Pferde

Erfolgreiche „Ostwind“-Reihe bald mit viertem Film im Kino

 

 

Foto: 2018 Constantin Film Verleih GmbH/SamFilm GmbH/Marc Reimann

Im vierten Film der „Ostwind“-Reihe steht nicht mehr Mika, sondern Ari im Mittelpunkt. Buchautorin Lea Schmidbauer erzählt von ihrer Arbeit.

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Mit dem sechsten Teil „Ostwind – Der große Orkan“ geht der Erfolg der „Ostwind“-Reihe weiter. 1,6 Millionen Bücher wurden bisher verkauft, und über drei Millionen Menschen sahen die ersten drei Filme im Kino. Im Februar startet der vierte Teil der Filmreihe mit dem Titel „Aris Ankunft“ in den Kinos. Im Interview mit Kinderredakteurin Katrin Martens erzählt Lea Schmidbauer (46) aus München, die die Bücher und Filmdrehbücher geschrieben hat, von der Veränderung der Hauptfigur Mika und von ihrem eigenen Pferd.

Im neuesten Film geht es um das Mädchen Ari. Warum haben Sie diese Figur neu entwickelt, nachdem Mika die ganze Zeit im Mittelpunkt stand?
Ich fand es schwierig, Mika in ihrem Pferdemädchen-Alter zu halten. Sie war 13, als sie anfing, und mit jedem Jahr, in dem ich ein neues Buch geschrieben habe, ist sie ein Jahr älter geworden. Ich habe einfach gemerkt, dass die Probleme und Sorgen, die sie hat, auserzählt waren. Ich musste Mika loslassen.

Außerdem gibt es in der Reiterei noch eine andere Seite. Mika hat dieses Empathische, sie versteht Pferde. Mit Ari zeige ich ein Mädchen, das es nicht so leicht hat mit Pferden. Ari wird es nicht geschenkt, sondern sie muss hart dafür arbeiten, bekommt aber genau so eine Verbindung wie Mika.

Die Schauspielerin Hanna Binke ist auch älter geworden. Ist das kein Problem? Nein, überhaupt nicht. Hanna ist 20 und sie spielt Mika, die auch 20 ist. Sie ist einfach so alt, wie sie ist. Sie wird auch immer dazugehören. Es geht mit beiden weiter, mit Mika und Ari.

Wo in Deutschland wurde für den Film gedreht?
Er wurde zum größten Teil an den Originalschauplätzen des ersten und zweiten Films in Hessen gedreht. Und für den Anfang waren wir vier Tage in Spanien.

Wie wird entschieden, auf welchen Reiterhöfen gedreht wird?
Die Orte sucht der Szenenbildner vom Film aus. Ich schreibe ins Drehbuch nur hinein, wie der Hof aussehen soll, wie groß ich es mir vorstelle, ob modern oder alt, und er sucht dann das entsprechende Objekt.

Es gibt sechs „Ostwind“-Bücher, jetzt kommt der vierte Film. Verfilmt wurde aber das fünfte Buch. Warum wird „Auf der Suche nach Morgen“ nicht verfilmt? Ich weiß ja nicht immer, ob die Bücher verfilmt werden, während ich sie schreibe. Beim vierten Buch war ich mir ziemlich sicher, dass es nicht passiert, weil der dritte Band mit der Freilassung von Ostwind abgeschlossen war.

Im vierten Buch geht es um Ostwinds Fohlen, das wäre sehr aufwendig in einem Film. Man braucht viele Fohlen, die sich alle ähnlich sehen. Und Ostwind kommt erst ab der Mitte des Buches vor. Im Kino wollen die Zuschauer Ostwind aber deutlich früher sehen.

Woher kommen die Pferde, die Ostwind spielen?
Die Pferdetrainerin Kenzie Dysli besitzt die Original-Ostwinde, die in den ersten drei Filmen fast allein gespielt haben. Sie heißen Attila und James. Attila ist ein wilder Hengst, der Ostwind auch im neuen Film in seinen großen Showszenen spielt. Aber der brave James ist sehr alt und für den neuen Film war er nicht mehr in der Lage, das zu machen. Deswegen wurde jetzt eine ganze Reihe von neuen Ostwind-Pferden eingeführt.

Warum ist Reiten bei Mädchen so viel beliebter als bei Jungen?
Mein Vater, der Psychologe ist, hat mal gesagt, dass es daran liegt, dass Frauen beziehungsorientierter sind als Männer. Sie pflegen und versorgen gern, vielleicht liegt es daran. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Jungs gibt beim Reiten. Im Freizeitbereich sind es viel mehr Mädchen, aber je höher man im Leistungssport kommt, sind es fast nur Männer.

Reiten Sie selbst auch?
Ja, aber noch nicht sehr lange. Seit sechs, sieben Jahren. Ich habe ein eigenes Pferd, es ist ein Islandpferd und heißt Pjakkur.

Wo lebt Ihr Pferd?
Meine Eltern hatten einen Ferien-Bauernhof im Altmühltal, den ich von ihnen übernommen habe. Er wird aber nicht bewirtschaftet, es gibt eine Obstwiese und einen Gemüsegarten. Ich habe die Pferde da und ich schreibe dort auch.

Hier könnt ihr einen Trailer zum Film sehen.

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