Boys Day

Spannend und ungewohnt: Berufe am Boys Day kennen lernen

Nils hat am Boys Day für Obdachlose genäht.

Nils hat am Boys Day für Obdachlose genäht.

Am Boys Day schnuppern Jungs in ungewohnte Berufe. Nils, Jan, Emil und Tarik erzählen von ihren Erfahrungen aus dem letzten Jahr.

Am Boys’Day lernen Jungen Berufe kennen, in denen sonst meist Frauen arbeiten. Am 26. März geht es wieder los. Angebote gibt es viele, aber die besten Stellen zum Reinschnuppern sind schnell weg. Wenn ihr mitmachen möchtet, informiert euch am besten bald auf der Seite www.boys-day.de über Angebote in eurer Stadt. Nils, Emil, Jan und Tarik haben im vergangenen Jahr Berufe getestet und viel Spaß dabei gehabt – und natürlich viel gelernt!

An der Nähmaschine

Nils (12) hat in eine Bahnhofsmission hineingeschnuppert. Hier wird Obdachlosen geholfen, es werden zum Beispiel Wohnungen für sie gesucht: „Ich war bei der Berliner Stadtmission. Dort haben wir Unterhosen genäht, weil zu wenig Unterhosen für Obdachlose gespendet werden. Mir hat es Spaß gemacht und ich habe das erste mal in meinem Leben mit einer Nähmaschine genäht.“

Im Frisiersalon

Jan (12) war überrascht, wie vielseitig der Beruf des Friseurs ist: „Wir durften die Modellköpfe waschen, den Männerkopf und -bart mit Wachs stylen und Fingernägel mit eigenen Ideen lackieren. Außerdem haben wir verschiedene Arten kennengelernt, wie man Locken wickelt. Das war schwer, aber wir haben es alle relativ gut hinbekommen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dass wir all diese Sachen praktisch und jeder für sich allein machen konnten. Ein toller und lehrreicher Tag!“

In der Bibliothek

Emil (14) hat in einer Bibliothek gearbeitet: „Ich habe einen genialen Boys’Day in der Stadtbibliothek Stuttgart verbracht und war ein paar Stunden Medienbeauftragter, beziehungsweise Bibliothekar. Gelernt habe ich, wie sich eine Bibliothek mit ihrer Medienauswahl an ihr Umfeld anpasst, wie man Fragen fachgerecht mit Quellen wie dem Internet beantwortet und wie man ein Event organisiert, das ebenfalls dem Umfeld der Bibliothek entspricht. Ich kann die Stadtbücherei nur weiterempfehlen.“

Ein Tag beim Optiker

Tarik (14) hat die Zeit beim Optiker Spaß gemacht: „Ich durfte beim Sehtest einer Kundin dabei sein. Außerdem habe ich selbst ein Brillenglas herstellen dürfen, mit Werkzeugen, die man früher dafür verwendet hat. Heutzutage benutzt man zur Herstellung Maschinen. Der Beruf hat auf jeden Fall viel mit einem Handwerk zu tun, aber gleichzeitig hat man auch noch Kontakt zu Kunden. Das hat mir gut gefallen. Alle waren total nett.“

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