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In 10 Jahren soll niemand mehr hungern müssen

In Ländern wie dem Jemen verteilt das WFP Nahrungsmittel.

In Ländern wie dem Jemen verteilt das WFP Nahrungsmittel.

Foto: AHMAD AL-BASHA / AFP

Fast 700 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Hunger. Diese Zahl ist gestiegen. Bis 2030 soll es das Problem aber nicht mehr geben.

Vor 15 Jahren haben sich die Vereinten Nationen (UN) auf ein wichtiges Ziel geeinigt. Im Jahr 2030 sollte der Hunger auf der ganzen Welt komplett abgeschafft sein. Lange war die Organisation, der 193 Staaten angehören, auf einem guten Weg. Aber seit fünf Jahren gibt es wieder mehr Hunger auf der Welt. Fast 700 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.

Woran liegt das? Experten sagen: Konflikte und der Klimawandel sind die Ursachen dafür, dass wieder viel mehr Menschen hungern müssen. Aber was haben Hunger und Krieg miteinander zu tun? Die Antwort ist: eine ganze Menge! Einerseits führen Kriege und Konflikte oft dazu, dass Menschen nicht mehr genug zu essen haben. Andererseits verschlimmert Mangel an Nahrung Streitigkeiten etwa zwischen Gruppen. Der Kampf um Essen kann dann gewalttätig werden.

Bessere Bewässerung

Schuld an dem Nahrungsmittelmangel ist in manchen Gegenden der Klimawandel. Er führt zu großer Trockenheit und Naturkatastrophen. In diesen Ländern können die Menschen dann nicht mehr auf ihren Feldern arbeiten und die Ernte bleibt aus.

Die gute Nachricht: Trotzdem kann das Ziel „Eine Welt ohne Hunger“ bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Das haben zwei Studien gezeigt, die in dieser Woche veröffentlicht wurden. Dafür muss aber viel Geld ausgegeben werden, sagt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. Davon sollten unter anderem besseres Saatgut und eine bessere Bewässerung bezahlt werden.

Die größte Organisation, die sich um hungernde Menschen kümmert, ist das Welternährungsprogramm, kurz WFP. Für seine Arbeit hat das WFP in diesem Jahr den Friedensnobelpreis bekommen. Denn mit dieser Arbeit setzt sich das WFP ja für den Frieden in der Welt ein.

Das WFP hat sich das Ziel gesetzt, Hunger in der Zukunft zu beseitigen. Eine Idee dafür ist zum Beispiel Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen, damit sie bessere Sorten Getreide anbauen können. In manchen Gegenden sind Straßen nötig, damit Landwirte ihre Ernte auf Märkte bringen können. Zudem setzt sich die Organisation dafür ein, dass weniger Lebensmittel im Müll landen.

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