Politik

Laute Proteste für die Freiheit von Aung San Suu Kyi

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In Myanmar treffen Demonstranten immer wieder auf Soldaten.

In Myanmar treffen Demonstranten immer wieder auf Soldaten.

Foto: Uncredited / dpa

Im Land Myanmar hat die Armee die Macht an sich gerissen und eine beliebte Politikerin gefangen genommen. Dagegen protestieren viele Menschen.

Um sie zu bewundern, reisen Menschen in den Südosten von Asien. Das Land Myanmar ist berühmt für seine Pagoden. Das sind Türme, von denen viele golden funkeln. „Es ist ein wunderschönes Land“, sagt die Expertin Uta Gärtner. Viele Besucher seien beeindruckt von der Herzlichkeit der Menschen dort.

Für manche Urlauber war außerdem wichtig: In den vergangenen Jahren haben die Menschen dort endlich mehr Freiheit gewonnen. Zuvor hatte die Führung der Armee das Land beherrscht und unterdrückt. Doch seit über zwei Wochen kommen aus Myanmar wieder schlechte Nachrichten. Das Militär hat erneut die ganze Macht an sich gerissen. Mehrere wichtige Politikerinnen und Politiker wurden verhaftet. Darunter ist auch Aung San Suu Kyi. Die Frau galt als eigentliche Chefin der Regierung und wird in Myanmar sehr bewundert.

Länder verhängen Strafen

„Die Menschen verbinden mit ihr eine hellere Zukunft“, erklärt Uta Gärtner. Viele empfinden sie als eine Art Mutter des Landes. Führenden Leuten in der Armee wurde sie vielleicht sogar zu beliebt. Bei einer Wahl vor Kurzem bekam die Partei von Aung San Suu Kyi viel mehr Stimmen als erwartet. Das Militär behauptet, bei der Wahl sei betrogen worden. Andere glauben: Die Armeeführung habe Angst, Macht zu verlieren. Mit einem Trick setzte sie den Ausnahmezustand durch. Nun ist der Armeechef der oberste Herrscher im Land. Anders als früher gehen nun viel mehr Menschen aus Protest auf die Straße. Sie tun das sogar, obwohl die neue Regierung Panzer schickt und Leute ins Gefängnis wirft. Als Zeichen für ihren lauten Protest schlagen viele Menschen auf Töpfe und Pfannen. Es ist aber nicht einfach zu erfahren, was genau in dem Land vorgeht. Schon zweimal gab es eine Internetsperre, sodass kaum Nachrichten nach außen dringen konnten.

Die Proteste gingen auch gestern weiter. „Die Menschen haben das Licht erlebt“, erklärt Uta Gärtner. „Sie wollen nicht wieder zurück in die Dunkelheit.“ Sie meint damit, die Menschen wollen ihre Freiheiten nicht wieder verlieren. Dabei könnten auch andere Länder helfen, sagt Frau Gärtner. Einige Länder wie die USA verhängten erste Strafen gegen die neuen Machthaber.

Was ist ein Putsch?

Das kurze Wort Putsch klingt vielleicht erst mal harmlos. Gemeint ist damit aber meist eine üble Sache. Es bedeutet: Eine kleine Gruppe von Menschen setzt die herrschende Regierung plötzlich ab. Oft geschieht das mit Gewalt oder etwa mit Hilfe des Militärs. Genau so einen Putsch erlebt gerade das Land Myanmar in Asien. Ein anderes Wort für Putsch ist Staatsstreich. In jedem Fall bedeutet es: Die Regierung ist abgesetzt, die neue regiert in der Regel mit Unterdrückung.

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