Ausland

So erleben Clara und Luisa die Corona-Zeit in Amerika

Clara und Luisa leben mit ihren Eltern in dem amerikanischen Bundesstaat Florida.

Clara und Luisa leben mit ihren Eltern in dem amerikanischen Bundesstaat Florida.

Foto: Privat

Clara und Luisa leben in dem amerikanischen Bundesstaat Florida. Sie machen in der Corona-Zeit andere Erfahrungen als viele Kinder in Deutschland.

Clara und Luisa haben sich selbst kunterbunte Schutzmasken genäht. Die Schwestern tragen sie immer dann, wenn sie rausgehen. Für Kinder in Deutschland ist das nicht ungewöhnlich in der Corona-Zeit. Doch Clara und Luisa leben in dem Bundesstaat Florida in den USA. Und obwohl sich in dem Land besonders viele Menschen mit dem Virus angesteckt haben, sehen die beiden immer wieder Leute ohne Masken herumlaufen.

„Im Park treffen sich viele Leute, die sich umarmen und keinen Mundschutz tragen“, erzählt die achtjährige Luisa. Sie und ihre zehnjährige Schwester haben aber mit ihren Eltern ausführlich über das Coronavirus gesprochen. Damit sie sich nicht mit dem Virus anstecken, treffen sie sich gerade lieber nicht mit ihren Freunden. Wie gut, dass es Video-Chats gibt und dass die beiden sich damit schon vor der Corona-Zeit richtig gut ausgekannt haben.

Lernen mit Online-Programmen

„Wir haben schon in Texas und Boston gewohnt“, erzählt Clara. „Und mit meinen Freunden in Boston skype ich sowieso regelmäßig.“ Auch der neue Online-Unterricht ist für die Schwestern gar nicht so neu. Denn schon früher haben sie in der Schule mit Computerprogrammen gelernt. Das alles findet jetzt einfach an ihrem Computer zu Hause statt. Für Clara alles andere als blöd, wie sie sagt: „So kann mir meine Mama bei den Aufgaben helfen, wenn ich Fragen habe.“

Außerdem trifft sich die Klasse jeden Tag im Video-Chat. Wenn sich alle so miteinander unterhalten, geht es aber eigentlich nie um das Coronavirus. „Alle tun so, als ob es das gar nicht geben würde“, sagt Clara. Auch die Taekwondo-Schule, in der die Schwestern sonst Kampfkunst lernen, hat weiterhin geöffnet. „Wir gehen da aber nicht hin“, sagt Luisa.

Omas übers Internet sehen

Langweilig wird es den Schwestern trotzdem nicht. Sie spielen Klavier, gehen schwimmen und manchmal sogar segeln mit ihren Eltern. Ein Glück, dass in Florida das Wetter fast immer schön ist. Doch eines finden die beiden dann doch noch richtig nervig.

„Eigentlich fahren wir immer im Sommer unsere Omas in Duisburg und Hattingen besuchen“, sagt Clara. Das wird in diesem Jahr wahrscheinlich nicht klappen. Einen neuen Plan haben sie aber schon, wie Luisa erklärt: „Wir treffen uns mit unseren Omas in Video-Chats und tun einfach so, als ob wir in Deutschland wären!“

>>> Corona in den USA

In dem Land USA haben sich so viele Menschen mit dem Coronavirus angesteckt wie sonst in keinem anderen Land der Welt. Über 1,5 Millionen Menschen wurden positiv auf das Virus getestet.

Dennoch sprach sich der US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche dafür aus, dass die Schulen bald wieder öffnen sollen.

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