Kinofilm

Lena Meyer-Landrut spricht June im Wunder Park

Der Affe Peanut ist Junes Freund im Film „Willkommen im Wunder Park“.

Der Affe Peanut ist Junes Freund im Film „Willkommen im Wunder Park“.

Foto: Paramount

Im Kinofilm „Willkommen im Wunder Park“ spricht Sängerin Lena Meyer-Landrut das Mädchen June. Gerade erschien ihr neues Album „Only Love, L“.

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Im neuen Kinofilm „Willkommen im Wunder Park“ gibt Lena Meyer-Landrut dem Mädchen June ihre Stimme. June entdeckt einen magischen Vergnügungspark mit sprechenden Tieren. Dem Park geht es aber nicht gut, und June merkt, dass sie selbst daran schuld ist. Im Interview mit Redakteurin Katrin Martens erzählt die Sängerin Lena Meyer-Landrut von Fantasie, einem Kuscheltier aus ihrer Kindheit und ihrem neuen Album.

Das Mädchen June hat viel Fantasie. Haben Sie sich als Kind auch solche Fantasiewelten ausgedacht?
Als Kind bin ich supergerne geklettert, ich war viel auf Bäumen unterwegs. Meine Freunde und ich haben immer die verschiedenen Äste als Zimmer benutzt und gesagt: „Komm wir gehen in die Küche!“, und dann haben wir mit Blättern dort gekocht. Das war unsere Fantasiewelt. Ich erinnere mich gut daran, wie schön das war.

June wird älter und verliert ihre Fantasie. Haben Sie ein Rezept, wie man sich seine Fantasie als Jugendlicher oder Erwachsener bewahren kann?
Das ist schwierig. Wir werden beeinflusst durch alles, was uns jeden Tag begegnet, durch unsere Jobs und unsere Familie, durch die Erwartungen. Man versucht immer, alles so zu machen, dass es nach Plan läuft. Dadurch vergisst man ein bisschen seine eigene Fantasie. Ich denke, man kann sich seine Fantasie bewahren, indem man sich mehr Zeit für sich selber nimmt und zur Ruhe kommt und sich nicht so viel ablenken lässt von der Außenwelt.

Besitzen Sie noch ein Kuscheltier aus Ihrer Kindheit?
Ja. Das ist ein Steiff-Bärchen und heißt Sophie.

Haben Sie eins der vielen Tiere im Film besonders ins Herz geschlossen?
Am liebsten mag ich Peanut, den Affen, den finde ich zauberhaft. Ich finde auch sein Verhältnis zu June wunderbar. Sie sind sich vertraut und sehr gute Freunde. Sie sind auch ehrlich miteinander, das finde ich sehr schön.

Was mögen Sie an June? Hat sie Eigenschaften, die Sie auch haben?
Ein paar Ähnlichkeiten mit June sehe ich bei mir. Sie ist sehr optimistisch und kreativ. Sie ist aber auch ein bisschen nachdenklich und sie sorgt sich viel um ihre Freunde und ihre Familie. Besonders toll finde ich ihren Mut und wie sie die Dinge in Angriff nimmt. Davon können wir uns alle ein Scheibchen abschneiden.

Sind Sie ein Fan von Freizeitparks oder haben Sie Angst auf Achterbahnen oder dem Free Fall Tower?
Achterbahnen und den Free Fall Tower liebe ich über alles. Was ich gar nicht aushalten kann, sind Kettenkarussell und Schiffschaukel, da wird mir sofort übel. Diese Schaukelbewegung vertrage ich überhaupt nicht.

In welchen deutschen Freizeitparks waren Sie schon?
In einigen. Ich bin in Hannover in der Nähe vom Heidepark Soltau aufgewachsen und ich habe in Köln gelebt, da war ich im Phantasialand. Im Europapark Rust war ich auch schon ein paar Mal, da gibt es wirklich alles, was das Freizeitpark-Herz begehrt.

In „Sammys Abenteuer“ sprechen Sie die Schildkröte Shelly, in „Trolls“ die Prinzessin Poppy. Warum macht Ihnen die Arbeit als Synchronsprecherin so viel Spaß?
Für mich ist es eine total schöne Arbeit, im Studio zu stehen und einer Figur meine Stimme zu geben und ihr auf diese Weise Leben einzuhauchen. Ich liebe die Studioarbeit, weil es viele Parallelen zu meinem Job als Sängerin gibt. Es geht aber auch um Schauspielerei, weil man auch körperlich dabei sein muss und mit Überzeugung die verschiedenen Situationen spielen muss. Wenn June fällt oder schreit oder weint und man nicht überzeugend genau die passenden Laute macht, wirkt es nicht gut. Insofern finde ich den schauspielerischen Aspekt auch schön.

Wie machen Sie es, als erwachsene Frau ein kleines, quirliges Kind mit einer sehr hohen Stimme zu sprechen?
Das geht eigentlich relativ einfach. Ich muss mich eigentlich in meinem normalen Leben anstrengen, nicht die ganze Zeit so eine hohe Stimme zu haben (sie lacht). Wir saßen im Studio und haben mit dem Regisseur geschaut, was am besten passen würde. Und dann habe ich ein bisschen meine Stimme verstellt. Das ging gut.

Wie lange haben Sie für den Film im Synchronstudio am Mikrofon gestanden?
Etwa anderthalb bis zwei Wochen.

Warum würden Sie Kindern und ihren Eltern sagen: „Geht gemeinsam in diesen Film!“?
Weil es ein schöner Familienfilm ist. Erwachsene können sich ihn supergut angucken, aber auch Kinder haben einen Riesenspaß. Der Film ist sehr lustig für Kinder und es sind auch ein paar Witze dabei, bei denen die Eltern lachen können. Der Film hat außerdem eine schöne Botschaft.

Ihr neues Album „Only Love, L“ ist gerade herausgekommen. Warum haben Sie sich dafür so viel Zeit genommen?
Vor zwei Jahren hatte ich das Album schon fast fertig, habe es dann aber weggeworfen und neu gemacht, weil ich mich nicht wohl damit gefühlt habe. Ich hatte das Gefühl, nicht mit vollem Herzen dabei zu sein, wenn ich das rausbringe. Ich habe mir schon gedacht, dass einige Leute enttäuscht und sauer sein werden. Aber es war richtig, etwas später mit einem Album herauszukommen, hinter dem ich 100 Prozent stehe. Ich finde immer noch, dass es Kunst ist, und dass man sich nicht von außen diktieren lassen sollte, wann man was zu tun hat. Es war für mich ein guter und richtiger Schritt.

Warum liegt Ihnen der Song „Thank you“ so am Herzen?
Der Song ist ein sehr persönlicher Song und basiert auf eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. Für mich ist es wichtig, persönliche Erkenntnisse in Form von Musik niederzuschreiben und Gefühle und Erinnerungen in einem Song zu verewigen. Das ist ein großes Glück für mich.

Ihre Tournee beginnt im Juni. Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich wirklich darauf, mit den neuen Songs auf Tour zu gehen. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder mit meiner Band unterwegs zu sein, live auf der Bühne zu stehen, die Songs zu spielen und sie zum Leben zu erwecken.

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