Schülerproteste

Weltweit streiken Schüler zum Schutz des Klimas

Jason Michalek in Oberhausen bei einer der von Schülern organisierten Demo „Friday for Future".

Jason Michalek in Oberhausen bei einer der von Schülern organisierten Demo „Friday for Future".

Foto: Jörg Schimmel

„Fridays for Future“ – der Streik der Schüler für das Klima ist zu einer weltweiten Bewegung geworden. Jason (14) ist einer der Organisatoren.

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Am Freitag startet die erste internationale „Fridays for Future“-Demonstration. In über 100 Ländern gehen Schülerinnen und Schüler für eine bessere Klimapolitik auf die Straße. Allein in Deutschland gibt es Demos in 200 Städten.

In Oberhausen hat der 14-jährige Jason Anfang des Jahres die ersten Demos ins Rollen gebracht. Für Klimaschutz im Allgemeinen, aber auch dafür, dass sich in seiner Stadt etwas ändert. Die heutige Demo hat der Schüler des Bertha-von-Suttner Gymnasiums gemeinsam mit Janek vom Elsa-Brändström-Gymnasium organisiert. Sie rechnen mit etwa 150 Demonstranten, trotz des angekündigten schlechten Wetters: „Wir werden da sein!“

Jetzt wollen die Schüler Forderungen stellen

Für Jason haben die Freitags-Demos schon viel bewegt: „Wir haben ja jetzt die Aufmerksamkeit der Politik, jetzt müssen Gespräche beginnen. Wir müssen als „Fridays for Future“-Bewegung Forderungen stellen und zum Beispiel zu einer Podiumsdiskussion einladen. Das planen wir für den Sommer.“

An seiner Schule hat sich durch die Bewegung eine Klima-AG gegründet. Ideen gibt es viele: „Wir wollen der Unterstufe in Kooperation mit Unternehmen eine Trinkflasche und eventuell eine Brotdose zur Verfügung stellen. Wir haben ja einen Wasserspender in der Schule, der muss nur benutzt werden.“

Für die Demo hat die Oberhausener „Fridays for Future“-Gruppe regionale Forderungen aufgestellt. Etwa, dass bei Festivals wie „Ruhr in Love“ auf Plastikgeschirr und -becher verzichtet wird. Dachbegrünungen in der Stadt und Radschnellwege sind auch ein Thema.

Klimaschutz geht nicht nur Schüler an

Für Organisation und Planung bringt Jason – nicht nur freitags – viel Zeit auf. Das fällt auch seinen Eltern auf. „Ich bin zunächst ganz begeistert von seinem Engagement und seiner Hartnäckigkeit“, sagt Jasons Mutter Andrea Vierle. Aber Schulstreiks als dauerhafte Einrichtung gefallen ihr nicht. „Das hieße ja, für die Umwelt die Bildung zu opfern.“

Trotzdem freut sie sich über die Aktionen, mit denen die Schüler die Menschen aufrütteln wollen. „Ich hab bis vor kurzem gedacht, die junge Generation ist so träge und ziellos, da werde ich gründlich eines Besseren belehrt.“

Weil Jasons Eltern finden, dass Klimaschutz nicht nur Schüler und Studenten angeht, sind sie jetzt der Bewegung „Parents for Future“ beigetreten. Hier sind Eltern organisiert, die die Ziele von „Fridays for Future“ unterstützen.

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