Tiere

Keine Angst, es ist nur ein Wolf

Noch gibt es Wolfswelpen in NRW nur in Wildparks. Tierschützer hoffen, dass sich das bald ändert.

Noch gibt es Wolfswelpen in NRW nur in Wildparks. Tierschützer hoffen, dass sich das bald ändert.

Foto: Roos

In NRW haben in diesem Jahr mehrere Menschen einen Wolf gesehen. Ein Einzelgänger? Tierschützer hoffen auf ganze Rudel. Schäfer sind besorgt.

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Normalerweise begegnen wir Wölfen nur im Märchen und im Zoo. Neuerdings streifen die Wildtiere auch wieder durch unser Bundesland. In den vergangenen Tagen gab es viel Aufregung, weil sogar in Duisburg ein Wolf gesehen wurde. Naturschützer freuen sich darüber und betonen, dass niemand Angst haben muss. Schäfer machen sich jedoch Sorgen um ihre Lämmer.

Wenn ihr im Wald spazieren geht, ist es unwahrscheinlich, dass ihr plötzlich in gelbliche Wolfsaugen blickt. Wölfe sind bei uns immer noch extrem selten. Seit Anfang des Jahres wurde in dem riesigen Gebiet zwischen Duisburg und den Niederlanden viermal ein Wolf gesehen. Man vermutete, dass es mehrfach das gleiche Tier war.

Wölfin gesucht!

In Deutschland waren Wölfe 150 Jahre lang ausgestorben. Erst seit dem Jahr 2000 gibt es wieder kleine Rudel, die meisten im Osten des Landes. In den 18 Jahren hat kein einziger Wolf einen Menschen angegriffen! Sobald die Jungtiere zwei Jahre alt sind, suchen sie ein eigenes Revier. Sie legen im Frühling lange Strecken zurück, oft Hunderte Kilometer. Im benachbarten Bundesland Niedersachsen leben 14 Wolfsrudel, einzelne Tiere wandern jetzt auch durch Nordrhein-Westfalen. Das heißt aber nicht, dass sie bleiben. Wölfe lieben weite Wälder voller Rehe und Wildschweine – und ohne Menschen. Sowas ist in NRW selten. Noch seltener ist hier das Wichtigste für den Wolf: eine Wölfin als Partnerin.

Experten des Nabu (Naturschutzbund) hoffen trotzdem, dass sich die Wölfe vermehren. Sie sagen, dass die Tiere in NRW zur natürlichen Lebensgemeinschaft gehören. Man nennt sie auch die „Gesundheitspolizei“ des Waldes, weil sie kranke Wildtiere fressen.

Viele Schäfer und Bauern sind jedoch beunruhigt. Sie haben Angst um ihre Herden. Wölfe jagen gerne nachts, dann ist es schwer, Jungtiere zu behüten. Die Naturschützer setzen sich dafür ein, dass die Herden mit Elektrozäunen gesichert werden. Das Land NRW stellt an einigen Orten schon kostenlos solche Zäune zur Verfügung. Eine Hilfe wären auch spezielle Herdenschutzhunde, zum Beispiel Pyrenäenberghunde und Maremmen-Schäferhunde. Diese Rassen können Wölfe in die Flucht schlagen.

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