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Dschungelcamp 2018: Wann explodiert endlich jemand?

Dschungelcamp: Richtig auspacken – so offen sollte man wirklich sein

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Berlin  Das RTL-Trash-Format „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist bisher eine Geduldsprobe für die Zuschauer – weil der Krawall fehlt.

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Krawall, Geständnisse, bizarre Spiele, in denen Angstvolle zu Helden werden: Dafür wird das RTL-Dschungelcamp geliebt und gehasst. Doch so richtig wollen die Kandidaten diesmal nicht liefern: Die zwölfte Staffel war bisher eine Nullnummer. Das lag zum einen an Matthias Mangiapane.

Der 34-Jährige („Hot oder Schrott“) schaffte es zweimal hintereinander nicht, auch nur einen einzigen Stern bei seinen Dschungelprüfungen zu erkämpfen. Jeder Stern bedeutet Nahrung fürs Team, jedes Versagen vorwurfsvoll knurrende Mägen. Doch schon nach dem ersten Tauchversuch im Minikrokodil-Becken brach er ab: „Ich kann nicht mehr“, schnaufte er.

Dschungelcamp: Keine Sterne erspielt – das muss man tun

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Dschungelcamp: Keine Sterne erspielt – das muss man tun

Harte Zeit für Machos

Überhaupt die Männer. Statt sich die Wildnis Untertan zu machen, lümmeln sie träge auf den Pritschen oder lösen sich gleich ganz in Tränen auf. Zwei-Hit-Wunder Sydney Youngblood begann plötzlich zu weinen, als er über seine Frau sprach. „Ich hatte keine Chance, sie in den Arm zu nehmen. Ich fühle mich schlecht“, klagte er. Was nach einer Tragödie auf dem Sterbebett klang, bezieht sich nur auf den hastigen Aufbruch aus dem Luxushotel.

Ex-Fußballprofi Ansgar Brinkmann dagegen versuchte, sich als Macho zu positionieren. Dazu wiederholte er penetrant seine stupide Aussage, er wolle mit Kandidatin Kattia Vides „erst schlafen, dann reden“. Doch Lebefrau Tatjana Gsell stutzte ihn zurecht, indem sie ihn mit dem früheren Kandidaten Thorsten Legat verglich: „Der ist eine Kampfmaschine und du bist ein Mädchen.“

Das Problem: Es ist zu friedlich

Einer der wenigen reizvollen Momente, der zeigte, dass Frauen im Camp die Hosen an haben – auch wenn Natascha Ochsenknecht als selbst ernannte Camp-Mutti zur Wichtigtuerei neigt. Das größte Dschungel-Problem aber ist, dass zunächst alles noch so friedlich verlief. Dabei setzt RTL dieses Jahr weniger auf die abgenutzten Ekelspiele als vielmehr auf Kandidaten-Zoff. Den wollte der Sender mit Neuerungen wie einem zusätzlichen Dschungeltelefon zum synchronen Ablästern anheizen. Die Rechnung ging bis Montag noch nicht auf.

Wenn es schon nicht kracht im Karton, so hofft der Zuschauer wenigstens auf Geständnisse. Wie denkt Gsell heute über den mysteriösen Tod ihres Mannes? Oder zumindest: Warum hat Jenny Frankhauser mit ihrer Schwester Daniela Katzenberger gebrochen? Aber: Kein Kommentar. Die einzige, die sich öffnete, war Model Giuliana Farfalla. Sie stand in Sachen Geschlechtsanpassung Antwort – und ertrug auch die Frage, ob sie jetzt auch schwanger werden könne.

Die Quoten sacken ab

Viele Zuschauer verlieren bereits die Geduld: Sahen den Auftakt noch 6,49 Millionen Menschen, waren es Sonntag nur noch 5,20 Millionen. Was tun? Ex-Kandidatin Micaela Schäfer rät bei „Focus Online“: „Wenn man schon nichts kann, zieht man sich aus.“

RTL, 22.00 Uhr

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