzt erst recht“ bei RTL. Kulissen, die in der realen Welt stehen, nicht in irgendeinem Studio.

In Köln sind Filmkulissen mittlerweile rar

„On Location“ heißt das in der Branche, wenn am Ort der Erzählung gedreht wird. „In diesem Ausmaß wird das selten gemacht“, sagt Katrin Esser, Creative Producerin des Formats. Der Verzicht auf künstliche Studiowelten soll im Schnitt etwas kostengünstiger sein, stellt das Filmteam vor neue Herausforderungen, bietet aber auch Chancen. „Man kann viel mehr zeigen“, sagt Esser, „und ist nicht so an ein Set gebunden.“

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Dafür ist es aber nicht ganz einfach, die passende Örtlichkeit für die Aufnahmen zu finden. In Köln ist es mittlerweile sogar sehr schwierig. „Da ist so viel gedreht worden, dass die Anwohner schnell sauer werden, wenn schon wieder ein Filmteam anrückt“, sagt Aufnahmeleiterin Janine Daum. In Grevenbroich – der Kleinstadt zwischen Köln, Mönchengladbach und Düsseldorf – ist das anders.

Grevenbroich, bekannt für Horst Schlämmer

Dort musste man bisher nur Hape Kerkelings Lokaljournalistenpersiflage Horst Schlämmer verkraften, und das ist schon wieder eine ganze Weile her. Wichtiger aber noch ist der Umstand, dass in der kleinen Coens Galerie in der Innenstadt mehrere Ladenlokale leer standen. Die hat die Filmcrew eingerichtet und in ein Bistro und Nagelstudio verwandelt.

Unten in der Passage laufen die Kameras wieder. „Achtung Dreharbeiten“ steht auf großen Tafeln in den Gängen des Shoppingcenters, und ein paar Helfer winken Neugierige weiter, die stehen geblieben sind, um ins Bistro zu schauen. „Im Großen und Ganzen aber“, sagt Esser, „läuft das alles hier ganz gut.“

Ganz normale Frauen fangen neu an

„Freundinnen – Jetzt erst recht“ startet am Montag, 27. August, um 17 Uhr. Tina (Franziska Arndt) und ihre Freundinnen Heike (Ka­trin Höft), Kaya (Shirin Soraya) und Nadine (Sarah Victoria Schalow) sind zwischen 35 und 40 und stehen jede auf ihre Art vor einem Neubeginn – beruflich oder privat.

Der einen ist der Mann abgehauen, die andere hat endlich einen gefunden. Jedenfalls gibt es genug Neuigkeiten, um sich jeden Tag um 17 Uhr zum Quatschen zu treffen und so knapp 30 Minuten Sendezeit zu füllen. Klingt ein wenig wie „Sex and the City“ für mittlere Lohngruppen.

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„Der Fokus liegt eindeutig auf den vier Frauen“, sagt Esser. „Sehr locker“, findet die Producerin. Und stets sehr hell. Weil die ersten der bisher geplanten 160 Folgen im Hochsommer tagsüber abgedreht wurden, gibt es in der Welt der Freundinnen keine Dunkelheit. Sollte die Serie allerdings wie erhofft einschlagen, wird sich das ändern. „Spätestens mit der Umstellung auf die Winterzeit“, kündigt Esser an, „wird es auch Nachtszenen geben.“

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