Interview

Miss Braitwhistle und die Streiche auf der Klassenfahrt

Sabine Ludwig hat viele Kinderbücher geschrieben.

Sabine Ludwig hat viele Kinderbücher geschrieben.

Foto: Paulus Ponizak

Autorin Sabine Ludwig hat einen neuen Band mit Miss Braitwhistle geschrieben. Im Interview erzählt sie von ihrer eigenen Schulzeit.

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Sabine Ludwigs neuestes Buch heißt „Klassenreise mit Miss Braitwhistle“. Darin macht die 4a eine Klassenfahrt auf Eckis Erlebnishof. Im Interview erinnert sich Sabine Ludwig an ihre eigenen Klassenfahrten und erzählt davon, wie sehr sie England mag.

An was erinnern Sie sich aus Ihrer Schulzeit?
Ich war schon älter, als ich auf Klassenfahrt war, da war ich schon in der zehnten Klasse. Einige Dinge davon sind ins Buch eingeflossen, zum Beispiel diese fiese Geschichte, dass man die Hand eines Kindes über Nacht in warmes Wasser hält und es dann ins Bett pinkelt. Wir haben damals genauso blödes Zeug gemacht wie die Kinder im Buch.

Versuchen Jungen und Mädchen eigentlich immer, sich Streiche zu spielen? Ja, ich war ja auch selbst Lehrerin, allerdings nur ein Jahr. Ich habe damals eine Klassenfahrt mitgemacht, da war ich dann in der anderen Rolle. Ich hätte streng sein müssen, aber ich war es nicht, ich fand es eher lustig.

Wohin ging damals Ihre Klassenfahrt? Als Schülerin in den Odenwald. Zu DDR-Zeiten fuhren alle nach Berlin, aber weil ich aus Berlin bin, ging es für uns immer irgendwo hin, wo man viel wandern musste. Und mit meiner eigenen Klasse waren wir in Celle in der Lüneburger Heide.


Ist es richtig, dass Miss Braitwhistle verfilmt werden soll? Ja, die Filmrechte sind verkauft. Ich bin sehr gespannt und freue mich drauf.

Miss Braitwhistle ist durch ihren englischen Akzent sehr witzig, aber auch liebenswert. Hätten Sie gedacht, dass es fünf Bände werden? Nein, wenn ich das geplant hätte, hätte ich die Geschichte damals ganz anders angelegt. Der erste Band spielt im Herbst. Wenn ich das nicht zeitlich so festgelegt hätte, könnte ich die Kinder ewig in der 4a lassen. Jetzt im fünften Band sind sie in der fünften Klasse und ich gehe mit einem Trick noch mal in die 4a zurück.

Heißt das, Sie schreiben keinen sechsten Band mehr? Ich denke, man muss sich auch mal verabschieden. Auch wenn man nie nie sagen sollte.

Ist England für Sie ein wichtiges Land? Ich hatte eine schlimme Englisch-Lehrerin auf dem Gymnasium, sie war auch noch meine Klassenlehrerin. Ich habe Englisch immer geliebt, ich habe viel auf Englisch gelesen, zum Beispiel „Mary Poppins“. Im Unterricht bekam ich aber immer nur eine Drei. Ich habe dann später Französisch studiert.

Eines Tages kam das Angebot, ein Buch aus dem Englischen zu übersetzen. Das war „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ von Eva Ibbotson. So fing das an.

Jetzt bin ich ein paar Mal in England gewesen, mir liegen die Engländer sehr. Mit der Figur von Miss Braitwhistle kann ich das nun ein bisschen ausleben.

Welche Gegend von England mögen Sie am liebsten?
Cornwall. Ich habe auch einen Krimi geschrieben, der dort spielt. Ich fahre regelmäßig nach England, etwa einmal im Jahr.

Woher kommt Miss Braitwhistle eigentlich genau? Aus Newcastle upon Thyne. Dort lebte Eva Ibbotson, die ich sehr verehre.

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