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Was sind eigentlich Populisten?

USA: Auf ihn schauen die Populisten anderer Länder. Donald Trump wird am 20. Januar Präsident. Er hat seine Wahl schon gewonnen.

USA: Auf ihn schauen die Populisten anderer Länder. Donald Trump wird am 20. Januar Präsident. Er hat seine Wahl schon gewonnen.

Foto: Reuters

Dieses Wort hört man im Moment sehr oft. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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„Das ist Populismus!“ „Das sind doch Populisten!“ Sätze wie diesen hört man seit einer Weile ziemlich oft. Steht in einem Land eine Wahl an, schauen die Leute nur auf eins: Gewinnen die Populisten oder die anderen? Was aber ist dieser Populismus überhaupt?

Ist das ein neues Wort?

Nein. Seit langem beschuldigen sich Politiker immer wieder mal gegenseitig, dass einer etwas „Populistisches“ gesagt habe. Es geht dabei zum Beispiel um Vorschläge, die in der Wirklichkeit gar nicht umgesetzt werden können. Sie werden meistens von Politikern gemacht, die nicht zur Regierung gehören. Von Politikern also, die gerade nicht viel entscheiden können.

Was hat sich verändert?

Die Leute, die jetzt als Populisten bezeichnet werden, verbreiten oft Unwahrheiten. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Brexit. Die Briten hatten darüber abgestimmt, ob ihr Land aus der EU austritt. Zuvor im Wahlkampf hatten Politiker behauptet, dass Großbritannien jeden Monat sehr viel Geld sparen könnte ohne die EU. Anschließend, als das Volk für den Brexit gestimmt hatte, mussten die Politiker zugeben: Das stimmte gar nicht. Populismus ist also eine Strategie, um ein politisches Ziel zu erreichen, und dabei wird auch gelogen. Auch Ängste spielen dabei eine Rolle.

Welche Rolle spielen Ängste?

Populisten greifen die Ängste der Menschen auf und verstärken sie. Es geht dabei besonders um die Sorge vor Einwanderern aus anderen Ländern, vor allem um Flüchtlinge. Gerade dreht sich die Debatte darum, ob viele Flüchtlinge kriminell sind oder nicht.


Im Wahlkampf in den USA ging es um Mexikaner und um Muslime. In Europa geht es um Afrikaner und Muslime.

Welche Partei in Deutschland ist denn populistisch?

Bei uns gilt die AfD, die „Alternative für Deutschland“, als besonders populistische Partei. Deren Politiker melden sich meist dann zu Wort, wenn es um die Themen Einwanderung, Flüchtlinge und Deutsch sein geht.


Den anderen Parteien wirft die AfD gern vor, sie hätten keine Ahnung von dem, was die Menschen wirklich bewegt. Genau das ist auch ein Merkmal der neuen Populisten: Sie verurteilen andere Politiker als abgehobene Gruppe, die auf das Volk herabschaut und es gar nicht ernst nimmt. Die AfD-Politiker heben sich zum Beispiel von den anderen Parteien ab, indem sie diese grundsätzlich „Altparteien“ nennen.

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