Wettbewerb

Kinder sammeln kreative Lösungen für das Plastikproblem

Kinder können ihre kreativen Ideen bis zum 28. Juni einsenden. 

Kinder können ihre kreativen Ideen bis zum 28. Juni einsenden. 

Foto: Dopper

Beim Wettbewerb „Dopper Changemaker Challenge Junior“ können Kinder kreative Ideen einsenden. Dabei dreht sich alles um das große Plastikproblem.

Kinder können dabei helfen, die Welt zu retten. Das zeigt der Wettbewerb „Dopper Changemaker Challenge Junior“. Denn wer hier mitmacht, entwickelt echte Weltretter-Ideen. Tim Gailus von der KiKa-Sendung Timster gehört zur Jury und bewertet später alle Lösungsvorschläge für das große Plastikproblem. Im Gespräch erzählt er, wieso Plastik für die Umwelt so gefährlich ist und wie jeder Einzelne in seinem Alltag etwas dagegen tun kann.

Was bedeutet Plastik für die Menschen, Tiere und die Natur?

Plastik kann erst einmal in bestimmten Fällen ganz toll helfen. Zum Beispiel werden Autos oder Flugzeuge durch Plastik leichter, so dass sie dadurch weniger Energie verbrauchen. Und Plastikverpackungen helfen manchmal, Lebensmittel länger haltbar zu machen. Aber Plastik lässt sich auch sehr schwer entsorgen. Und Plastik ist so lange haltbar, dass, wenn es einmal im Meer schwimmt, mehrere hundert Jahre dort ist.

Was macht Plastik so gefährlich für Meerestiere?

Studien von Umweltforschern zeigen, dass Plastik im Magen von Tieren landet. Schildkröten zum Beispiel fressen Plastiktüten, weil sie denken, das wäre eine leckere Qualle. Das ist ungesund und sorgt gleichzeitig für ein Sättigungsgefühl. Deswegen verhungern die Tiere. Das finde ich ganz gruselig. Stellen wir uns doch mal vor, wir essen bei unserem Frühstück aus Versehen noch die Plastikverpackung von den Cornflakes mit. Schrecklich!

Was steckt hinter der Dopper Changemaker Challenge Junior?

Das Ziel ist, dass wir eine Idee gegen Plastikverschmutzung im Meer finden. Wir suchen kreative Wege, um das Problem wieder hinzubiegen und aufzuhalten. Die besten Ideen werden dann als Prototyp umgesetzt. Das bedeutet, ein Entwurf wird nachgebaut und ausprobiert.

Wieso sind beim Plastikproblem gerade Kinder gefragt?

Kinder haben einen ganz anderen Blick auf das Problem. Und wenn sie sich heute schon Gedanken über die Zukunft machen, ist das eine tolle Möglichkeit. Sie können zu Zukunftsmachern werden. Das Ziel ist dabei nicht der fertig programmierten Anti-Plastik-Roboter. Wir erwarten von den Teilnehmern erst einmal nur kreative Ideen.

Wie sind Sie selbst zu dem Projekt gekommen?

Bei meiner KiKa-Sendung Timster geht es ja um Bücher, Apps und Smartphones. Umweltschutz ist erst einmal nicht das erste Thema. Ich habe mich jedoch viel darüber informiert und gemerkt, dass ich selbst etwas tun muss. Ich bin ganz sicher nicht der perfekte Umweltschützer. Vielleicht geht es mir auch so wie allen, die bei der Challenge mitmachen wollen. Wir stehen am Anfang einer Reise und machen uns erst einmal schlau, was wir tun können. Und wenn wir alle gemeinsam viele kleine Schritte gehen, können wir auch viel bewegen.

Wo versuchen Sie selbst auf Plastik zu verzichten?

Seitdem ich Jury-Mitglied bin, gucke ich mir meine Wohnung und mein Einkaufsverhalten noch mal viel kritischer an. Meine Fruchtsäfte sind in Glasflaschen. Meine Obstnetze sind aus Baumwolle. Klar, von heute auf morgen werden wir alle nicht die perfekten Umweltschützer. Aber es ist gut, wenn wir alle zumindest kleine Schritte machen.

Worauf können auch schon Kinder in ihrem Alltag achten?

Jeder kann sich mit den Eltern zu Hause mal einer Challenge stellen. Dabei geht man durch die Wohnung und fragt sich, wo Plastik ist und wo man es vermeiden kann. Ich mache das jetzt einfach mal bei mir in der Wohnung. Zum Beispiel steht hier in meinem Badezimmer eine Zahnbürste aus Plastik. Die benutze ich noch etwas, aber die nächste wird aus Bambus sein. Wichtig ist aber, dass man sich nicht zu viel vornimmt. Und so wie bei der Dopper Changemaker Challenge Junior soll es natürlich immer Spaß machen!

>>> So könnt ihr mitmachen

Kinder zwischen acht und zwölf Jahren können bei der Dopper Changemaker Challenge Junior mitmachen – entweder als ganze Klasse oder auch alleine. Auf der Internetseite www.dopper.com/de/changemaker-challenge-junior geht es zur Anmeldung.

Dort findet ihr außerdem verschiedene Informationen zum Thema. So lernt ihr etwas über Umweltschutz und könnt anschließend eure eigenen Ideen entwickeln. Kreative Lösungsvorschläge könnt ihr bis zum 28. Juni einreichen.

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