Große Pferde-Schau

Expertin Sandra Diedrichsen: „Reiten soll Spaß machen!“

Pferde-Expertin Sandra Diedrichsen auf der „Equitana“, vor ihr haben sich die VFDKids (das ist ein Netzwerk für Freizeitreiter) Elena, Tara und Lucia mit den Ponys Mexx und Mo für das Foto zur Verfügung gestellt.

Pferde-Expertin Sandra Diedrichsen auf der „Equitana“, vor ihr haben sich die VFDKids (das ist ein Netzwerk für Freizeitreiter) Elena, Tara und Lucia mit den Ponys Mexx und Mo für das Foto zur Verfügung gestellt.

Foto: Cornelia Färber

Sandra Diedrichsen hat eine Reitschule. Auf der „Equitana“ erzählt sie, welche Pferde dafür geeignet sind. Die Töchter Jona und Lana geben Tipps.

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Vor den großen Ausstellungshallen der Messe in der Stadt Essen waren gestern lange Schlangen zu sehen. Ringsherum sind Zelte aufgebaut, die als Ställe dienen, auf den Bürgersteigen liegen Pferdeäpfel und rechts und links werden Ponys oder Pferde in die Hallen hinein- und hinausgeführt. Die „Equitana“ hat begonnen, das ist eine riesige Schau rund um Pferde und alles, was zum Reiten dazu gehört. Aber wie kommt man eigentlich dazu, sich für Pferde zu interessieren? Und welche Eigenschaften müssen die Vierbeiner haben, damit Kinder auf ihnen gut reiten lernen können?

Das ist eine pferdebegeisterte Familie

Wer könnte darauf eine bessere Antwort geben als Sandra Diedrichsen? Sandra Diedrichsen, die in der Halle 6 auf der „Equitana“ einen Stand hat, lebt mit ihrer Familie auf einem Pferdehof im Ort Bramsche im Land Niedersachsen und leitet die Reitschule am Hasesee. 25 Pferde leben auf dem Hof, 16 Pferde und Ponys sind extra für Reitschüler ausgebildet worden.

Auch Sandra Diedrichsen kommt bereits aus einer pferdebegeisterten Familie. Ihr Vater hat die „Equitana“ vor vielen Jahren erfunden. Kein Wunder, dass auch ihre vier Kinder von klein auf Reiten gelernt haben, auch wenn die beiden Söhne genauso gerne Fußball spielen.

Ihre Töchter Jona (16) und Lana (14) haben mit drei Jahren schon auf dem Pferd gesessen und sind heute richtige Profis. Jona reitet Dressur, Lana ist super als Vielseitigkeitsreiterin. Wenn ihre Mutter Sandra neue Pferde für die Reitschule aussucht, nimmt sie beide mit. Pferde haben sehr unterschiedliche Eigenschaften. „Man spürt, ob ein Pferd offen ist und zugänglich“, sagt Jona. „Wenn meine Töchter schon Mühe haben, mit dem Pferd umzugehen, dann weiß ich, dass es für Reitschüler nicht geeignet ist“, sagt Mutter Sandra.

Welsh-Ponys sind geeignet für den Unterricht

Geeignet dagegen sind Tiere, die ein ausgeglichenes Wesen haben und geduldig sind. Für kleinere Kinder sind das beispielsweise Welsh-Ponys. Das ist eine Rasse, die ursprünglich aus der Region Wales im Land Großbritannien stammt.

Ab drei Jahre, findet Reitlehrerin Sandra Diedrichsen, könnten Kinder bereits mit dem Reiten anfangen. Am Anfang geht es darum, dass Kinder lernen, den Pferden zu vertrauen. „Das Kind ist ja klein und auch ein Pony ist daneben richtig groß“, sagt Frau Diedrichsen.

Beim Reiten halten sich die kleinen Reitschüler zunächst mal an einem Gurt fest. Das Pony darf nicht zu groß sein, damit auch kleine Kinder sich dem Rhythmus des Tieres anpassen können. Vor allem soll es Spaß machen, findet Sandra Diedrichsen. Erst später gibt es dann „richtigen“ Reitunterricht.

Was aber auch ganz wichtig ist: „Ein Pferd bedeutet eine große Verantwortung und jede Menge Arbeit!“

Auch Jona und Lana wissen das. Pferde zu versorgen bedeutet, sie jeden Tag zu pflegen, zu füttern, zu bewegen.

>>>>>Pferdemesse für Kinder

Die „Equitana“ läuft noch bis zum 17. März und ist jeden Tag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Karten für Kinder/Jugendliche gibt es ab 12 bis 20 Euro.

Frisierwettbewerb, Ponyreiten, Mitmachtheater – in den Hallen 4 und 6 hat die Equitana ein Kinderprogramm.

Internet: www.equitana.com

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